Die GAL Gronau informiert über deren Kritik an und zu deren Protesten am 17. / 18.11. gegen den Uranmüllexport von Gronau nach Russland!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) hat uns über den Kollegen Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+gal) eine Pressemitteilung über deren Kritik an und zu deren Protesten am 17. / 18.11. gegen den Uranmüllexport von Gronau nach Russland erreicht.
 
Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorei „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.
 
Für den AK Manni ENgelhardt -Koordinator-
 

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Pressemitteilung der GAL Gronau vom 13.11.2019

 
Foto Uranmüllzug 28.10.2019 Abfahrt UB.jpg
 
Das Foto zeigt 2 der 12 Uranmüllwaggons bei der
Abfahrt von der Gronauer Urananreicherungsanlage am 28.10.2019
 
Kritik der GAL Gronau und Proteste am 17. / 18.11. gegen Uranmüllexport
von Gronau nach Russland
 
Die Grün Alternative Liste (GAL) Gronau ist darüber empört, dass seit
dem Frühjahr 2019 erneut Uranmüll von der Gronauer
Urananreicherungsanlage des Urenco-Konzerns nach Russland exportiert
wird. Erst nach einer schriftlichen Anfrage der GAL an
NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart wurde öffentlich bekannt, dass wieder
Uranmüll von Gronau nach Russland transportiert wird.Vermutlich wird am
Montag (18.11.) der nächste Sonderzug mit Uranmüll vonGronau Richtung
Münster und Russland starten. Ebenso wie Bürgerinitiativen und
Umweltverbände ruft auch die GAL zur Teilnahme an Protestaktionen am
Sonntag und Montag (17. und 18. November) auf.
 
Am Sonntag (17.11.) findet vor dem Haupttor der Gronauer
Urananreicherungsanlage (Röntgenstraße 4) ab 13 Uhr eine Kundgebung
statt, an der auch Vertreter russischer Umweltorganisationen teilnehmen
werden. Am Montag (18.11.) wird dann mit einer Mahnwache gegen den
drohenden Abtransport von Uranmüll demonstriert. Die Mahnwache beginnt
um 8 Uhr vor der Urananreicherungsanlage auf der Brücke über der
Bahnstrecke Gronau – Münster (Max-Planck-Straße).
 
Auch die jüngst bekannt gewordenen Uranmülltransporte von der
Urenco-Urananreicherungsanlage in Capenurst (Großbritannien) nach
Russland stoßen bei der GAL Gronau auf scharfen Protest. Die GAL Gronau
fordert grundlegend zum Schutz der Bevölkerung die sofortige Stilllegung
der Urananreicherungsanlagen in Gronau und Capenhurst. Zudem fordert die
parteiunabhängige Organisation, die im Rat der Stadt Gronau vertreten
ist, die sofortige Stilllegung der weiteren Urenco-Anlagen in Almelo
(NL)und Eunice (USA).
 
Stilllegung der Urananreicherungsanlage wäre ein konsequentes Zeichen
der NRW-Landesregierung
 
Dass es erstmals seit rund zehn Jahren wieder Uranmülltransporte von
Gronau nach Russland gibt, hat die GAL Gronau in diesem Sommer
aufgedeckt. Anlässlich des 34. Jahrestages der Inbetriebnahme der
Gronauer Urananreicherungsanlage hatte die GAL Gronau am 15. August 2019
in einem Schreiben an NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart ihre
langjährige Forderung nach der sofortigen Stilllegung der umstrittenen
und hochgefährlichen Anlage bekräftigt. In dem Schreiben an Minister
Pinkwart hieß es u. a.: „Als Wirtschaftsminister des Landes NRW liegt
die Atomaufsicht in Ihrer Hand. Es liegt in Ihrer Hand, weitere
Störfälle in der Anlage zu verhindern, die weitere Atommüllproduktion in
Gronau zu verhindern und den weiteren Umgang mit der hochbrisanten
Zentrifugentechnik zu unterbinden. Wiederholt wurde in Rechtsgutachten
festgestellt, die u. a. von der ehemaligen Bundesumweltministerin Frau
Barbara Hendricks in Auftrag gegeben wurden, dass die Urananreicherung
in Gronau rechtssicher beendet werden kann. Und da Ministerpräsident
Laschet vor dem Weiterbetrieb der belgischen Atomkraftwerke warnt, die
auch mit angereichertem Uran aus Gronau betrieben werden, und die
Entsorgung des Gronauer Atommülls weiterhin ungelöst ist, wäre die
sofortige Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage ein
konsequentes Zeichen.“
 
