Der BBU fordert die sofortige Stilllegung der belgischen RISSE-ATOM-REAKTOREN und der Uranfabriken in Gronau und Lingen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK)  haben wir eine weitere Pressemitteilung des BBU über denn Vorstandsmitglied und Pressesprecher Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=bbu+udo+buchholz) erhalten.

Darin fordert der BBU alle belgischen AKW sofort stillzulegen. Und dies soll auch für die Uranfabriken in Gronau und Lingen gelten!

Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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BBU-Pressemitteilung, 30.07.2019

Alle belgischen AKW sofort stilllegen. Und auch die Uranfabriken in
Gronau und Lingen!

(Bonn, Berlin, Brüssel, Luxemburg 30.07.2019) Nach dem Urteil zu den
belgischen Atomreaktoren Doel 1 und Doel 2 des Gerichtshofes der
Europäischen Union (EuGH) vom Montag (29.07.2019) hat der Bundesverband
Bürgerinitiativen Umweltschutz seine grundsätzliche Forderung nach der
sofortigen Stilllegung aller belgischer Atomreaktoren an den Standorten
Doel und Tihange bekräftigt.

Das belgische Gesetz über die Verlängerung der Laufzeit der AKW Doel1
und Doel2 wurde ohne die erforderlichen vorherigen
Umweltverträglichkeitsprüfungenerlassen. Zwei belgische Vereinigungen,
Inter-Environnement Wallonie und Bond Beter Leefmilieu Vlaanderen, die
sich für den Schutz der Umwelt und des Lebensumfeldes einsetzen, hatten
sich juristisch gegen das belgische Gesetz über die
Laufzeitverlängerungder beiden Reaktoren zur Wehr gesetzt, weil die
Verlängerung ohne Umweltverträglichkeitsprüfung und ohne Beteiligung der
Öffentlichkeit beschlossen wurde.

EuGH-Pressemitteilung zu Doel 1 + 2 vom 29.07.2019:

https://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2019-07/cp190100de.pdf

In einer ersten Stellungnahme betonte BBU-Vorstandsmitglied Udo
Buchholz, dass nur die Stilllegung aller belgischen Atomkraftwerke zur
Sicherheit der Bevölkerung beitragen würde. Die Anti-Atomkraft-Bewegung
in Belgien, in den Niederanden und in der Bundesrepublik engagiert sich
schon lange für die Stilllegung der umstrittenen belgischen
Atomkraftwerke. Immer wieder wurden Mängel und Störfälle bekannt und
jeder einzelne der belgischen Reaktoren trägt zur Verschärfung der
Atommüllprobleme bei. Anfang Juli 2019 demonstrierten rund 4000 Personen
in Aachen mit einer Fahrraddemonstration gegen die belgischen AKW.

Von Bundesumweltministerin Svenja Schulze fordert der BBU, dass Sie sich
gegen die Versorgung der belgischen AKW mit Uran aus den Atomfabriken in
Gronau und Lingen zur Wehr setzen soll.

Am Sonntag (4. August) beginnt um 13 Uhr vor der Urananreicherungsanlage
in Gronau eine friedenspolitische Kundgebung, die sich auch gegen
Uranexporte von Gronau nach Belgien und in andere Länder richtet.

Hintergrundinformation zu den belgischen AKW und zu den Uranfabriken in
Gronau und Lingen:

https://www.bbu-online.de/presseerklaerungen/prmitteilungen/PR%202018/29.08.18.pdf

Aufruf zur Kundgebung in Gronau am 4.8.19:

https://bbu-online.de/Aktuelles/Aufruf%20PDF%20UAA-Kundgebung%2004.08.19.pdf

Engagement unterstützen

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um
Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse
Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33.

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet
unter http://www.bbu-online.de und telefonisch unter 0228-214032. Die
Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72
Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str.
55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen,
Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat
seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und
engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die
themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken.
Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche
Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen
die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für
umweltfreundliche Energiequellen.

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