In Sachen „VALSARTAN“ legt Herr Werner Schell heute nach!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in Sachen „VALSARTAN“ hatten wir als Gewerkschafter/innen-Arbeitskreis (AK) am gestrigen Tage den offenen Brief des Herrn Werner Schell (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=werner+schell) zum Thema in einem entsprechenden Beitrag veröffentlicht, den Ihr durch den Klick auf den nachstehenden Link aufrufen und nachlesen könnt:

http://www.ak-gewerkschafter.de/2018/07/22/herr-werner-schell-hat-einen-offenen-brief-zum-thema-valsartan-chargenbezogener-rueckruf-an-das-bundesinstitut-fuer-arzneimittel-und-medizinprodukte-verfasst/ !

Heute legt der Vorstand des Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerks mit nachstehend geposteter Mitteilung nach.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Werner Schell legt nach:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe gestern wegen der „Valsartan“-Problematik informiert (siehe den unten nochmals angefügten Text). Am Abend wiederholte „tagesschau24“ den TV-Betrag, der sich mit problematischen Arzneimittelfirmen in Indien (bzw. China) befasste. Dieser Film verdeutlichte, wie die deutschen bzw. europäischen Pharmaunternehmen in Asien Pharma-Billig-Produkte aufkaufen und damit vielfältige Fragen auslösen, die es schnellstmöglicht zu beantworten gilt. – Es gibt dazu von hier den folgenden ergänzenden Infotext: 

„Der unsichtbare Feind – Tödliche Supererreger aus Pharmafabriken.“ – „Das Erste“ informierte in einem eindrucksvollen Film darüber, dass jedes Jahr hunderttausende Menschen durch multiresistente Keime sterben. Es geht um Bakterien, bei denen viele Antibiotika nicht mehr wirken. Die Gefahr steigt, an Krankheiten zu sterben, die lange als besiegt galten. Der Film, bis 08.05.2022 in der Mediathek abrufbar, informiert über die Arzneimittelproduktion in Asien (bzw. China) und beschreibt inakzeptable hygienische Verhältnisse im Umfeld der Pharmafabriken. > http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=7&t=22744  – Dort kaufen europäische Pharmaunternehmen preiswert ein und verwenden die Produkte in ihren eigenen Präparaten. – Der Film verdient (auch) im Zusammenhang mit der Rückrufaktion zu den „Valsartan“-Präparaten (siehe dazu u.a. unter >  http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=6&t=16447&p=104508#p104465  ) allerhöchste Aufmerksamkeit. Folgerungen der verantwortlichen Behörden erscheinen überfällig! – Die Rückrufaktion zu „Valsartan“-Produkten hat Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk Veranlassung gegeben, am 22.07.2018 das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) anzuschreiben und auf die Problem zwecks entsprechender Folgerungen aufmerksam zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

Werner Schell

 

Bildergebnis für fotos vom logo des pro pflege selbsthilfenetzwerks

 

 

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Unabhängige und gemeinnützige Initiative

Vorstand: Werner Schell – Harffer Straße 59 – 41469 Neuss

Tel.: 02131 / 150779 – Fax: 02131 / 167289

E-Mail: ProPflege@wernerschell.de

Internet: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

22.07.2018 

An das

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
53175 Bonn

Telefon: +49 (0)228 99 307-0
Telefax: +49 (0)228 99 307-5207
E-Mail: poststelle@bfarm.de

 

Nachrichtlich:

An das Bundesgesundheitsministerium

Bundesärztekammer / Bundesapothekerkammer

GKV-Spitzenverband …

Verbraucherzentrale Bundesverband

Medien

Valsartan: chargenbezogener Rückruf valsartanhaltiger Arzneimittel, deren Wirkstoff von dem chinesischen Hersteller Zhejiang Huahai Pharmaceuticalproduziert wurde

Quelle: https://www.bfarm.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2018/pm5-2018.html

