WeMove.EU klärt auf: 850.000 Arbeiter/Innen warten seit fünf Jahren vergeblich auf FAIRE LÖHNE bei H&M!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

und wieder haben wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine Kampagne von WeMove.EU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=wemove.eu) zu H&M (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=h%26m) erhalten.

850.000 Arbeiter/Innen warten seit fünf Jahren vergeblich auf FAIRE LÖHNE bei H&M!

Wir haben die Kampagne von WeMove.EU nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „KAMPAGNEN“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/kampagnen) archiviert.

MACHT BITTE ALLE MIT!

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

Bildergebnis für fotos vom logo von wemove.eu

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WeMove.EU informiert:

H&M verspricht faire Löhne, zahlt sie aber nicht. Es geht um 850.000 Textilarbeiter. Helfen wir ihnen.
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Vor fünf Jahren sagte H&M seinen Textilarbeiterinnen und -arbeitern angemessene Löhne zu. Aber bis heute ist nichts passiert. Deshalb werden Aktivisten, die H&M-Aktien gekauft haben, nächste Woche die Aktionärsversammlung an dieses Versprechen erinnern. Helfen Sie mit, Aktionäre für faire Löhne zu gewinnen!

Hallo Manni Engelhardt,

850.000 Arbeiter/innen warten seit fünf Jahren vergeblich auf faire Löhne, die H&M versprach ab 2018 zu zahlen. Kommende Woche treffen sich die Aktionäre zur Jahreshauptversammlung. Wir wollen ihnen klar machen, dass sie auch darüber entscheiden, ob 850.000 Menschen weiterhin von Armutslöhnen leben müssen oder nicht.

Die Aktionäre kommen einmal im Jahr zusammen. Der Raum wird voll sein mit Vertreter/innen von Banken, Versicherungen und Pensionsfonds. Sie werden sich über die satten Gewinne von H&M freuen. Aber dieses Mal werden sie auch hören müssen, was Aktivistinnen und Aktivisten zu sagen haben. Die haben sich ein kleines Aktienpaket gesichert, das ihnen Rederecht verschafft.

Als Aktionäre haben sie auch das Recht, Vorschläge zu unterbreiten. Und das haben sie getan: Auf der Tagesordnung und zur Abstimmung steht, die Dividende 2018 zur Erhöhung der Löhne einzusetzen. Die Mehrheit der Aktionäre muss dafür stimmen, damit sich endlich etwas ändert. Machen wir Ihnen Druck: Schicken auch Sie den Verantwortlichen über Twitter und Facebook Nachrichten.

Gemeinsam können wir Ihnen zeigen, dass uns nicht egal ist, unter welchen Bedingungen Kleidung produziert wird. Dass wir nicht vergessen haben, was H&M 2013 versprochen und bis heute nicht eingelöst hat. Dass Textilarbeiter/innen einen Lohn erhalten müssen, der ihnen mehr als bloßes Überleben sichert.

Und wir wissen, dass Druck wirkt. Gestern hat Sasja Beslik von der Bank Nordea, einem der von uns angestrebten Aktionäre, angekündigt, dass er unseren Vorschlag zu 1000% unterstützt!

Arbeiterinnen und Arbeiter in Bulgarien zum Beispiel, die für H&M nähen, arbeiten oft zwölf Stunden am Tag und sieben Tage die Woche. Mit vielen Überstunden schaffen sie es auf ein durchschnittliches Einkommen von 259 Euro im Monat (Stundenlohn: weniger als 1,50 Euro) – die Armutsgrenze der EU liegt bei 375 Euro. Auch der gesetzliche Mindestlohn in EU-Mitgliedsland Bulgarien wird nicht erreicht. [1]

