Das Studentenwerk Aachen wird demnächst 100 Jahre alt! Wir ergänzen den Vorbericht zur Jubiläumsveranstaltung!

Wegen einer Fülle von Kommentaren zu diesem Artikel, die wir in der kommenden Zeit freigeben werden, wird dieser Beitrag für einen gewissen Zeitraum als Eingangsartikel auf unserer Homepage oben gehalten!

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, 

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir am gestrigen Tage zur Kenntnis genommen, dass das Studentenwerk Aachen – A.ö.R.- (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=studentenwerk+aachen)  in den Aachener Zeitungen groß sein 100-jähriges Jubiläum angekündigt hat.

Der Klick auf den nachstehenden Link führt Euch direkt auf den Bezahlartikel der Aachener Zeitung.

> https://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/in-einer-improvisierten-mensa-fing-alles-an_aid-48824943 !

Ein fast textgleicher Beitrag befindet sich jetzt auf der Homepage des Deutschen Studentenwerks in der Rubrik „JUBILÄEN“.

100 Jahre Studierendenwerk Aachen

Mitarbeiterinnen des Studierendenwerks Aachen mit Geschäftsführung uns 100 Jahre Logo

Das Studierendenwerk Aachen feiert sein 100 jähriges Jubiläum © StW Aachen

Am 18. Mai 1920 haben sich im Aachener Universitätsviertel rund tausend hungrige Studenten in einer umfunktionierten Turnhalle versammelt. „Mensa academica“ nannte sich der improvisierte Speisesaal, den die Hochschule in den Wirren der Nachkriegszeit für ihre Studierenden geöffnet hat. Die aus der Not heraus geborene Idee ist bahnbrechend: Noch nie hat es Studentenhilfe in dieser organisierten Form gegeben. Es ist die Geburtsstunde des heutigen Studierendenwerks Aachen.

Im gleichen Jahr gründet sich ein kleiner studentischer Selbsthilfeverein, der sich über die Jahrzehnte immer weiter professionalisiert und verselbstständigt hat. Ab diesem Zeitpunkt konstituieren sich auch an den anderen Hochschulstandorten Deutschlands Vereine, sie bauen Wohnheime und Mensen, hüten die Kinder von Studierenden und schaffen Chancengleichheit durch die Vermittlung von Darlehen und später BAföG. Zu Beginn noch stark verknüpft mit der Hochschule, etablieren sie sich zu eigenständigen, mittelständischen Vereinen, die den Studierenden eine Rundumversorgung in ihren Grundbedürfnissen bieten. Später wer-den die Vereine zu Anstalten des öffentlichen Rechts umgewandelt und arbeiten nach einem gesetzlich geregelten Auftrag.
 
„Die Studierendenwerke sind an ihren sozialen Aufgaben gewachsen und haben eine er-staunliche Entwicklung durchlebt“, so Dirk Reitz, der seit fast 16 Jahren Geschäftsführer im Studierendenwerk ist. Angefangen mit kaum mehr als fünf Angestellten kamen in den Jahren immer größere Herausforderungen hinzu. Dabei seien die Bedingungen nicht immer einfach gewesen, zieht Reitz Bilanz.
 
Studierendenwerke würden zwar mit ihrer Arbeit die Städte erheblich entlasten, aber heute wie gestern stoße man immer wieder an die Grenzen der sozialen Hilfe, weil es an Unterstützung vonseiten der Landesregierung fehle. „Die Erkenntnis ist nicht neu: Studieren ohne soziale Infrastruktur ist nicht machbar. Die vielen Studierenden müssen irgendwo essen und schlafen.“ Dass das System heute immer noch ohne angemessene Aufstockung der Landesmittel funktioniere, sei nur einem gewissen Durchhaltevermögen und dem wirtschaftlichen Denken der Studierendenwerke zu verdanken.
 
Das Studierendenwerk Aachen ist eines von insgesamt 57 Studentenwerken und betreut mit seinen rund 370 Beschäftigten über 61.000 Studierende in Aachen und Jülich. Es betreibt neun Mensen, 24 Wohnheime, fünf Kindertagesstätten und vermittelt BAföG. Im Vordergrund steht dabei immer der soziale Gedanke, allen jungen Menschen ein Studium zu ermöglichen: Ein Mensaessen bekommt man beispielsweise schon für 1,80 Euro, ein Zimmer im Studentenwohnheim für unter 200 Euro. 2008 wurde ein Tochterunternehmen für Reinigungs- und Cateringdienste mit rund 110 Mitarbeitern gegründet.
 