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben sich u.a. in einer Mitteilung vom 05.07.2018 zu dem o.a. Wirkstoff geäußert und eine umfängliche Rückrufaktion eingeleitet. Mittlerweile scheint es so, dass Ärzte, Apotheken und Krankenkassen verstanden haben, dass schnellstmöglich eine Umstellung bei den Präparaten geboten ist. Ich kann aber nicht erkennen, dass sich die von der Rückrufaktion betroffenen Pharmaunternehmen in irgendeiner Weise besonders betroffen äußern oder gar Entschuldigungen für die möglicherweise schädlichen Medikamente formuliert haben. Nehmen diese auch bei den Patienten vorhandenen Präparatepackungen gegen Entschädigung zurück?

Es fragt sich nun, ob das „Valsartan“-Problem nur eines von vielen ist. Denn mit der Buchveröffentlichung von Daniel Harrich, Danuta Harrich-Zandberg: „Pharma-Crime – Kopiert, gepanscht, verfälscht – Warum unsere Medikamente nicht mehr sicher sind“ (Näheres unter > http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=6&t=22153 ) gab es bereits ausreichend Hinweise über die mängelbehafteten Zulieferungen aus dem asiatischen Raum. Wie es scheint, beschränken sich die deutschen Pharma-Unternehmen darauf, von den Zulieferfirmen Erklärungen entgegen zu nehmen, dass nach den Regeln der pharmazeutischen Wissenschaft gearbeitet bzw. produziert worden ist. Dies scheint aber spätestens mit der Herausgabe der genannten Veröffentlichung nicht mehr vertretbar und ausreichend (es gab dazu auch TV-Sendungen).

Es sind weitergehende Bemühungen im Zusammenhang mit der gebotenen Sorgfalt erforderlich und vor allem eigene regelmäßige Kontrollen der deutschen Pharmaunternehmen am Ort der asiatischen Produzenten. Ggfs. müssen die Geschäftsbeziehungen beendet werden, auch dann, wenn damit letztlich eine Verteuerung der Medikamente eintreten sollte. Die deutschen Patienten haben einen Anspruch darauf, mit einwandfrei produzierten Medikamenten versorgt zu werden.

Ich frage hiermit, ob und und ggfs. inwieweit Ihrerseits in ähnlicher Weise auf die deutschen Pharma-Unternehmen eingewirkt worden ist. Es kann ja nicht sein, dass mit der bloßen Rückrufaktion alles erledigt ist. Der von hier mit zwei Pharma-Unternehmen geführte Schriftwechsel zur Angelegenheit führte zu nichts. 

Es ist eventuell daran zu denken, Strafanzeige (gegen Unbekannt) zu erstatten. Denn damit kann ggf. öffentlichkeitswirksam auf das allgemeine Problem der möglicherweise nicht mit der gebotenen Sorgfalt entsprechenden Produktionsweise, auch bei anderen Medikamenten, aufmerksam gemacht werden. Die zitierte Veröffentlichung legt die Missstände offen und gibt zu allergrößten Besorgnissen Anlass. Medikamente sollen doch zur Gesundung beitragen, und nicht etwa kränker machen!

Mit freundlichen Grüßen

Werner Schell – Diplom-Verwaltungswirt – Oberamtsrat a.D. – Buchautor/Journalist – Dozent für Pflegerecht

Mitglied im Verband der Medizin- und Wissenschaftsjournalisten e. V.http://www.medizinjournalisten.de/ 
http://www.wernerschell.de – Pflegerecht und Gesundheitswesen

Infos auch bei https://www.facebook.com/werner.schell.7 bzw. https://twitter.com/SchellWerner

 

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Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.

ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.

ist Unterstützer von „Bündnis für GUTE PFLEGE„.

ist Unterstützer der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen„.

tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.

unterstützt im Rahmen der Selbsthilfe auch Patienten mit Schlaganfall einschließlich deren Angehörige.

ist Mitgründer und Mitglied bei „Runder Tisch Demenz“ (Neuss).

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