Kollege Wolfgang Erbe informiert: Aus der Geschichte lernen heißt: Im Antifaschismus kann es keinen Antikommunismus geben – offener Brief an die VVN – BDA!

Liebe Kolleginne und Kollegen,

soeben erhalten wir über Kollegen Wolfgang Erbe (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=wolfgang+erbe) einen offenen Brief an die VVN-BdA (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=vvn-bda) nebst weiterer Anlagen.

Wir haben die komplette Mitteilung des Wolfgang nachstehend auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ANTIFA“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/antifa/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Kollege Wolfgang Erbe informiert:

Aus der Geschichte lernen heißt: Im Antifaschismus kann es keinen Antikommunismus geben – offener Brief an die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA e. V.)

Aus der Geschichte lernen heißt: Im Antifaschismus kann es keinen Antikommunismus geben – offener Brief an die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA e. V.)
 
Offener Brief an die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA e.V.) mit der Bitte um Diskussion in der gesamten Organisation und Mitgliedschaft
 
hierbei im Bezug auf die jüngere Geschichte unseres Verbandes
 
Aus der Geschichte lernen heißt:
 
Im Antifaschismus kann es keinen Antikommunismus geben – offener Brief an die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA e. V.)
 

Im Selbstverständnis heißt es:

Die VVN-BdA beschreibt sich als „überparteilicher Zusammenschluss“ von Frauen und Männern des Widerstands gegen den Nationalsozialismus, von überlebenden NS-Verfolgten, aber auch von Angehörigen der nachfolgenden Generationen, die die folgenden Zielsetzungen verbinden:

  • aus der Vergangenheit zu lernen,
  • für die „Vision einer antifaschistischen Zukunft“ einzutreten,
  • „für eine Welt ohne Rassismus, Antisemitismus, Nazismus und Militarismus, ohne Ausgrenzung, ohne Faschismus und Krieg“ tätig zu sein.

In diesen Anliegen bezieht sie sich auf den Schwur von Buchenwald als historischen Ausgangspunkt.[2]

Jedoch fassten bereits die Delegierten des Düsseldorfer Parteitags der SPD im September 1948 einen Unvereinbarkeitsbeschluss für die gleichzeitige Mitgliedschaft in SPD und VVN .* [33] Begründung: die VVN sei „kommunistisch unterwandert“.

Die SPD-Führung im Westen um den ehemaligen KZ-Häftling Kurt Schumacher, einen dezidierten Antikommunisten, hatte seinerzeit schon die Gründung der VVN abgelehnt und bereits im Mai 1948 mit einer antikommunistischen Pressekampagne des SPD-Vorstandsmitglieds Fritz Heine die zahlreichen nichtkommunistischen VVN-Funktionsträger zu „nützlichen Idioten“ der KPD und die von Peter Lütsches (CDU) redigierten VVN-Nachrichten zum kommunistischen Presseorgan erklärt.
 
 
* Unvereinbarkeitsbeschlüsse, die sich gegen Kommunist*Innen richten, sind eine Spaltung, die historisch absurd und politisch falsch sind.
 
Die KPD hatte im Widerstand gegen den Nationalsozialismus eine herausgehobene Rolle gespielt. Sie hatte einen sehr hohen Anteil an den aus politischen Gründen NS-Verfolgten – insgesamt war etwa die Hälfte der 360.000 [28] KPD-Mitglieder im Nationalsozialismus inhaftiert gewesen, [29] etwa 25.000 waren ermordet worden. [30] Aus dem hohen Maß an Verfolgung ergab sich ein hoher Einfluss in der Verfolgtenorganisation. Blockkonfrontation und Kalter Krieg und die damit einhergehende Ausgrenzung, dann Verfolgung von tatsächlichen oder angeblichen Kommunisten und Unterstützern in der Bundesrepublik, Austritte von Nichtkommunisten aus der VVN trugen dazu bei. „Die VVN wurde Teil einer Angstkulisse des Kalten Krieges.“ [31] Während der Berlin-Blockade verschärften sich die Spannungen in der Die KPD hatte im Widerstand gegen den Nationalsozialismus eine herausgehobene Rolle gespielt. Sie hatte einen sehr hohen Anteil an den aus politischen Gründen NS-Verfolgten – insgesamt war etwa die Hälfte der 360.000 [28] KPD-Mitglieder im Nationalsozialismus inhaftiert gewesen, [29] etwa 25.000 waren ermordet worden. [30] Aus dem hohen Maß an Verfolgung ergab sich ein hoher Einfluss in der Verfolgtenorganisation. Blockkonfrontation und Kalter Krieg und die damit einhergehende Ausgrenzung, dann Verfolgung von tatsächlichen oder angeblichen Kommunisten und Unterstützern in der Bundesrepublik, Austritte von Nichtkommunisten aus der VVN trugen dazu bei. „Die VVN wurde Teil einer Angstkulisse des Kalten Krieges.“ [31] Während der Berlin-Blockade verschärften sich die Spannungen in der VVN, die Einheit des Verbandes konnte aber noch gewahrt werden
 
VVN, die Einheit des Verbandes konnte aber noch gewahrt werden *
 
Bereits 1946 jedoch empfahl die antikommunistische Führungsgruppe der West-SPD, das „Büro Schumacher“, Sozialdemokraten, der VVN nicht beizutreten und jede Mitarbeit abzulehnen. [16]
 
Wenngleich 1949 noch 17.000 Sozialdemokraten Mitglied der VVN waren, [33] so leitete diese Abspaltung von der VVN doch die parteipolitische Zersplitterung der NS-Verfolgten ein. [34]
 
Der BVN, die AvS und eine antikommunistische, kaum bekannt gewordene „Arbeitsgemeinschaft für Freiheit, Recht und Menschenwürde“ als Zusammenschluss von der VVN abgespaltener Gruppen[39] bemühten sich gemeinsam, die Weiterarbeit der VVN zu sabotieren. Während dessen wurde der BVN-Vorsitzende Lütsches in eine Folge von Korruptionsskandalen verwickelt und entpuppte sich als wegen krimineller Aktivitäten Verfolgter.[40]

Anders als der VVN gelang es den konkurrierenden Zusammenschlüssen BVN, AvS und der weniger politisch auftretenden Notgemeinschaft der durch die Nürnberger Gesetze Betroffenen nicht, kontinuierlich eigenständige Aktivitäten zu entfalten.[41] Die Gegner der VVN erreichten zunächst, diese weitgehend auf ihren kommunistischen Mitgliederkern zu reduzieren, ohne sie jedoch aus der westdeutschen Öffentlichkeit verbannen zu können.[41] Inzwischen sind Aktivitäten von BVN, AvS und „Notgemeinschaft“ nicht mehr nachweisbar. Die AvS löste sich 2016 als durch Fusion mit dem Arbeitskreis der politischen Häftlinge in der SBZ/DDR auf.[42]

der Kampf um die Einheit der Antifaschisten – auch gemeinsam mit Kommunist*Innen – ist und bleibt ein Teil des Schwurs von Buchenwald

 
Jede Spaltung – jeder Versuch die Solidarität zu schwächen, nützt dem Faschismus und schwächt die antifaschistische Bewegung. Das ist die Lehre aus dem Kampf gegen den Faschismus.
 
Deshalb liebe Genoss*Innen der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA e. V.) – Hand in Hand gegen Faschismus, Reaktion und Krieg!
 
Noch im Frühjahr stellt sich die MLPD solidarisch an die Seite der Organisation:
 
 
und jetzt verweigert die Organisation ihre Solidarität:
 
 
 
Wolfgang Erbe
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