CAMPACT ruft noch einmal zur Teilnahme an der „WIR HABEN ES SATT-DEMO“ am 18.01.2020 in Berlin auf!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben hat uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) ein weiterer Aufruf von CAMPACT (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=campact) zur Teilnahme an der Demonstration „WIR HABEN ES SATT“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=demo+wir+haben+es+satt) erreicht.

Wir haben diesen in seiner Gänze nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnis- und Teilnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „KAMPAGNEN“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/kampagnen/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

Bildergebnis für fotos vom campactlogo

********************************************************* CAMPACT informiert:

Wir haben es satt

Bienen und andere Insekten sterben aus – und zwar schneller, als gedacht. Noch können wir das Artensterben stoppen. Am Samstag, den 18. Januar kommen genau die Agrarpolitiker*innen nach Berlin, die in der EU über mehr Artenschutz entscheiden. Wir empfangen sie mit einer riesigen „Wir haben es satt“-Demo und machen ihnen unmissverständlich klar: Rettet die Insekten! Sind Sie mit dabei?

Ja, ich komme zur Demo  

Ich kann diesmal leider nicht zur Demo kommen

Hallo Manni Engelhardt,

Margeriten, Kornblumen und Wiesensalbei sprießen aus dem Boden. Bienen und Schmetterlinge fliegen von Blüte zu Blüte, die Luft ist von Summen und Brummen erfüllt. Ein ganz normaler Frühlingstag – zumindest war das einmal so. Tatsächlich wird es immer leiser auf unseren Wiesen und Feldern. In Deutschland ist der Insektenbestand in den letzten zehn Jahren dramatisch gesunken – teilweise um bis zu 67 Prozent.[1] 

Der Grund: Monotone Ackerlandschaften breiten sich immer weiter aus. Hier finden Bienen und Schmetterlinge kaum noch Nahrung. Pestizide rieseln auf die Felder – tödlich für die Insekten. Viele Landwirt*innen wollen etwas für die Bienen tun, können es sich aber nicht leisten. Denn die EU verteilt ihre Agrarhilfen ungerecht: Ökologisch verträglich wirtschaftende Bäuer*innen erhalten kaum Geld, der Großteil geht an die industrielle Landwirtschaft. 

Doch es gibt Hoffnung. Wir können jetzt erreichen, dass die EU das Richtige belohnt: Landwirtschaft, die die Artenvielfalt erhält. Demnächst verteilt Brüssel die EU-Agrarsubventionen neu – insgesamt 60 Milliarden Euro pro Jahr. Die Frage ist, wer das Geld bekommt: Geht es wie bisher vor allem an große Agrarfabriken, die auf Monokulturen und Pestizide setzen? Oder vermehrt an Bäuer*innen, die naturnah wirtschaften und so Bienen und Insekten schützen?[2] 

Die entscheidenden Agrarpolitiker*innen sind am Samstag, den 18. Januar in Berlin. Wir empfangen sie dort mit einer riesigen „Wir haben es satt“-Demo und machen ihnen unmissverständlich klar: Stoppt das Artensterben. Mit mehr als 90 Organisationen rufen wir zum Protest auf. Bäuer*innen, Imker*innen und Gärtner*innen sowie ganz viele Verbraucher*innen streiten gemeinsam für die Agrarwende. Kommen auch Sie zur Demo in Berlin. Und sagen Sie uns jetzt Bescheid, ob Sie dabei sind – damit wir besser planen können.

Ort: Brandenburger Tor, Berlin (Stadtplanlink)
Zeit: Samstag, 18. Januar 2020, 12 Uhr

Ja, ich komme zur Demo  

Ich kann diesmal leider nicht zur Demo kommen

Insekten sind das Fundament unserer Artenvielfalt. Sterben sie, fällt ein wichtiger Teil der Nahrungskette weg. Zuerst finden Vögel und Amphibien weniger Futter und verhungern, dann fehlt auch größeren Säugetieren die Nahrung. Es droht der Kollaps des Ökosystems.[3]

Auch für unsere Landwirtschaft hat das Bienen- und Insektensterben katastrophale Folgen. Insekten bestäuben fast alle Wild- und Kulturpflanzen. Ohne sie gäbe es große Ernteausfälle. Experten schätzen den Wert der Bestäubung von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen weltweit auf einen dreistelligen Milliardenbetrag.[3]

Verschwinden Insekten von der Erde, verschwinden viele Lebensmittel von unseren Tellern. Zum Beispiel unser Frühstück – das wäre ohne Bienen und andere Bestäuber ziemlich karg. Kaffee? Kaum noch zu haben oder sehr teuer. Obst? Fehlanzeige, denn ohne Insekten gehen die Erträge um bis zu 90 Prozent zurück. Damit gibt es auch weder Marmelade noch Honig auf unserem Frühstückstisch.[4]

Keine guten Aussichten, oder? Gehen Sie deshalb mit uns auf die Straße, wenn am 18. Januar auf der Wir haben es satt-Demo in Berlin Zehntausende Menschen durchs Regierungsviertel ziehen. Können wir mit Ihnen rechnen?

Ja, ich komme zur Demo

Ich kann diesmal leider nicht zur Demo kommen

Herzliche Grüße
Lynn Gogolin-Grünberg, Campaignerin

PS: Ackergifte sind nicht nur für Insekten schlecht, sondern schaden auch uns Menschen. Besonders, wenn ein Cocktail aus verschiedenen Chemikalien auf den Lebensmitteln haftet. Untersuchungen haben gezeigt: Auf Himbeeren finden sich bis zu 13 verschiedene Spritzmittel. Toxikolog*innen warnen vor den Gefahren eines solchen Gift-Cocktails.[5] Deshalb gehen wir am 18. Januar für eine Landwirtschaft ohne Gifte auf die Straße. Sind Sie mit dabei?

Ja, ich komme zur Demo

Ich kann diesmal leider nicht zur Demo kommen  

[1] „Das große Sterben“, Spiegel Online, 30. Oktober 2019
[2] „Verlängerung der GAP-Übergangsfrist nicht ausgeschlossen“, Top Agrar Online, 18. November 2019
[3] „Ohne Insekten bricht alles zusammen“, Zeit Online, 20. Oktober 2017
[4] „Ein Frühstück aus nichts?“, Video auf bund.net, Zugriff am 11. Dezember 2019
[5] „Pestizid-Cocktails auf Obst und Gemüse“, SWR Online, 23. April 2019

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