Der BBU teilt mit, dass nach seiner Auffassung der unbefristete Betrieb der Uranfabriken unverantwortlich und nicht hinnehmbar ist! Für Karfreitag 2019 ruft er deshalb wieder zum Ostermarsch zur Gronauer Uranfabrik auf!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben erreicht uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine weitere Pressemitteilung des BBU über dessen Vorstandsmitglied und Pressesprecher, dem Kollegen Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+bbu).

Darin äussert Der BBU das nach seiner Auffassung der unbefristete Betrieb der Uranfabrikenunverantwortlich und nicht hinnehmbar ist! Er übt massive Kritik an Bundestagsbeschluss und ruft für Karfreitag 2019 wieder zum Ostermarsch zur Gronauer Uranfabrik auf.

Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Pressemitteilung des BBU vom 15.03.2019

Das Foto zeigt den Ostermarsch 2017 zur Urananreicherungsanlage Gronau (14.4.2017)

Uranfabriken: Massive Kritik an Bundestagsbeschluss / Karfreitag wieder
Ostermarsch zur Gronauer Uranfabrik

(Berlin, Düsseldorf, Hannover, Bonn, 15.03.2019) Der Bundesverband
Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) kritisiert massiv den
Bundestagsbeschluss, dass die umstrittenen Uranfabriken in Gronau und
Lingen unbefristet weiter laufen sollen. Am Donnerstag (14. März 2019)
hat eine große Mehrheit der Bundestagsabgeordneten Stilllegungsanträge
der Linksfraktion sowie der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen abgelehnt.

https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Borken/Gronau/3702244-Trittin-kritisiert-Weiterbetrieb-Bundestag-lehnt-Schliessung-der-Urananreicherungsanlage-ab

https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/urananreicherung-gronau-bundestag-100.html

Nach Auffassung des BBU ist der unbefristete Betrieb der Uranfabriken
unverantwortlich und nicht hinnehmbar. „Die Anti-Atomkraft-Bewegung wird
nicht tatenlos zusehen, wie in Gronau und Lingen weiterhin
Nuklearbrennstoffe für Atomkraftwerke in aller Welt, aber auch in großen
Mengen Atommüll, produziert werden“, so das Gronauer
BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz in einer aktuellen Pressemitteilung
des BBU.

Ebenso wie Atomkraftwerke sind auch Uranfabriken mit verschiedensten
Gefahren behaftet. Die Anlagen in Gronau und Lingen arbeiten beide mit
der hochgefährlichen Sibstanz uranhexafluorid. Beide Anlagen sind nicht
gegen Flugzeugabstürze gesichert und in Gronau wird Atommüll in
Containern unter dem freien Himmel gelagert. Ende 2018 sorgte die
Brennelementefabrik in Lingen für Sorgen und Aufsehen, weil es dort
einen Brand gegeben hat. In dessen Folge wurde die ganze Anlage für zwei
Monate stillgelegt.

Mit ihrem Abstimmungsverhalten im Bundestag sind die Abgeordneten der
Großen Koalition von CDU/CSU und SPD ihrer ehemaligen
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks in den Rücken gefallen.
Gutachten, die noch während ihrer Amtszeit in Auftrag gegeben wurden,
belegen, dass durchaus die rechtliche Möglichkeit besteht, den
Uranfabriken die Betriebsgenehmigung zu entziehen.

https://www.ippnw.de/atomenergie/atomrecht/artikel/de/gutachten-uranfabriken-koennen-stil.html

Die Anti-Atomkraft-Bewegung wird sich weiterhin mit Nachdruck für die
Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage und der
Brennelementefabrik in Lingen einsetzen. Schon jetzt rufen u. a. der
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, das Aktionsbündnis Münsterland gegen
Atomanlagen und der BBU zur Teilnahme an einem Ostermarsch auf, der
Karfreitag (19.4.19) wieder vom Gronauer Bahnhof zur
Urananreicherungsanlage führen wird. Auftakt ist um 13 Uhr am Bahnhof.
Zuvor treffen sich bereits am 7. April traditionell
Anti-Atomkraft-Initiativen aus verschiedenen Orten zum monatlichen
Sonntagsspaziergang an der Gronauer Urananreicherungsanlage. Und in
Lingen wird weiterhin mit der „Lingen-Resolution“ die sofortige
Stilllegung der Brennelementefabrik und des AKW Emsland gefordert.
Mitdem Elternverein Restrisiko Emsland, weiteren Initiativen aus dem
Weser-Ems-Bereich und der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte
für die Verhütung des Atomkrieges (IPNW) haben bereits mehr als 350
Initiativen und Verbände die Resolution unterschrieben.

https://ostermarsch-gronau.de

https://bbu-online.de/AK%20Energie/Aktuelles%20AK%20Energie/Lingen-Resolution%202018.pdf

Bei ihren Protesten vernetzt sich die Anti-Atomkraft-Bewegung auch
weiterhin international. „Wir setzen uns grenzüberschreitend auch für
die Stilllegung der niederländischen Urananreicherungsanlage ein und
arbeiten auch gemeinsam mit belgischen Anti-Atomkraft-Initiativen, um
die Stilllegung der belgischen AKW zu erreichen“, so Udo Buchholz.

Engagement unterstützen

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um
Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse
Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33.

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter
http://www.bbu-online.de und telefonisch unter 0228-214032. Die
Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72
Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen,
Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat
seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und
engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die
themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken.
Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche
Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen
die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für
umweltfreundliche Energiequellen.

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