Über Kollegen Udo Buchholz erhielten wir eine Pressemitteilung darüber, dass 6 Anti-Atomkraft-Initiativen die Verfahrenseinstellung gegen fünf Atomkraftgegner/Innen fordern, die eine Anklageschrift wegen der Uranzug-Blockade 2017 bei Gronau erhalten haben!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) hat uns über den Kollegen Udo Buchholz, dem Pressesprecher und Vorstandsmitglied des BBU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=bbu+udo+buchholz), eine Pressemitteilung von 6 Umweltorganisationen erreicht.

Diese Anti-Atomkraft-Initiativen fordern die Verfahrenseinstellung gegen fünf Atomkraftgegner/Innen, die eine Anklageschrift wegen Uranzug-Blockade 2017 bei Gronau erhalten haben.

Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Gemeinsame Pressemitteilung von 6 ANTI-ATOM-INITIATIVEN:

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
SOFA (Sofortiger Atomaustieg) Münster
IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkrieges – Ärzte in
sozialer Verantwortung)

Gronau/Schüttorf/Münster/Berlin, 29. April 2019

Anklageschrift wegen Uranzug-Blockade 2017 bei Gronau

  • Amtsgericht Steinfurt: Fünf AtomkraftgegnerInnen betroffen
  • Anti-Atomkraft-Initiativen fordern Verfahrenseinstellung

Das Amtsgericht Steinfurt hat jetzt fünf AtomkraftgegnerInnen eine
Anklageschrift zugestellt. Dabei wird ihnen in Zusammenhang mit der
Blockade eines Uranzugs zur Urananreicherungsanlage Gronau im Oktober
2017 eine „Störung öffentlicher Betriebe“ sowie „Sachbeschädigung“
vorgeworfen. Damals hatte der Uranzug wegen zweier Ankettaktionen rund
17 Stunden zwischen Burgsteinfurt und Gronau stillgestanden.
Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Münsterland fordern die Einstellung
der Verfahren.

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Protestaktionen gegen
die Uranzüge von und zur Urananreicherungsanlage Gronau, darunter auch
mehrere Abseil- und Ankettaktionen. Im vorliegenden Fall hatten sich die
AtomkraftgegnerInnen an Betonblöcke gekettet.

Die Urananreicherungsanlage Gronau ist für die Belieferung von ca. 10%
des Weltmarktes mit angereichertem Uran zuständig, u. a. aktuell für die
Rissereaktoren in Belgien und die maroden Alt-Reaktoren nahe der
Kampfzone in der Ukraine, bis 2011 auch für den Fukushima-Betreiber
Tepco. Die Bundesregierung hat die Urananreicherungsanlage jedoch vom
Atomausstieg ausgenommen, sodass ein Weiterbetrieb der Atomanlage über
das Jahr 2022 hinaus zu befürchten ist.

„Im Schnitt alle zwei Wochen fährt ein völlig ungesicherter Uranzug von
und zur Urananreicherungsanlage, ohne dass die Öffentlichkeit jemals
informiert würde. Selbst die örtlichen Feuerwehren sind im Regelfall
nicht informiert. Die Bundesregierung möchte den atomaren Alltag im
westlichen Münsterland so weit wie möglich verschleiern. Die
AktivistInnen haben mit ihrer Aktion diese gefährlichen Atomtransporte
öffentlich sichtbar gemacht. Sie haben auch verdeutlicht, dass es in
Gronau gar keinen Atomausstieg gibt, wenn die zivil und militärisch
brisante Urananreicherung einfach weiterlaufen soll. Eigentlich sollte
die Bevölkerung von der Bundes- und Landesregierung vor den Gefahren der
Atomenergie geschützt werden. Das passiert aber nicht. Wir fordern
deshalb die Einstellung der Verfahren,“ so Matthias Eickhoff vom
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Kontakte:

Matthias Eickhoff, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Tel.
0176-64699023

Christina Burchert, Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf, Tel. 0171-2804110

Weitere Infos:

www.bbu-online.de, www.sofa-ms.de, www.urantransport.de

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