Der BBU berichtet über die erfolgreiche Mahnwache gegen Wiederinbetriebnahme der Uranfabrik in Lingen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir eine weitere Pressemitteiling des BBU über dessen Vorstandsmitglied und Pressesprecher Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=bbu+udo+buchholz) erhalten.

Diese enthält einen Bericht aus Lingen über die erfolgreiche Mahnwache gegen Wiederinbetriebnahme der Uranfabrik.

Des Weiteren wird darin die Sorge vor weiteren Störfällen und die Fortsetzung der Proteste angekündigt.

Wir haben die komplette Pressemitteiluing nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-


Foto zeigt die Mahnwache an der Brennnelementefabrik in Lingen, 05.02.2019

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BBU-Pressemitteilung vom 06.02.2019:

Lingen: Mahnwache gegen Wiederinbetriebnahme der Uranfabrik / Sorge vor
weiteren Störfällen / Proteste gehen weiter

(Bonn, Lingen, Hannover, 06.02.2019) Mit einer spontanen Mahnwache haben
Anti-Atomkraft-Initiativen am Dienstag-Abend vor der Brennelementefabrik
von Framatome/ANF in Lingen gegen deren Wiederinbetriebnahme
demonstriert. Kurzfristig hatte der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
zur Teilnahme an der Aktion aufgerufen. An dem Protest beteiligte sich
auch Udo Buchholz vom Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen
Umweltschutz (BBU). Buchholz befürchtet, dass sich in der nächsten Zeit
weitere Störfälle in der bundesweit einzigen Brennnelementefabrik
ereignen. Ebenso wie der Elternverein Restrisiko Emsland,der AKU
Schüttorf und weitere Initiativen, fordert auch der BBU die sofortige
Stilllegung der Brennelementefabrik.

Am Montag (4.2.19) war bekannt geworden, dass das Niedersächsische
Umweltministerium bereits Ende letzter Woche die Wiederinbetriebnahme
der umstrittenen Brennelementefabrik in Lingen genehmigt hatte. Die
Anlage wurde nach einem Brandin einem Laborbereich der Anlage am 6.12.18
vorläufig außer Betrieb genommen. Die Initiativen und der BBU
kritisieren massiv die Erteilung der neuen Genehmigung. Sie halten es
nicht für hinnehmbar, dass jetzt weiterhin in Lingen Brennstäbe für
Atomkraftwerke in zahlreichen Ländern hergestellt werden. Außerdem
wurden viele Fragen aus den Reihen der Anti-Atomkraft-Bewegung rund um
den Brand im Dezember von Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies sowie
von Bundesumweltministerin Svenja Schulze noch nicht beantwortet. .

Nach Auffassung des BBU ist die Wiederinbetriebnahme der Anlage das
sprichwörtliche „Spiel mit dem Feuer“. In der Vergangenheit gab es in
der Lingener Brennelementefabrik bereits zahlreiche Störfälle, bisher
ca. 150. Am 6. Dezember 2018 hat sich mit einem Brand dort der wohl
bisher schwerste Störfall ereignet. Die Initiativen und der BBU
befürchten, dass der Betrieb mit weiter zunehmendem Alter der Anlage
noch unsicherer wird.

Lingen-Resolution: Für die sofortige Stilllegung des AKW Lingen 2 und
der Brennelementefabrik

Und Udo Buchholz vom BBU-Vorstand betont, dass der in Lingen an mehreren
Stellen bereits vorhandene Atommüll die Bevölkerung weiterhin belasten
wird. Möglicher­weise droht dem Emsland oder der Grafschaft Bentheim
auch der Bau eines Endlagers für hochradioaktiven Atommüll. Die
Bürgerinitiativen und der BBU sind sich einig: Auf jeden Fall muss die
weitere Atommüllproduktion im Atomkraftwerk Lingen 2 und durch die
Brennelementefabrik gestoppt werden! Um dieses Ziel zu erreichen, werden
die Proteste gegen die Atomanlagen in Lingen fortgesetzt. Aktuell möchte
der BBU weitere Initiativen und Verbände aus dem Emsland, aber auch
überregional, als unterstützende Organisationen für die
„Lingen-Resolution“ gewinnen. Mit der Lingen-Resolution wird von der
Landesregierung in Hannover und von der Bundesregierung die sofortige
Stilllegung der Lingener Brennelementefabrik und des AKW Lingen 2
gefordert. Bisher haben bereits über 350 Organisationen die
Lingen-Resolution unterschrieben. Mehr dazu unter https://bbu-online.de.
Direktlink:
https://bbu-online.de/AK%20Energie/Aktuelles%20AK%20Energie/Lingen-Resolution%202018.pdf

Weitere Informationen zur Brennelementefabrik in Lingen (u. a.
Fragenkatalog des AKU Schüttorf anMinister Lies zum Brand im Dezember):

https://sofa-ms.de/?p=1370

https://bbu-online.de/Presse.htm

http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2019/brennelemente-fabrik-lingen-eiertanz-der-politik.html

http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/abschaltung-der-atomfabriken-waere-gratis-zu-haben.html

https://www.facebook.com/AKU.Schuettorf

Engagement unterstützen

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um
Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse
Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33.

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter
http://www.bbu-online.de und telefonisch unter 0228-214032.

Die Facebook-Adresse lautet:  www.facebook.com/BBU72

Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str.
55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen,
Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat
seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und
engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die
themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken.
Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche
Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen
die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für
umweltfreundliche Energiequellen.

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