Die GAL Gronau, die sich schon seit ihrer Gründung im Jahr 2008 intensiv
gegen den Weiterbetrieb der Gronauer Urananreicherungsanlage engagiert,
hatte in ihrem Schreiben an Minister Pinkwart auch konkrete Fragen
gestellt. So wollte die GALu. a. wissen, wohin das abgereicherte
Uranhexafluorid verbracht wurde, das am 29. Juli 2019 mit einem
Sonderzug die Anlage verlassen hat und welche Menge abtransportiert
wurde. Weitere Fragen der GAL bezogen sich auf die aktuell gelagerten
Uranmülllagermengen auf dem Urenco-Gelände, auf die Umzäunung der
Urananreicherungsanlage, die aus Maschendraht besteht und auf den
Zustand der Urancontainer, in denen der Uranmüll gelagert und
transportiert wird.
 
NRW-Wirtschaftsministerium bestätigt Uranmüllexport nach Russland
 
Ein Antwortschreiben an die GAL Gronau vom 12. September 2019 wurde
nicht von Minister Pinkwart, sondern von einem Mitarbeiter des
NRW-Wirtschaftsministeriums unterschrieben. Die GAL Gronau kritisiert,
dass der Minister nicht persönlich geantwortet hat und dass auf die
Kernforderung der GAL nach sofortiger Stilllegung der Gronauer
Uranfabrik überhaupt nicht eingegangen wurde.
 
Das Ministerium räumte in dem Antwortschreiben ein, dass am 29. Juli
2019 mit einem Sonderzug ca. 600 Tonnen abgereichertes Uranhexafluorid
nach Russland abtransportiert wurden. Nach der Veröffentlichung des
Antwortschreibens durch die GAL Gronau griffen einige
Bundestagsabgeordnete und Medien die brisante Thematik auf und es wurde
bekannt, dass in 2019 wiederholt Uranmüll von Gronau nach Russland, und
von Capenhurst nach Russland sogar seit 2016, exportiert wurde.
 
Am 28. Oktober startete erneut ein Sonderzug mit Uranmüll von der
Gronauer Urananreicherungsanlage Richtung Russland. An Protesten vor Ort
beteiligten sich auch maßgeblich Mitglieder der GAL Gronau.
 
Hintergrundinformationen:
 
Seit Mitte der 90er Jahre wurden rund 30.000 Tonnen Uranhexafluorid in
abgereicherter Form von der Gronauer Urananreicherungsanlage nach
Russland verbracht. Entsprechende Lieferverträge endeten zum 31.12.2009.
Gegen die Transporte hatte es immer wieder Proteste deutscher,
niederländischer und russischer Umwelt- und Anti-Atomkraft-Initiativen
gegeben. Seit 2010 kritisieren der Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz (BBU), das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und
weitere Verbände und Initiativen gemeinsam mit der GAL Gronau, dass
verstärkt Uranmüll von Gronau nach Frankreich transportiert wird. Ihre
Forderung: Die NRW-Landesregierung ist für den Betrieb der Gronauer
Uranfabrik verantwortlich und soll dafür Sorge tragen, dass die
Urananreicherung und die Uranmüllschieberei beendet werden!
 
Weitere Informationen:
 
 
 
 
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