Kollege Udo Buchholz vom BBU teilt mit: Sieben Organisationen fordern gemeinsam einen Exportstopp für Brennelemente! Auch die Exporte von angereichertem Uran aus Gronau müssen beendet werden!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir über Kollegen Udo Buchholz, dem Pressesprecher und Vorstandsmitglied des BBU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+bbu), eine gemeinsame Pressemitteilung von 7 Antiatom-Organisationen erhalten.
 
Darin fordern die Organisationen einen Exportstopp für Brennelemente! – Auch Exporte von angereichertem Uran aus Gronau beenden!
 
Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 
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Pressemitteilung von 7 Organisationen:
 
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
IPPNW – Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs / Ärzte in
sozialer Verantwortung
 
Lingen/Gronau/Münster, 5. Dezember 2019
 
BMU: Exportstopp für Brennelemente?
– AtomkraftgegnerInnen fordern rasche Umsetzung
– auch Exporte von angereichertem Uran aus Gronau beenden
– Bereits morgen neuer Uranmülltransport Gronau-Russland?
 
Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Emsland, der Grafschaft Bentheim und
dem Münsterland sowie die Umweltverbände BBU und die atomkritische
Ärzteorganisation IPPNW werten die Ankündigung von
Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD), Brennelement-Exporte von
der Brennelementefabrik Lingen an grenznahe AKW im Ausland verbieten zu
wollen, als ersten wichtigen Schritt zu einem umfassenden Exportverbot
für Uran und Brennelemente. Ein Arbeitsentwurf des BMU sieht laut einer
dpa-Meldung vor, dass keine Brennelemente mehr an AKWs geliefert werden
sollen, die älter als 30 Jahre sind und näher als 150 km zur deutschen
Grenze liegen. Damit wären Exporte an die Pannenreaktoren in Tihange,
Doel, Cattenom und Fessenheim zukünftig ausgeschlossen, aber eben auch
an das AKW Borssele in den Niederlanden sowie die alternden Schweizer
AKW Beznau, Mühleberg, Gösgen und Leibstadt.
 
„Endlich kommt aus dem Bundesumweltministerium ein konkreter Entwurf zur
Änderung des Atomgesetzes. Das ist ein erster und längst überfälliger
Schritt. Nun dürfen die Groko in Berlin und die Landesregierungen in
Hannover und Düsseldorf den Entwurf nicht zerreden, sondern wir fordern
eine rasche Umsetzung. Dabei muss auch ein Exportverbot für
angereichertes Uran aus der Urananreicherungsanlage in Gronau an diese
grenznahen Reaktoren mit aufgenommen werden, damit es keine Lücken gibt.
Das Ziel bleibt die Stilllegung der Brennelementefabrik Lingen sowie der
Urananreicherungsanlage Gronau,“ erklärte Alexander Vent vom Bündnis
AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland.
 
Neuer Uranmülltransport von Gronau nach Russland schon morgen?
 
Nach Informationen von Anti-Atomkraft-Initiativen gibt es Anzeichen
dafür, dass der Betreiber der Urananreicherungsanlage Gronau, der
deutsch-niederländisch-britische Urenco-Konzern, den derzeit
vorbereiteten Abtransport von weiteren 600 t abgereichertem
Uranhexafluorid (UF6) von Gronau nach Russland vom nächsten Montag evtl.
auf den morgigen Freitag vorzieht. Das Transportschiff, die Mikhail
Dudin, befindet sich bereits in der direkten Anfahrt auf den Hafen von
Amsterdam und wird nach letzten Infos nicht erst am Montag, sondern
schon am morgigen Freitag dort eintreffen. Auch die Beladung der
Bahnwaggons scheint in Gronau weitgehend abgeschlossen.
 
Für Montag sind bereits zahlreiche Protestaktionen im Münsterland und
Ruhrgebiet angekündigt. Beim letzten Transport am 18. November wurde der
Uranzug im Münsterland durch Proteste für mehrere Stunden gestoppt.
 
„Es ist gut, dass das Bundesumweltministerium jetzt die skandalöse
Exportpraxis der Uranindustrie in Deutschland bei den Brennelementen
endlich ins Visier nimmt. Dazu gehören definitiv aber auch die
unverantwortlichen Atommüllexporte der Urenco von Gronau nach Russland.
Wenn dort jetzt vom staatlichen Atomkonzern Rosatom sogar der Bau von
Schnellen Brütern zur Bewältigung der Uranmüllberge anvisiert wird, dann
wird der Gronauer Uranabfall in Russland zu einem umfassenden
Sicherheitsrisiko. Das muss sofort und endgültig unterbunden werden,“
ergänzte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
 
Kontakt:
 
Alexander Vent, Bündnis AgiEL, Tel. 0157-59690000
Udo Buchholz, AKU Gronau/BBU, Tel. 02562-23125
Matthias Eickhoff, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Tel.
0176-64699023
 
Weitere Infos:
 
 
 
 
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