Kollege Udo Buchholz vom BBU teilt im Auftrag von 6 Organisationen mit, dass am 04. August 2019, 13.00 Uhr, in Gronau eine Protestkundgebung gegen die Urananreicherung mit Zentrifugaltechnik geben wird!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben hat uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine Pressemitteilung des BBU und weiterer 5 Organisationen über dessen Vorstandsmitglied und Pressesprecher Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+bbu) erreicht.

Darin weist der BBU darauf hin, dass am 04. August 2019, 13.00 Uhr, eine  Kundgebung an Urananreicherungsanlage Gronau stattfinden wird.

Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Kollege Udo Buchholz teilt mit:

Sehr geehrte Damen und Herren,

während die Urananreicherung im Iran international umstritten ist, ist
hierzulande kaum bekannt, dass in der Bundesrepublik Deutschland (und
auch in der niederländischen Nachbarschaft) Uran mit der
Zentrifugentechnik angereichert wird.

Aus aktuellen Anlässen findet am 04. August vor der bundesweit einzigen
Urananreicherungsanlage in Gronau (Westfalen) eine überörtiche
Kundgebung statt. Mehr dazu nachstehend.

Mit freundlichen Grüßen

Udo Buchholz, AKU Gronau + BBU-Pressereferent

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Foto im Anhang zeigt den Protest gegen Atomwaffen vor der
Gronauer Urananreicherungsanlage

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schütttorf
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Internationale Ärzte für die Verhütung eines Atomkrieges/Ärzte in
sozialer Verantwortung (IPPNW)

Gemeinsame Pressemitteilung 24. Juli 2019

04. August 2019, 13 Uhr:

Kundgebung an Urananreicherungsanlage Gronau

„Kein atomares Wettrüsten – Urananreicherung sofort beenden – auch in
Gronau“

Friedens- und Anti-Atomkraft-Initiativen aus Westfalen und aus dem
Weser-Ems-Bereich rufen für Sonntag, 4. August 2019, um 13 Uhr zu einer
Friedenskundgebung vor der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage
im westfälischen Gronau auf. Auch der Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz (BBU), die Ärzteorganisation IPPNW und der
NRW-Landesverband der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte
KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) rufen zur Teilnahme an der Kundgebung
auf. Das Motto der Kundgebung lautet: „Kein atomares Wettrüsten –
Urananreicherung sofort beenden – auch in Gronau“. Die Initiativen und
Verbände warnen eindringlich vor einem neuen atomaren Wettrüsten.

Anlässe der Kundgebung sind erstens das Auslaufen des
INF-Mittelstreckenvertrags am 2. August sowie die Jahrestage der
Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki am 6. bzw. 9. August.
Zweitens kritisieren die Initiativen und Verbände die Aufkündigung des
Iran-Abkommens durch die USA, was die militärische Nutzbarkeit der
Urananreicherung erneut in den Mittelpunkt der politischen
Auseinandersetzung rückt. Der Iran hat nunmehr angefangen, höher
angereichertes Uran mit bis zu 20 % Uran 235 herzustellen. Die Gefahren
dieser unkontrollierten Urananreicherung sind nicht abzuschätzen.

Drittens lehnen die Initiativen und Verbände ausdrücklich die jetzigen
Versuche des auch in Gronau ansässigen Urananreicherers Urenco ab, in
den USA selbst Uran bis zu 20 % Uran 235 anreichern zu wollen. Damit
will auch der britisch-niederländisch-deutsche Urenco-Konzern den
gefährlichen Sektor zwischen ziviler und militärischer Nutzung der
Urananreicherung weiter beschreiten. Vor wenigen Tagen warnte Oliver
Meier, Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), gegenüber
der Deutschen Presse Agentur mit Blick auf den Iran vor einer solchen
Höheranreicherung: „Wer auf 20 Prozent angereichert hat, hat 90 Prozent
der Arbeitsschritte bis zum waffenfähigen Uran hinter sich.“

Die Initiativen und Verbände fordern deshalb von der Bundesregierung ein
Veto gegen diese unverantwortlichen Urenco-Pläne in den USA. Zudem
fordern sie von der Bundesregierung die Beendigung der Urananreicherung
in der Bundesrepublik Deutschland. „Wer im Iran und andernorts glaubhaft
für ein Ende der Urananreicherung und für Abrüstung werben will, muss
selbst mit gutem Beispiel vorangehen und zuhause freiwillig auf die
Urananreicherung verzichten. Das wäre ein international enorm wichtiges
politisches Signal – besonders in Zeiten, wo zentrale internationale
Abrüstungsabkommen auf der Kippe stehen. Die Urananreicherung in Gronau
wird beim Atomausstieg in der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr
benötigt, die Bundesregierung muss diese einmalige Chance nun nutzen,“
erklärte Udo Buchholz vom Arbeitskreis Umwelt Gronau und
Vorstandsmitglied beim Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz.

Kundgebungs-Aufruf:
Der gesamte Kundgebungs-Aufruf findet sich unter

https://bbu-online.de.

Direktlink:

https://bbu-online.de/Aktuelles/Aufruf%20PDF%20UAA-Kundgebung%2004.08.19.pdf

Weitere Informationen:

https://nrw.dfg-vk.de/startseite

Kontakte für Rückfragen:

Udo Buchholz (AKU Gronau / BBU): Tel. 02562-23125
Matthias Eickhoff (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen): Tel.
0176-64699023
Dr. Angelika Claussen (IPPNW): Tel. 0172-5882786

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