Der BBU infomiert gegen gegen längere AKW-Laufzeiten in Belgien / zu den Urantransport auf der A 31 / und über die Demonstration am 26. Oktober 2019 in Lingen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir über den Pressesprecher und Vorstandsmitglied des BBU, dem Kollegen Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+bbu), eine Pressemitteilung des BBU gegen längere AKW-Laufzeiten in Belgien / zu den Urantransport auf der A 31 / und über die Demonstration am 26. Oktober 2019 in Lingen erhalten.

Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Der BBU teilt mit:

BBU-Pressemitteilung, 10.10.2019

Das Foto im Anhang zeigt den Uran-LKW auf der Emsandautobahn A
31 bei Gronau, Fahrtrichtung Ruhrgebiet, 10.10.2019, ca. 8 Uhr

BBU gegen längere AKW-Laufzeiten in Belgien / Urantransport auf der A 31 /
Demonstration am 26. Oktober in Lingen

(Bonn, Brüssel, Düsseldorf, Hannover, 10.10.2019) Der Bundesverband
Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) lehnt mögliche längere Laufzeiten
belgischer Atomkraftwerke generell ab. Von den Landesregierungen in NRW
und Niedersachsen, sowie von der Bundesregierung, fordert der BBU ein
sofortiges Exportverbot für Uran- und Brennelementelieferungen aus den
Uranfabriken in Gronau und Lingen. Überörtlich wird für eine
Anti-Atomkraft-Demonstration am 26. Oktober in Lingen mobilisiert.

Die Aachener Zeitung hat am Mittwoch (9. Okt. 2019) berichtet, dass der
neue Vorstandschef des AKW-BetreiberkonzernsEngie-Electrabel, Johnny
Thijs, für eine Laufzeitverlängerung belgischerAtom-Meilerplädiert.
Konkret halte er eine „um 20 Jahre verlängerte Laufzeit von drei der
sieben belgischen Atommeiler in Tihange und Doel“ für „sinnvoll“.Im
Gespräch sind dabei offenbar die Reaktoren Tihange 1 und 3 und Doel 4.

Der BBU lehnt derartige Gedankenspiele generell ab und spricht sich für
die sofortige Stilllegung der belgischen Atomkraftwerke aus. Udo
Buchholz vom Vorstand des BBU betont, dass nur „die Stilllegung aller
Blöcke zur Sicherheit der Bevölkerung in Belgien und weit darüber hinaus
beitragen kann. Außerdem würde durch die Stilllegung die Produktion
weiterer Atommüllmengen verhindert, für die es auch in Belgien kein
sicheres Endlager gibt.“

Der BBU, in dem auch Bürgerinitiativen aus dem Münsterland sowie aus dem
Emsland organisiert sind, kritisiert, dass die Uranfabriken in Gronau
und Lingen zur Versorgung auch belgischer Atomkraftwerke angereichertes
Uran und Brennelemente produzieren. „Es ist höchste Zeit, dass die
Landesregierungen in Düsseldorf und Hannover, und auch die
Bundesregierung, alle Hebel in Bewegung setzen, um die Versorgung der
strittigen Atomkraftwerke in Belgien, aber auch in anderen Ländern, mit
Nuklearbrennstoff aus NRW und Niedersachsen zu stoppen. Der
konsequenteste Schritt wäre die unverzügliche Aufhebung der jeweiligen
Betriebsgenehmigungen der Uranfabriken in Gronau und Lingen“, erklärt
Udo Buchholz.

Neuer Urantransport am 10.10.19 auf der A 31 gesichtet

Der Betrieb der Uranfabriken in Gronau und Lingen ist nach wie vor mit
zahlreichen gefährlichen Atomtransporten verbunden. So wurde heute
(Donnerstag, 10. Oktober 2019) wieder ein französischer LKW mit
Nuklearfracht auf der Emslandautobahn A 31 gesehen. Er fuhr mit
Fahrtrichtung Ruhrgebiet bei Gronau auf die Autobahn auf. Da der LKW mit
Gefahrgutzeichen für radioaktive und ätzende Stoffe gekennzeichnet war,
ist anzunehmen, dass er hochgefährliches Uranhexafluorid aus der
Gronauer Urananreicherungsanlage Richtung Frankreich transportiert hat.
„Der Transport wurde gegen acht Uhr beobachtet und erfolgte mitten im
Berufsverkehr ohne jeglichen Polizeischutz. Auch dazu darf die
Landesregierung in Düsseldorf nicht schweigen“, so Udo Buchholz.
Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, dem AKU Schüttorf,
dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und weiteren
Initiativen fordert der BBU grundsätzlich das Verbot von Atomtransporten.

Überörtliche Anti-Atomkraft-Demonstration am 26. Oktober 2019 in Lingen

Gegen die Atomanlagen in Lingen, aber auch in Gronau und anderswo, sowie
gegen Atomtransporte, richtet sich eine Demonstration, die am 26.
Oktober in Lingen stattfinden wird. Sie beginnt um 12 Uhr am Bahnhof in
Lingen. Organisiert wird die Demonstration von Anti-Atomkraft- und
Umweltschutzinitiativen im Emsland und Münsterland. Gemeinsam mit
weiteren Organisationen ruft auch der BBU zur Teilnahme auf.

Weitere Informationen:

https://3rosen.eu

http://urantransport.de

https://bbu-online.de

https://atomstadt-lingen.de/demo

https://www.facebook.com/AKU.Schuettorf

Engagement unterstützen

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um
Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse
Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33.

Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet
unter http://www.bbu-online.de und telefonisch unter 0228-214032. Die
Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72
Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str.
55, 53113 Bonn.

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen,
Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat
seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und
engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die
themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken.
Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche
Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen
die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für
umweltfreundliche Energiequellen.

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