An dem Festjahr möchte Dirk Reitz insbesondere die Studierenden, aber auch die Beschäftigten teilhaben lassen. „Sie bilden die Säule des Systems – ohne sie geht hier gar nichts. Unsere Köche beispielsweise bereiten 2,6 Millionen Essensportionen im Jahr zu, die Servicekräfte geben sie aus und der Spüldienst sorgt dafür, dass die Teller am nächsten Tag wieder sauber auf dem Tablett landen. Das muss wie am Schnürchen laufen.“
 
Einblicke in die Historie soll im Festjahr eine kleine Jubiläumsausstellung bieten. Dabei lag es auf der Hand, diese am Dreh- und Angelpunkt des Studierendenwerks zu zeigen, im damaligen „Haus der Studentenschaft“ am Pontwall. „Hier, wo der Studierende seit 1925 ein und aus geht, ist genau der richtige Ort für eine Zeitreise durch die Jahrzehnte“, erzählt Ute von Drathen, Leiterin Marketing und Öffentlichkeitsarbeit im Studierendenwerk. Zu sehen sein werden Bildmotive und Texte, die insbesondere die Stimmungen der einzelnen Studierendenwerk-Phasen widerspiegeln. „Wir haben ein langes Vorbereitungsjahr hinter uns und haben tolle Menschen getroffen, die viele spannende Geschichten zu erzählen haben“, verrät sie. Dabei wolle man nicht nur die Entwicklung des Wohnheim-, Kita- und Mensabereichs dokumentieren, sondern auch die kritischen Dinge beleuchten. Ging es nach dem Krieg in den 1950er-Jahren finanziell wieder aufwärts, begann ab den Sechzigern die Zeit der Studentenproteste. Die machten auch vor den Türen des Studierendenwerks nicht halt, denn die Sparpolitik der Landesregierung gab oftmals Anlass zur Kritik. Öffentliches Aufsehen erregten unter anderem exorbitante Mieterhöhungen, Mensaessen mit viel zu wenig Kalorien, Einweggeschirr, Bearbeitungsrückstände im BAföG-Bereich, ein über Jahre andauernder Mietstreik und marode Wohnheime. „Im Mittelpunkt stehen die Menschen“, so Ute von Drathen. Deswegen seien die Ausstellungsinhalte sicherlich eine gute Ergänzung zu den Themen der RWTH, die anlässlich ihres 150. Geburtstags im Centre Charlemagne ausstellt. „Wissenschaft und soziales Leben treffen seit Gründung der Technischen Hochschule aufeinander. Diese beiden Themen lassen sich nicht voneinander trennen!“ Gezeigt wird die Ausstellung ab dem 28. Mai im Hauptgebäude am Pontwall.
 
Was wäre ein Jubiläumsjahr ohne kulinarische Köstlichkeiten aus 100 Jahren Mensaessen? Eine Frage, die bei den Planungen im gastronomischen Bereich natürlich nicht ins Leere lief. Vier Aktionswochen gingen aus einem Brainstorming der Einrichtungskoordinatoren hervor, in denen dem Mensagast Gerichte aus der Vergangenheit beschert werden sollen. „Vielleicht lag bei unseren Überlegungen nicht immer der Fokus auf dem typischen Mensaessen“, erzählt Peter Schröder, Leiter der Mensa Academica, ein. „Spinat, Kartoffeln und Ei war in den Siebzigern zwar ein Stammgericht in den Mensen, klingt jetzt aber nicht wirklich so spannend. Ich denke, zum Jubiläum wollen wir Köche schon etwas ganz Besonderes auf die Teller bringen.“ Man darf sich also freuen – zu allen Wochen wurde ein passendes Rahmenprogramm geschmiedet. Bei den Aktionswochen soll es nicht bleiben: Unter das Jubiläumsmotto fallen 2020 auch der Rezeptwettbewerb MENSA STAR, Mensaführungen sowie der alljährlich stattfindende Kochkurs „Kochen wie die Profis“ in einem Sonderformat.
 