Nach internationalen Protesten hatte sich H&M 2013 verpflichtet, den weltweit 850.000 Textilarbeiter/innen, die oft bei Subunternehmen arbeiten, innerhalb von fünf Jahren einen angemessenen Lohn zu garantieren. [2] Passiert ist nichts: Das Unternehmen setzt offenbar auf Vergessen. Dabei könnte der Moderiese sein Versprechen so leicht einlösen: Die Gewinne von über zwei Milliarden Euro im Jahr 2017 hätten faire Löhne erlaubt – und zwar mühelos. [3]

Genau darauf wollen wir bei der Versammlung hinweisen. Helfen Sie mit, die Aktionäre jetzt an ihre Verantwortung zu erinnern. Je mehr Nachrichten sie unmittelbar vor der Versammlung erhalten, die gerechte Löhne fordern, desto größer sind unsere Erfolgschancen. Diejenigen, die durch harte Arbeit in den Fabriken Gewinne mit erwirtschaften, sollen anständig entlohnt werden.

Banken und Versicherungen, denen Aktienpakete von H&M gehören, sind auf uns als Kundinnen und Kunden angewiesen. Sie scheuen das Rampenlicht, wenn es darum geht, wie sie ihre Gewinne einsetzen: als angemessene Entlohnung ihrer Arbeiter/innen oder eigene Kapitalvermehrung. Die Aktionärsversammlung bietet die seltene Chance, sie genau in dieses Rampenlicht zu stellen.

Helfen Sie uns dabei, indem Sie gemeinsam mit vielen anderen heute Nachrichten über Facebook und Twitter an die Aktionäre senden und sie an ihr Versprechen erinnern. Sie sollen ihre Wahl gut überlegen, bevor sie über unseren Vorschlag abstimmen. 259 Euro im Monat reichen nicht, um Grundbedürfnisse wie Wohnen, Ausbildung und Gesundheitsversorgung zu bezahlen. Wir werden ihnen von Menschen berichten, die es sich „nie leisten können, einen Film im Kino zu sehen, [und] ihre Kinder selten sehen“, wie ein Werksarbeiter von H&M berichtet. [4].

Mit Hoffnung,

Jörg Rohwedder (Lübeck)
Virginia López Calvo (Madrid)
Marta Tycner (Warschau)
Alexandre Naulot (Marseille)
Giulio Carini (Rom)
für das gesamte WeMove.EU-Team 

P.S.: Eine Gruppe von Demonstranten wird am Eingang der Aktionärsversammlung auf den H&M-Generaldirektor Karl-Johan Persson warten und ihm unseren Appell samt Unterschriften übergeben. Viele Aktionäre werden die Forderungen dann schon kennen – auch dank Ihrer Nachrichten: Jetzt Nachricht senden.

Referenzen:
[1] https://turnaroundhm.org/static/hm-wages-september2018-full-107815e8a7bc3bd4ffbfeca3426f1dcd.pdf
https://ec.europa.eu/eurostat/web/products-datasets/product?code=tessi014
[2] https://turnaroundhm.org/static/background-hm-roadmap-0f39b2ebc3330eead84a71f1b5b8a8d4.pdf
[3] https://about.hm.com/content/dam/hmgroup/groupsite/documents/en/cision/2018/01/2110334_en.pdf
http://about.hm.com/content/dam/hmgroup/groupsite/documents/en/Digital%20Annual%20Report/2017/Annual%20Report%202017.pdf
[4] https://turnaroundhm.org/static/hm-wages-september2018-full-107815e8a7bc3bd4ffbfeca3426f1dcd.pdf

&qid=139490482″ rel=“nofollow“ color:#941b80;text-decoration:none“> WeMove.EU ist eine Bürgerbewegung, die sich für ein besseres Europa einsetzt; für eine Europäische Union, die sich sozialer Gerechtigkeit verpflichtet fühlt; die für ökologische Nachhaltigkeit und bürgernahe Demokratie steht. Wir sind Menschen unterschiedlicher Lebensläufe, Kulturen und Religionen, die Europa ihr Zuhause nennen – egal, ob wir in Europa geboren wurden oder anderswo. Wenn Sie sich aus unserem Verteiler austragen möchten, klicken Sie bitte hier.

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