Kollege I. Giesen überstellt uns einen Artikel aus der Zeitung WN über Vorwürfe zu menschenunwürdigen Bedingungen beim Lieferdienst „Flaschenpost“!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir eine weitere Mitteilung des Kollegen Ingo Giesen (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=i.+giesen) erhalten. Darin präsentiert uns Kollege Giesen einen Artikel aus derWestfälischen Nachrichten. 
 
Der Klick auf den nachstehenden Link führt Euch direkt auf den Online.Beitrag, den wir nachstehend im Print gepostet haben.
 
 
Dem Kollegen Giesen sagen wir ein herzliches Dankeschön für diesen Beitrag.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 

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Kollege Giesen informiert:

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Freitag, 16.08.2019
 
Mitarbeiter beklagen Arbeitsbedingungen
 
Vorwürfe gegen Flaschenpost
 
von Pje Biederstädt
 
Münster. Sieben Seiten umfasst der mit Überlastungsanzeige“ überschriebender Brief, den eine Gruppe von Mitarbeitern des münsterischen Getränke-Lieferdienstes Flaschenpost kürzlich an die Unternehmensführung gerichtet hat.
 
Darin erheben siw schwere Vorwürfe. Bei Hitze hätten Fahrer ohne Klimaanlage in den Tranzportern Getränke ausliefern müssen, teilweise seien die Klimaanlage abgeklemmt worden um Energie zu sparen. Die saniären Einrichtungen seien in einem katastophalen Zustand““ heißt es weiter. Kalte Lager“ im Winter, hoher Zeitdruck beim Ausliefern, Aushilfs-oder Teilzeitjob statt Vollzeitstellen, ein funktionierender Betriebsrat existierte nicht- die Liste der Vorwürfe, die das Unternehmen allesamt zurückweist, ist lang. In dem offenen Brief der Mitarbeiter ist sogar die Rede von „menschenunwürdigen Zuständen“. Ob das Schreiben wirklich von Flaschenpost-Mitarbeitern kommt ist unklar, weil es anonym verfasst wurde. „Aufgrund der Schilderung und Erfahrungsberichte mehrerer Beschäftigter der Flashenpost in Münster aus den letzten eineinhalb Jahren halte ich den Brief für durchaus authentisch und für eine realistische Darstellung der Arbeitsbedingungen“, sagt Piet Meyer von der Gewerkschaft Nahrung ,Genuß, Gaststätten (NGG) in Münster. Vor allen die Probleme mit den Klimaanlagen in den Tranzportern und der Hygiene seien ihm von münsterischen Beschäftigten bestätigt worden.
Die Vorwürfe kratzen am Image des Unternehmens. Das Start-up aus Münster gilt seit dem Neustart 2016-gegründet wurde Flaschenpost von Dieter Büchel bereits 2014-als Erfolgsgeschichte. Das Konzept: Statt Getränkekisten selbst zu kaufen und zu tragen, bestellen Kunden die Getränke oneline. Binnen 120 Minuten, so das Versprechen, steht die Lieferung vor der Tür. In über ein dutzend Städten liefet das Unternehmen mittlerweile. Etwa 2000 Mitarbeiter beschäftigt Flaschenpost, davon über 500 in Münster. Investoren steckten bereis über 70 Millionen Euro in das Unternehmen.
Doch was ist dran an den Beschuldigungen? Auf Anfrage unserer Zeitung, widerspricht Flaschenpost den Anschuldigungen. Das Thema Klimaanlagen sei ein Relikt aus der Anfangsphase und bereits vor Jahren behoben worden, heißt es in dr Stellungnahme. Die Sanitäreinrichtungen würden von Reinigungsfirmen täglich gereinigt. Außerdem gebe es sehr wohl Vollzeitarbeitsplätze, wenngleich die Tätigkeit auch von vielen als Studenten-oder Übergangsjob genutzt werde. Darüber hinaus habe Flaschenpost entgegen der Darstellung einen Betriebsrat.“ Er ist nach Größe und Wahlverfahren entsprechend der gesetzlichen Regelungen zusammengesetzt“, heiß es. Aber: Flaschenpost hat seine Rechtsform Anfang des jahres von einer AG in eine SE, also in eine europäische Aktiengesellschaft  geändert. Damit, so der Vorwurf in dem Schreiben, sei die Mitgestaltung der Arbeitsbedingungen nicht existent. Gewerkschafter Meyer, der Teilnahmerecht in dem Betriebsrat hat, bestätigt: Auf die geschilderten Arbeitsbedingungen habe der SE-Betriebsrat „eigendlich keinerlei Einflussmöglichkeiten.“
 
Komentar:
Was nutzt ein Betriebsrat wenn er sich nicht einmal über dreckige Klos beschweren kann?
   Mit freundlichen Grüssen
              Ingo Giesen
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