Aber auch die Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Bereichen bringen sich mit ein. So werden die Kinder aus den Studierendenwerk-Kitas im Jubiläumsjahr zu kleinen Reportern und erklären die unterschiedlichen Arbeitsbereiche. Speziell für die Wohnheimbewohnerin-nen und Bewohner sei ein Fotowettbewerb geplant, und für die Beschäftigten gibt es ein großes Mitarbeiterfest.
 

Damit keiner der Programmpunkte im Jahr 2020 verpasst wird, bietet in Kürze eine Jubiläumsseite nicht nur einen Überblick über die wichtigsten historischen Meilensteine der Aachener Studierendenhilfe, sondern ebenfalls einen Eventkalender, der Interessierte auf dem Laufenden hält.

11.02.2020

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Durch den Klick auf den nachstehenden Link kann der Beitrag online auf der Homepage des Deutschen Studentenwerks gelesen werden.

> https://www.studentenwerke.de/de/content/100-jahre-studierendenwerk-aachen !

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Als AK sind wir der Meinung, dass dieser Beitrag in seiner Vorankündigung erhebliche Tatsachen zu bestimmten Zeitabschnitten ausgelassen hat.

Der Zeitraum von 1933 bis 1945 ist komplett ausgeblendet. Die Rolle des stellv. Geschäftsführers Hans Ott zum Beispiel, der in dieser Zeit zum NSDAP-Studentenführer aufstieg, wird in der Vorankündigung zum Jubiläum vollständig ignoriert. Ott wurde vom Reichsstundentenführer der NSDAP zum kommissarischen Studentenführer in Aachen ernannt. Im Sommer 1939 gab es 1000 Studierende im Bereich der Technischen Hochschule. Und das Studentenwerk im Bereich der Technischen Hochschule wurde von den jeweiligen Studentenführern quasi regiert.

Quelle: https://books.google.de/books/about/Die_Technische_Hochschule_Aachen_im_Drit.html?id=JEkERRPcLHEC&redir_esc=y !

Nach dem Zusammenbruch des NAZI-Regims und am Anfang der Bundesrepublik Deutschland wurde das Studentenwerk Aachen als eingetragener Verein neu gegründet.

Diese Rechtsform hatte unter der Geschäftsführung des Johannes Redding bis zum Jahre 1974 Bestand. Das Kontrollorgan war der Vorstand des eingetragenen Vereins. Die Arbeitnehmervertretung war der Betriebsrat (Betriebsverfassungsgesetz).

Anfang der 70-er Jahre kam es zum großen Studierendenstreik unter der Führung des Asta (Der ehemalige MdB und MdE Dieter Schinzel spielte hier eine dominante Rolle als einer der Streikführer!). Das Studentenwerk wurde tagelang boykottiert. Der Mesa-Betrieb wurde ob des Boykotts gänzlich eingestellt. Erst nach der Einstellung eines diplomierten Küchenmeisters auf Empfehlung der DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR ERNÄHRUNG beruhigte sich die Situation und der Betrieb konnte in den Küchen wieder zu 100 % aufgenommen werden.

Im Jahr 1974 wurde das Studentenwerk Aachen (wie alle übrigen Studentenwerke des Landes NRW) in die Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts erhoben. Ab diesem Zeitpunkt galt das Studentenwerksgesetz von NRW. Darin wurde der Verwaltungsrat als Kontrollorgan bestimmt. Das kollektive Arbeitsrecht nahm ab diesem Zeitpunkt der Personalrat wahr (Landespersonalvertretungsgesetz von NRW).

Mitte der 70er Jahre kam es wieder zu einem großen Streik der Studierenden gegen Mietenpreis- und Essenspreiserhöhungen. Das Hauptgebäude an der Turmstraße 3 wurde von Studierenden besetzt. Der Asta (mehrheitlich SHB und MSB-SPARTAKUS) führte die Studierenden an.

Der Geschäftsführer Johannes Redding ging aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand.

Nach einigen Monaten mit Interimsgeschäftsführern wurde dann Dieter Schinzel zum Geschäftsführer des Studentenwerks Aachen – A.ö.R.- (http://www.ak-gewerkschafter.de/videos/sk-15-uber-dieter-schinzel-02-06-1994/) bestellt, der allerdings nach nur zweijähriger Tätigkeit und eine dubiose „Studentenwerks-Affäre“ hinterlassend, 1979 die Geschäftsführung aufgab und in das Europa-Parlament einzog.

