BBU und 5 weitere Organisatoren prangern die Irreführung des Bundestages durch Urenco-Mitarbeiter an!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir über den Pressesprecher und Vorstandsmitglied des BBU, dem Kollegen Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+bbu) eine Pressemitteilung eines ANTI-ATOM-BÜNDNISSES, das aus 6 Organisationen besteht, erhalten.

Darin prangert das Bündnis die Irreführung des Bundestags durch Urenco-Mitarbeiter an, weil sich der Verdacht offenbar erhärtet hat.

Wir haben diese Gemeinsame Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Pressemitteilung des Bündnisess:

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs/Ärzte in
sozialer Verantwortung)
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
SOFA (Sofortiger Atomaustieg) Münster

Gronau/Münster/Berlin, 10.April 2019

Irreführung des Bundestags durch Urenco-Mitarbeiter:
-Verdacht erhärtet sich offenbar
-heute weiteres Obleute-Treffen zur Aufklärung

Wie Anti-Atom-Initiativen aus Kreisen des Bundestags-Umweltausschusses
erfahren haben, erhärtet sich der Verdacht, dass ein inzwischen
ehemaliger Urenco-Mitarbeiter das Parlament durch eine gefälschte
Stellungnahme eines „Dr. Panto“ in die Irre führen wollte (die taz
berichtete). So wollte er offenbar Vorteile für die Firma Urenco im
westfälischen Gronau in der Gesetzes-Diskussion um einen Ausstieg aus
der Urananreicherung herbeiführen. Im Umweltausschuss ist nach
Information der Anti-Atomkraft-Initiativen inzwischen von einer
„Provokation des Parlaments“ die Rede, deren weitere Aufklärung in einer
Obleute-Sitzung am Mittwoch, 10. April vorangetrieben werden soll.

Atomkraftgegner fordern Aufklärung zum Fake-Brief

Die ursprüngliche Beratung des Vorfalls durch die Obleute des
Umweltausschusses wurde vergangene Woche auf Antrag der AfD vertagt, da
diese Kontakt zu Dr. Andreas Kronenberg aufgenommen habe, welcher die
falsche Stellungnahme an den Umweltausschuss verschickt hatte. Nach
Ansicht der Anti-Atomkraft-Initiativen wird die Aufklärung immer
drängender, sie fragen sich:

-„Wer aus dem Umweltausschuss hat die ursprüngliche ICAN-Stellungnahme
vor der offiziellen Veröffentlichung weitergereicht, so dass das Phantom
„Dr. Panto“ darauf reagieren konnte?“

-„In welcher Funktion hat Dr. Andreas Kronenberg für Urenco gearbeitet?
Und warum wurde sein Arbeitsverhältnis offenbar kurz nach dem Vorfall
beendet?“

-„Wussten die CDU in Schüttorf/ der Grafschaft Bentheim bzw. der
örtliche MdB Stegemann, dass ihr Parteimitglied Dr. Andreas Kronenberg
Stellungnahmen an den Umweltausschuss verschickt und neuerdings offenbar
Kontakt zur AfD hat?“

-„Was hatte die AfD mit Dr. Andreas Kronenberg zu besprechen, bevor die
Aufklärung des Vorfalls im Bundestag weitergeht?“

Christina Burchert, vom Arbeitskreis Umwelt Schüttorf fordert: „Der
Umweltausschuss muss die offenen Fragen nun rasch aufklären und die
gefakte Stellungnahme als solche in den Bundestags-Unterlagen kenntlich
machen.“ Es kann nach Ansicht der AtomkraftgegnerInnen nicht sein, dass
Mitarbeiter von Atomkonzernen eine Friedensorganisation wie ICAN im
Bundestag diskreditieren, um so Vorteile für ihre eigenen Unternehmen zu
erlangen.

  1. April: Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage Gronau

Die Vorbereitung des Ostermarsches, bei dem für einen Ausstieg aus der
Urananreicherung und Ächtung vonAtomwaffen demonstriert wird, laufen auf
Hochtouren.Verschiedene Umwelt- und Friedensgruppen rufen zur Teilnahme
am Karfreitag, 19. April 2019, zur Urananreicherungsanlage Gronau auf.
Auftakt ist um 13 Uhr am Gronauer Bahnhof.

Aktuelle Infos zum Gronauer Ostermarsch unter:

https://www.taz.de/Urenco-Uranfabrik-in-Gronau/!5583434/

https://www.taz.de/Lobbyist-will-den-Bundestag-reinlegen/!5581984/

https://www.taz.de/Urananreicherung-in-Gronau/!5579430/

Weitere Infos:

http://www.urantransport.de

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