WeMove.EU informiert über eine stolze Bilanz und ruft zur Spende auf!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben erreicht uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine Mitteilung von WeMove.Eu (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=wemove.eu).

Darin verweist die Organisation auf eine stolze Bilanz und ruft zur Spende auf.

Wir haben die komplette Mitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „KAMPAGNEN“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/kampagnen/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt

Bildergebnis für fotos vom logo von wemove.eu

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WeMove.EU informiert:

Blind im Boxring – sind wir nicht mehr. Gut so! Lesen Sie, was wir erreicht haben.
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Hallo Manni Engelhardt,

heute möchten wir Ihnen von unseren Kampagnen der letzten Monate berichten. Es ist uns eine Freude, denn gerade bei dem so wichtigen Thema Lebensmittel können wir nach langen Jahren einen tollen Erfolg feiern. Möglich war das durch die einmalige Kombination aus tollen Partner-Organisationen und einem wachsenden Netz von Bürgerinnen und Bürgern. Über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg sind sie in ganz Europa aktiv.

Mehr Wissen über Lebensmittel!

Mit verbundenen Augen in einen Boxkampf gehen – genau so hat der Kampf für sichere Lebensmittel in der EU bislang ausgesehen. Doch jetzt müssen die Hersteller ihre Studien veröffentlichen, mit denen sie die Harmlosigkeit von Lebensmittelzusätzen und Giften nachweisen wollen. Die Augenbinde ist gelüftet!

Monsanto beispielsweise konnte seine Studien zu Glyphosat lange geheimhalten. Erst sehr spät im Genehmigungsverfahren für das Ackergift wurden die Studien öffentlich und unabhängige Wissenschaftler/innen fanden schnell Ungereimtheiten. In der Zusammenfassung für die Behörde fehlten Einzelergebnisse, die deutlich darauf hinweisen, dass Glyphosat Krebs erregen kann. Bürgerinnen und Bürger in Europa waren zu Recht besorgt. Zu Millionen unterzeichneten sie 2017 unsere Bürgerinitiative.

Und unser gemeinsamer Protest zeigte Wirkung. 603 Abgeordnete des Europäischen Parlaments haben nun dafür gestimmt, dass die Studien öffentlich werden müssen. Selten gibt es im Parlament diese Einigkeit. Für WeMove ist das auch deshalb ein so toller Erfolg, weil die Arbeit gegen Ackergifte wie Glyphosat zu unseren ersten Kampagnen im Gründungsjahr 2015 gehörten. Wir arbeiteten mit Partnern zusammen, koordinierten die Europäische Bürgerinitiative (EBI) und haben gemeinsam mobilisiert. Aber wie immer bei einer neuen Regelung wird es auch hier darauf ankommen, die Umsetzung zu überwachen. Und ein Makel hat das Ganze: Die Regelung tritt erst in drei Jahren in Kraft. Wir bleiben weiter an dem Thema dran.

Eine Auswahl vielfältiger Lebensmittel

Wir wollen wissen, was auf unseren Tellern landet

Vaterschaftsurlaub überall in Europa

Was in Deutschland schon länger Gesetz ist, tritt am 1. August europaweit mit einer neuen Richtlinie in Kraft: Vätern wird genauso wie Müttern ein Elternurlaub von mindestens vier Monaten gewährt. Diese Monate können nicht von einem Elternteil auf den anderen übertragen werden. Vor allem Väter werden so ermutigt, sich mehr um Hausarbeit und Kinder zu kümmern.

Die Mitgliedsländer, die noch keine solche (oder eine bessere) Regelungen hatten, haben nun drei Jahre Zeit, um die Regel umzusetzen. Vor allem die Gewerkschaften, aber auch viele andere Organisationen haben sich jahrelang dafür eingesetzt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und insbesondere den Vätern die Tür für mehr geteilte Verantwortung zu öffnen. Bereits im April 2017 lag die Richtlinie als Vorschlag vor, erhielt aber erst Anfang 2019 Zustimmung im Europaparlament und dem Europäischen Rat.

In der kritischen letzten Phase der politischen Einigung mischten wir uns mit einem Appell noch einmal ein. Fast 60.000 Unterschriften sammelten wir während der Weihnachtsfeiertage. Und konnten damit deutlich machen, dass die Forderung breite Unterstützung findet. Stellvertretend für uns und die Kampagne legte der Europäische Gewerkschaftsbund, EBG, unseren Appell den Regierungschefs und Ministern von den sieben Ländern vor, die sich noch gegen die Regelung sperrten. Unser Appell und der Druck der Gewerkschaften hatten Erfolg!

Vater und Baby, Foto Max Boshini

Vater und Baby, Foto Max Boshini

Wieder ist ein weiterer Schritt zu mehr Gleichstellung der Geschlechter getan – es werden noch viele folgen müssen. Wir werden auch kommende Gelegenheiten ergreifen.

Menschen verklagen Europa wegen des Klimawandels

Schon zwei Jahre ist es her, dass sich 10 Familien zusammengetan haben, um die EU auf mehr Klimaschutz zu verklagen. Sie alle sind bereits heute akut durch den Klimawandel betroffen, ihre Existenzgrundlage steht auf dem Spiel. Etwa Petru, ein rumänischer Landwirt, und Sanna, eine Saami-Rentierzüchterin aus Schweden. Sie klagen Europaparlament und EU-Kommission an und verlangen mehr Anstrengungen, um die Klimakrise abzuwenden.

Im März konnten die klagenden Familien etliche Abgeordnete des Europaparlaments treffen. Nur wenige Tage bevor die Abgeordneten über wichtige Maßnahmen zum Klimaschutz abstimmen mussten. Stellvertretend für uns alle brachten die Familien ihre “anfassbare” Geschichte nach Brüssel. Viele von uns sind gerne der Bitte gefolgt, die Reisekosten gemeinsam zu übernehmen. Das gehört zu den vielen kleinen Dingen, die wir tun können und die so viel bewirken: Für all diejenigen spenden, die entschlossen für Klimaschutz aktiv werden. Vereint mit so vielen von uns aus Europa sind dann Reisekosten ein Leichtes.

Vier Aktivisten halten einen Zähler, der die Zahl der Unterstützer/innen für die Klima-Klage anzeigt: Mehr als 163.000

Der Zähler zeigt die Anzahl derjenigen aus Europa, die die Klimaklage unterstützen.

Im Gepäck haben die beiden einen tragbaren Zähler, der anzeigt, wie viele von uns sich bereits mit der Klage solidarisch erklärt haben. Ende Mai hat es der Europäische Gerichtshof abgelehnt, die Klage der Familien anzunehmen. Genannt wurden allerdings nur verfahrensrechtliche Gründe. Auf den Inhalt der Klage ging das Gericht nicht ein. Darauf kommt es aber an! Deshalb haben die Familien Berufung eingelegt. Wir bleiben dran und werden wieder berichten.

Unabhängige Aktionen zu vielen Themen. Schnell, über alle Grenzen hinweg und den Finger in der Wunde. Das macht WeMove Europe als Gemeinschaft von Bürgerinnen und Bürgern aus. Das geht nur, wenn wir alle zusammenlegen und spenden. Für ein anderes Europa – das immer möglich ist.

Weiter so – ich spende!
Ich kann leider nicht spenden

Vielen Dank!

Jörg Rohwedder (Lübeck)
Virginia López Calvo (Madrid)
Marta Tycner (Warschau)
Giulio Carini (Rom)
Fatima Ibrahim (London)
Alexandre Naulot (Marseille)
für das gesamte WeMove.EU-Team

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