Quelle: Aachener Zeitung / Aachener Nachrichten / BILD-Zeitung

1976 gab die Landesregierung ein Rationalsierungsgutachten bei der Firma KRUPP in Auftrag,  das durch den Arbeitnehmer-Druck – nicht zuletzt auch aus dem Studentenwerk Aachen – vom Tisch kam.

1981 kam es zur dann zu einer weiteren großen Protestaktion gegen die Sparpolitik des Landes NRW in Bezug auf die Kürzung der Landeszuschüsse auch in Aachen. Bei einer Protestkundgebung in Düsseldorf nahmen 40.000 Studierende und ca. 800 Studentenwerker/Innen aus dem gesamten Land NRW teil. Der Sparerlass, der eine Einsparung von 1 % der Zuschussmittel des Landes vorsah, wurde seitens des Wissenschaftsministers zurückgenommen.

1992 kam es zu einem 7-tägigen Totalstreik der Beschäftigten des Studentenwerks Aachen, der dazu führte, dass alle Einrichtungen des Studentenwerks geschlossen wurden. Die Streikführung hatte die Gewerkschaft ÖTV (heute Ver.di) inne. Der Organisationsgrad von 95 Prozent der Studentenwerker/Innen ermöglichte diesen Arbeitskampf. Der Hintergrund war eine geforderte Lohnerhöhung. Der Klick auf den nachstehenden Link bättert das entsprechende Streikvideo auf.

> http://www.ak-gewerkschafter.de/videos/1992-streik-im-studentenwerk-aachen/ !

Quelle: Aachener Zeitung / Aachener Nachrichten und Publikationen der Gewerkschaft ÖTV

1995/1996 wurde das zweite Rationalisierungsgutachten für die Studentenwerke durch die Landesregierung von NRW  diesmal bei der Firma KPMG in Auftrag gegeben. Auch dieses Rationalisierungsgutachten wurde durch massiven Druck – besonders aus dem Studentenwerk Aachen – zu großen Teilen vom Tisch genommen.

Unbedingt wäre anzumerken, dass die seit Jahren anhaltende Mittelkürzung bei den Landeszuschüssen dazu geführt hat, dass beim Studentenwerk Aachen in der Bilanz 2017 unter Abschmitt  „B“ = „UMLAUFVERMÖGEN / WERTPAPIERE“ festgestellt werden kann, dass hier eine Summe von 3.000.000,00 Euro zum 31.12.17  ausgewiesen ist, die einer Summe von 0 Euro zum 31.12.16 gegenübersteht.

Das zeigt deutlich, dass das Land NRW sich immer weiter aus der Finanzierung der Studentenwerke herausklemmt.

Quelle: Geschäftsbericht 2017 des Studentenwerks Aachen

Mehr dazu nach dem Klick auf den hier stehenden Link.

> http://www.ak-gewerkschafter.de/2018/11/25/studentenwerk-aachens-bilanz-zum-31-12-17-im-geschaeftsbericht-2017-weist-3-000-00000-euro-an-wertpapieren-aus/ !

Diese Auflistung wird noch einmal aktualisiert. Themen wie die Ablösung des Honnefer Modells als ein Vorläufer des heutigen Bundesausbildungsförderungsgesetzes zur finanziellen Unterstützung von Studenten während ihres Studiums werden Eingang in diesen Beitrag finden. Es wurde 1955 von einer Konferenz in Honnef beschlossen und zum Wintersemester 1957/58 offiziell eingeführt. Es wurde Anfang der 70er Jahre durch das BAFöG abgelöst. Es hatte auch im Studentenwerk Aachen Auswirkungen und führte zu einer Flut von Eingruppierungsklagen bei den Mitarbeiter/Innen des BAFöG-Amtes, die für die betroffenen Beschäftigten positv verliefen.

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Auch ausserhalb dieser Aufzählung kam es zu vielfältigen Protestaktionen, wie in der nachstehenden Gewerkschafter-Information aus dem Jahr 1998 zu lesen steht.

