Umweltbündnis aus 5 Organisationen teilt über Kollegen Udo Buchholz mit, dass sich vor 10 Jahren der bisher schwerste Störfall in der Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA) ereignet hat!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
soeben haben wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine gemeinsame Pressemitteilung von 5 Umweltorganisationen über den Pressesprecher und Vorstandsmitglied des BBU, dem Kollegen Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+bbu) erhalten.
 
Darin wird daran erinnert, dass sich vor 10 Jahren der bisher schwerster Störfall in der Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA) ereignet hat.
 
Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 
 
Foto zeigt die Kundgebung vor der Gronauer Urananreicherungsanlage, 04.08.2019
 

********************************************************* Das Bündnis aus 5 Umweltorganisaionen teilt über Kollegen Udo Buchholz mit:

 
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG)
 
Kontakt: 02562-23125 (Udo Buchholz)
 
 
20.01.2020
 

Pressemitteilung:

Vor 10 Jahren bisher schwerster Störfall in der Gronauer
Urananreicherungsanlage (UAA)
 
10 Jahre nach dem bisher schwersten Störfall in der Gronauer
Urananreicherungsanlage am 21. Jan. 2010 warnen Bürgerinitiativen und
Umweltverbände weiterhin vor den Gefahren der Atomfabrik nahe der
niederländischen Grenze. Damals wurde ein Arbeiter in der Anlage
verstrahlt. Er hatte einen vermeintlich leeren Urancontainer geöffnet,
in dem sich tatsächlich noch radioaktives Uranhexafluorid befand. Der
Vorfall brachte zahlreiche Mängel beim Katastrophenschutz an das
Tageslicht. Der Betroffene musste eine Irrfahrt zu vier Krankenhäusern
durchstehen – griffiger Katastrophenschutz sieht anders aus.
 
Völlig unklar ist bis heute, was bei Störfällen mit massiven
Uranfreisetzungen aus der Urananreicherungsanlage oder bei einem
Transportunfall mit Uranhexafluorid passieren würde. Es könnten hunderte
oder tausende Menschen betroffen sein und verseucht werden. Im
Münsterland würden die Plätze in den Krankenhäusern für die vielen
Menschen nicht ausreichen.
 
Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, der Natur- und Umweltschutzverein
Gronau (NUG), das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, das
Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland und der Bundesverband
Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordern anlässlich des traurigen
Jahrestages erneut die sofortige Stilllegung der umstrittenen
Atomfabrik, damit solche unnötigen Gefahren vermieden werden.
 
Die Urananreicherungsanlage wird für die Energieversorgung in der
Bundesrepublik Deutschland nicht benötigt, beliefert aber unsichere AKW
weltweit, darunter belgische und französische Pannenreaktoren in der
Nähe der deutschen Grenze. Zudem produziert sie bei der Anreicherung
Unmengen von Atommüll, dessen Entsorgung ungeklärt ist. Zudem kann die
Zentrifugentechnik, die in der Anlage zum Einsatz kommt, auch zum Bau
von Atomwaffen genutzt werden.
 
Unverständlich ist, dass die gefährliche Anlage noch immer vom
Atomausstieg in Deutschland ausgenommen ist; sie unterliegt keiner
Laufzeitbegrenzung. Noch im letzten Jahr hat die Große Koalition im
Bundestag Anträge zur Schließung der Anlage abgelehnt, obwohl Gutachten
die Möglichkeiten der Stilllegung bestätigen. Der vielfältige Widerstand
gegen die Anlage, der seit dem Störfall 2010 stark zugenommen hat, muss
und wird also weiter gehen.
 
An jedem ersten Sonntag im Monat seit Ende 1986 findet ein
Sonntagsspaziergang der Anti-Atomkraft- und Friedens-Bewegung an der UAA
Gronau statt. Der Neujahrsspaziergang am 5. Januar 2020 war gleichzeitig
der 400. Sonntags-spaziergang an der Urananreicherungsanlage. Nächster
Termin: 2. Februar.
 
Mit der Entwicklung des Urenco-Konzerns an dem auch RWE und E.ON
beteiligt sind, der neben der Gronauer Anlage zwei weitere
Urananreicherungsanlagen in Europa und eine in den USA betreibt, befasst
sich eine Anti-Atom-Konferenz am 29. Februar ab 13.30 Uhr im
Theaterhotel im niederländischen Almelo. Auch der BBU und der AKU Gronau
laden zur Teilnahme ein. Informationen unter https://www.laka.org.
 
Weitere Informationen zum Themenbereich Urananreicherung:
 
www.urantransport.de <http://www.bbu-online.de>
 
 
www.wise-uranium.org <https://sofa-ms.de
 
 
 
 
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