Der AKU-Gronau im BBU informiert zu 32 Jahre Sonntagsspaziergänge an der Gronauer Urananreicherungsanlage!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben hat uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) über den Pressesprecher des BBU, dem Kollegen Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=bbu%2Budo%2Bbuchholz), eine Pressemitteilung des AKU-Gronau zum Thema „Unermüdlich: 32 Jahre Sonntagsspaziergänge an der Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA)“ erhalten.

Wir haben diese Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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AKU-Gronau informiert:

Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Mitglied im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V.
c/o Siedlerweg 7
48599 Gronau

Pressemitteilung:

05.11.2018

Unermüdlich: 32 Jahre Sonntagsspaziergänge an der Gronauer
Urananreicherungsanlage (UAA)

Mitglieder mehrerer Anti-Atomkraft-Initiativen aus Gronau und den
Kreisen Borken und Steinfurt, aus der Grafschaft Bentheim sowie aus
Enschede (NL) trafen sich am Sonntag (4. November 2018) wie an jedem
ersten Sonntag im Monat um 14 Uhr zum Sonntagsspaziergang an der
Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA). Und das jetzt schon seit 32 Jahren.

Die monatlich stattfindenden Sonntagsspaziergänge an der Gronauer UAA
zählen zu den bundesweit ältesten und kontinuierlichsten Protestaktionen
der Anti-Atomkraft-Bewegung. Sie richten sich besonders gegen den
Weiterbetrieb der Gronauer Urananreicherungsanlage sowie gegen die damit
verbundenen Urantransporte.

Im Rahmen einer Umweltwoche der Stadt Gro­nau fand Ende September 1986,
nur wenige Monate nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl, erstmalig ein
Protest-Sonntagsspaziergang an der UAA Gronau statt. Der nächste wurde
am ersten Sonntag im No­vember 1986 durchgeführt und seitdem wurden
ununterbrochen immer am ersten Sonntag im Monat Sonntagsspaziergänge an
der bundesweit einzigartigen Uranfabrik durchgeführt. Für das leibliche
Wohl bei den Sonntagsspaziergängen sorgt seit einigen Jahren die
VolksKüche Schüttorf – mit Kaffee und leckerem Kuchen.

Unter den rund 20 Aktiven, die an diesem Sonntag zur
Urananreicherungsanlage kamen, waren auch einige Unentwegte, die schon
vor 32 Jahren an den ersten Spaziergängen teilgenommen haben. Andere
Teilnehmerinnen und Teilnehmer nehmen erst seit einigen Monaten an den
Spaziergängen teil. Sie alle verbindet der Wunsch nach einer möglichst
umweltfreundlichen Energieversorgung, also ohne Atomenergie und ohne
Kohlekraftwerke.

Schulterschluss von Anti-Atomkraft-Initiativen und der Friedensbewegung

Aktuell fand der Sonntagsspaziergang im Rahmen bundesweiter Aktionstage
der Friedensbewegung statt, die vom 1. – 4.11. durchgeführt wurden. Bei
den Aktionen zur Stilllegung der Urananreicherungsanlage kommt es immer
wieder zum Schulterschluss von Anti-Atomkraft-Initiativen und der
Friedensbewegung. Wiederholt fanden zum Beispiel in den letzten Jahren
immer am Karfreitag gemeinsame Ostermärsche zur Gronauer
Urananreicherungsanlage statt.

Die vielfältigen Proteste gegen die Gronauer Uranfabrik und gegen den
Betreiberkonzern Urenco, an dem auch RWE und E.ON beteiligt sind, haben
dazu geführt, dass sich auch die Bundespolitik mit der Zukunft der
Urananreicherungsanlage befasst. Bei einer Anhörung des
Umweltausschusses der Bundesregierung in Berlin standen dabei im Oktober
Gesetzesentwürfe zur Stilllegung der Uranfabriken in Gronau und Lingen
auf der Tagesordnung.

Mit dem Betrieb der Gronauer Uranfabrik sind zahlreiche Gefahren verbunden

Mit dem Betrieb der Gronauer Uranfabrik sind zahlreiche Gefahren
verbunden. Mehrere Störfälle haben sich bereits in der Anlage ereignet
und weitere können sich ereignen. In der Anlage fällt bei der Produktion
Atommüll an, die Anlage könnte zur Produktion von atomwaffentauglichem
Uran umgerüstet werden, der Anlagenbetrieb setzt den menschen- und
umweltfeindlichen Uranabbau voraus und der ganze Anlagenbereich
(inclusive Uranfreilager, in dem zigtausende Tonnen hochgefährliches
Uranhexafluorid lagern) ist nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert.

Der nächste Sonntagsspaziergang an der Gronauer Urananreicherungsanlage
findet am ersten Sonntag im Dezember statt (2. Dezember), dann wieder
traditionell als Nikolaus-Spaziergang. Erfahrungsgemäß wird dann der
Anti-Atomkraft-Nikolaus wieder die SpaziergängerInnen mit kleinen
Präsenten für ihr Durchhaltevermögen „belohnen“.

Weitere Informationen:

http://www.enschedevoorvrede.nl

https://abruesten.jetzt

http://www.nrw.dfg-vk.de

https://bbu-online.de/Presse.htm

https://www.ippnw.de/atomenergie.html

https://www.facebook.com/AKU.Schuettorf

https://hambacherforst.org

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