                  Bildergebnis für fotos von streiks beim studentenwerk aachen

 

Vor der Jubiläumsfeier werden wir einen Pressebericht erstellen und eine Pressekonferenz geben, wo der unterzeichnende Koordinator, der 35 Jahre aktiv im Studentenwerk Aachen tätig war, die Ergänzungsdetails der Öffentlichkeit vorstellen wird.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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4 Antworten zu Das Studentenwerk Aachen wird demnächst 100 Jahre alt! Wir ergänzen den Vorbericht zur Jubiläumsveranstaltung!

  1. Klaus-Friedel Klär sagt:

    Lieber Kollege Manni Engelhardt,
    dein Beitrag weist aus, dass du als langjähriger Personalratsvorsitzender, der sich heute im Ruhestand befindet, ein profundes Wissen über das Studierendenwerk (Studentenwerk Aachen) besitzt.
    Da ist es für meine Kollegen und für mich vollkommen uverständlich, dass dein Wissen durch das Sudierendenwerk nicht abgefragt worden ist?
    Besonders die Zeit der Nazidiktatur hätte beleuchtet werden müssen, was seitens der Verfasserinnen und Verfasser des Jubiläumsartikels vollkommen unterlassen wurde.
    Die Streiks der Studierenden und der große Streik des Personals aus dem Jahre 1992 hätten unbedingt Erwähnung finden müssen.
    Für mich ist der Artikel des Studierendenwerks (salopp formuliert) ein „Stümperwerk“.
    Mit kollegialen Grüßen
    Klaus-Friedel Klär

  2. Fritz Winkelmann sagt:

    Auweia, Auweia, liebe Kolleginnen und Kollegen,

    da ist man ganz einfach sprachlos. Wenn man den Bericht des Studierendenwerks dem Bericht des Manni Engelhardt gegenüberhält glaubt man, dass hier über zwei verschiedenen Institutionen berichtet wird.
    Der Bericht des Studierendenwerkes beinhaltet Friede, Freude, Eierkuchen, denn selbst der geneigte Leser muss sich das wirklich Historische selber zusammensuchen.

    Einfach fatal, dass ein Rentner, der zwar viele Jahrzehnte im Studierendenwerk in Funktion war, die wirklich historisch wichtigen Ábschnitte in korrektiver Fassung dem Bericht zufügen muss, um ein korrektes Gesamtbild erzeugen zu können.

    Auweia, Auweia, Auweia…!

    Fritz Winkelmann

  3. Basti Heyden sagt:

    Liebe Kolleginnen und Kollegen des Gewerkschafterkreises in Aachen,

    sehr wahrscheinlich hat es für die heutige Führungsmannschaft des Studierendenwerks weder eine Naziherrschaft noch eine Schinzelära oder einen totalen Streik der Beschäftigten gegeben.
    Da soll wohl nur noch ein Wohlfühlklima herrschen, wie es in der Fledermaus von Johann Strauß zu hören ist. Es lautet: „Glücklich ist, wer vergisst, was einmal gewesen ist“.

    Mit solidarischen Grüßen
    Basti Heyden

  4. Axel Manze sagt:

    Lieber Manni, liebe Kolleg/Innen,

    als ehemaliger Arbeitskollege, der mit dir, lieber Manni, gemeinsam vor 50 Jahren auf dem Schiff als Koch gearbeitet hat, weiß ich genau, wie sehr du Wert auf die saubere Darstellung von Faktenlagen legst. Das kann ich auch heute noch so von dir behaupten, denn die Webseiten, die du pflegst (Rolling Stones und Gewerkschaft), sprechen einwandfrei dafür.
    Mir scheint, dass dein Exarbeitgeber bestimmte Fakten, weshalb auch immer, in seinem Jubiläumsartikel nicht veröffentlichen will, oder ich müsste mich ganz schwer täuschen?
    Sicherlich sind manche Sachen unbequem, aber sie deswegen komplett auszublenden ist der falsche Weg. Unbequeme Wahrheiten, wie z. B. der Zeitabschnitt 1933 bis 1945, sind für uns Deutsche kein Ruhmesblatt, gehören aber auf allen Ebenen nach aussen transparent gemacht. Da sollte die Leitung des Studierendenwerks nachbessern.

    Mit den allerbesten Grüßen
    Axel Manze

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