Drei wichtige Beiträge vom 07.08.2019 in der AACHENER ZEITUNG! Grünenthal, Karstadt Kaufhof und Kronenbrot stellen für die arbeitenden Menschen ein Desaster dar!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir heute drei wichtige Mitteilungen aus der AACHENER ZEITUNG zur Kenntnis genommen, die wir Euch nicht vorenthalten möchten. Dies sind:

1. Zur Thematik „GRÜNENTAHL“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/grunenthal/)

2. Zur Thematik „KARSTADT KAUFHOF“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=karstadt+kaufhof)

3. Leserbrief zur Thematik „KRONENBROT“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=kronenbrot)

Zu 1.:

Bei Grünenthal drohen weitere Entlassungen

AACHEN Die Mitarbeiter des Aachener Pharmaunternehmens Grünenthal sollen Anfang nächster Woche darüber informiert werden, welche Auswirkungen die geplanten Umstrukturierungen haben werden. Auf Anfrage erklärte Grünenthal gestern, bislang sei keine Vereinbarung zwischen Geschäftsführung, Betriebsrat und Gewerkschaft unterzeichnet worden.

Seit 2017 haben bei Grünenthal mehr als 600 Menschen ihre Arbeit verloren, nach Recherchen unserer Zeitung war im Mai geplant, bis zu 435 weitere Mitarbeiter am Standort Aachen zu entlassen. Geschäftsführer Gabriel Baertschi, seit 2016 im Unternehmen, hatte erklärt, vor allem die Forschungsabteilung vollkommen neu aufstellen zu wollen. Betroffene Mitarbeiter interpretierten Baertschis Pläne eher so, als wolle er die Forschung, einst der Stolz des Unternehmens, mehr oder weniger ausgliedern. Der Betriebsrat hatte im Mai erklärt, „schockiert über den Umfang der geplanten Umstrukturierung“ zu sein.

Weltweit beschäftigt Grpnenthal 4900 Menschen, am Standort Aachen sind es noch etwa 1900 (gego)

Zu 2.:

Karstadt Kaufhof schließt mehrere Logistikstandorte

ESSEN Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof schließt zwei Logistikstandorte in Frechen und Erfurt sowie vier kleinere regionale Verteilzentren in Stuttgart, Würzburg, Hannover und Berlin. Der Interessensausgleich und der  Sozialplan dazu seien am Montag unterzeichnet worden, teilte das Unternehmen in Essen mit. Betroffen seien rund 600 Arbeitsplätze, war aus dem Unfeld des Konzerns zu erfahren. Karstadt hatte bereits 2018 angekündigt, die Logistik künftig zusammen mit dem Dienstleister Fiege neu aufstellen zu wollen. Der Konzern sieht in der Logistik auch für Drittkunden einen seiner wesentlichen Wachstumsgebiete für die Zukunft. Nach dem Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof sei es notwendig geworden, die vorhandenen Strukturen neu zu odnen. Der Interessenausgleich und Sozialplan ermögtlichten es, die für die Gesundung des Unternehmens notwendigen Synergien zu heben und erhebliche Einsparungen an Personal- und Sachkosten zu erzielen, betonte der Konzern. Damit könne auch ein künftiges Drittkundengeschäft zu wettbewerbsfähigen Konditionen betrieben werden. (dpa)

Zu 3.:

KRONENBROT

LESERIEFE

Viel früher das Desaster abwehren

Manfred Engelhardt aus Aachen meldet sich zum Artikel „Der letzte Gang, das letzte Hemd“ zu Wort.

Die Geschichte der Firma Kronenbrot ist 154 Jahre alt, aber in der jüngeren Zeit ist sie für die dort Beschäftigten ein Weg der Ungewissheit gewesen. Insolvenz und Niedergang drückten schon seit Monaten, und der Verlust der Arbeitsplätze war absehbar. Wie immer sind jetzt auch dort die Arbeitnehmer die eigentlich Leidtragenden, die ihren Job verlieren. Ob es Anschlussbeschäftigung gibt, ist mit einem großen Fragezeichen zu versehen. Wie schreibt es ihre Zeitung: „Fachkräfte werden überall gesucht, sagt der Mann von der Arbeitsagentur. Aber wohl nicht jeder werde einen nahtlosen Übergang finden.“ Und so wird es sein, dass besonders ältere Mitarbeiter es schwer haben werden, einen Anschlussjob zu finden. Dann ist der „freie Fall“ programmiert.

Es mutet sarkastisch an, wenn der Betriebsrat Guido Rick das letzte Hemd aufhängt und dabei in die Kamera lächelt. Die Belegschaft, der Betriebsrat und die Gewerkschaft hätten viel früher reagieren müssen, um dieses Desaster abwehren zu können. Aber das Sozialpartnerschaftsprinzip im real existierenden Kapitalismus hält wohl die meisten davon ab, tatsächlich den Kampf um den Erhalt von Arbeitplätzen zu führen.

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Und der letzte Satz dieses Leserbriefes macht deutlich, worin sämtliche Desaster für die arbeitenden Menschen begründet liegen!

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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