Kollege Wolfgang Erbe informiert aktuell zum CORONA-VIRUS und über den dadurch beeinträchtigten Welthandel!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
soeben hat uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) wieder eine aktuelle Mitteilung des Kollegen Wolfgang Erbe (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=wolfgang+erbe) zum Coronavirus erreicht.
 
Wolfgang thematisiert darin das Folgende:
 
„Welthandel akut betroffen – Lieferketten, Fracht und Logistik – Nichts geht mehr: Corona stoppt Export nach China!“
 
Wir haben die aktuelle Mitteilung in gekürzter Fassung zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme nachstehend auf unsere Homepage gepostet.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 

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Kollege Wolfgang Erbe informiert:

+++ Coronavirus-Newsblog +++
 
 
150 BMW-Mitarbeiter in Quarantäne 
 
RKI setzt Risiko auf „mäßig“ herauf
 
Die Zahl der Infektionen in Deutschland steigt an. Weltweit reagieren immer mehr Unternehmen und Behörden auf das Coronavirus. Die Entwicklungen im Newsblog.
 
 
 
Coronavirus : affrontements à l’arrivée d’un navire de croisière au Port (Réunion) – 1 mars 2020
 

Coronavirus – Welthandel akut betroffen – Lieferketten, Fracht und Logistik –  Nichts geht mehr: Corona stoppt Export nach China

Corona-Virus: Einschränkungen bei Seefracht-Transporten

Im Moment betreffen die Verzögerungen durch den Ausbruch des Corona-Virus in erster Linie Fahrten von und nach China. Da diese aber in globale Netzwerke eingebunden sind, kommt es inzwischen auch zu Auswirkungen auf andere Häfen in Asien und Europa. So sind mittlerweile auch Linien von und nach Indien, Pakistan und Bangladesch betroffen und wir rechnen momentan damit, dass sich dies in den kommenden Tagen weiter ausweiten wird.

In Shanghai konnten in Kalenderwoche 6 lediglich die Hälfte der geplanten Schiffsabfahrten nach Europa abgefertigt werden und große Reedereien haben angekündigt, dass auch in den nächsten Wochen Abfahrten in größerem Umfang reduziert werden müssen. Auch wenn die Zeit nach dem „Chinese New Year“ erfahrungsgemäß eher ruhig anläuft, sind diese Ausfälle sehr hoch und werden spürbare Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben. Relativ schnell wird sich das Corona-Virus auch auf den Export-Markt in Europa auswirken, da die ausgefallenen Schiffe aus China dann im ausgehenden Verkehr fehlen.
 
Selbst wenn kurzfristig eine Verbesserung der Situation eintreten sollte, werden die eingeschränkten Abfahrten über Wochen und Monate hin zu Kapazitätsengpässen führen. Einige Reeder haben zudem bereits begonnen, sogenannte Peak Season Surcharges einzuführen, andere werden diesem Beispiel in Kürze folgen.

Streck Transport steht in ständiger Verbindung mit den Partnern in China sowie den langjährigen Reeder-Partnern, um in dieser Ausnahmesituation die individuell beste Lösung für die betroffenen Kunden zu finden. Wir möchten Sie bitten, bei anstehenden Asien-Transporten Ihre jeweiligen Streck-Ansprechpartner frühzeitig zu kontaktieren, damit wir möglichst schnell mit konkreten Planungen beginnen können.

Nichts geht mehr: Corona stoppt Export von Holz aus Arnsberger Wald nach China

Möhnesee – Gefühlt gibt es kaum ein Desaster, das den heimischen Waldbauern derzeit erspart bleibt – und jetzt auch noch der Coronavirus: Nein, den hat sich zwar bislang niemand der rund 130 Waldbesitzer am und südlich vom Möhnesee persönlich eingefangen, unmittelbar betroffen von der Epidemie sind sie aber doch. 

„Hier geht seit ungefähr zwei Wochen nichts mehr raus“, beschreibt Försterin Anna-Maria Hille die aktuelle Situation – und meint damit den Abtransport großer Holzmengen aus den bekanntlich arg geschundenen Wäldern in der Region.

Rund 30 Container, jeweils beladen mit 30 Festmetern, wurden seitdem wöchentlich vom Möhnesee aus auf die Reise nach China geschickt. Damit aber ist es jetzt, zumindest vorerst, vorbei. In der global vernetzten Handelswelt zeigen die umfangreichen Sperrmaßnahmen der chinesischen Regierung Wirkung: Weil ganze Häfen geschlossen wurden, kam der Handel, auch mit Holz, zum Stillstand. 

„Die Ladungen werden nicht mehr gelöscht, Schiffe liegen in den Häfen fest – und mit ihnen die Ladung in den Containern“, erklärt Hille. Keine Container und keine Schiffe – heißt kein Export mehr. Und damit kaufen die allermeisten Exporteure, Vertragspartner des Holzkontors, keine Bestände mehr. „Für die ist das Risiko einfach zu groß, auf dem Holz sitzen zu bleiben“, weiß Hille. 

Dieses Risiko tragen damit, ganz am Anfang der langen Kette, die heimischen Waldbauern, die derzeit kaum mehr als darauf hoffen können, dass die Handelsbeschränkungen irgendwann in nächster Zeit wieder aufgehoben werden: Sie lassen die geschädigten Bäume weiterhin fällen, die türmen sich aber immer höher an den Waldwegen auf – die stetig wachsenden Polter sind nicht zu übersehen. 

Und das könnte noch eine ganze Weile so weitergehen, für das heimische Holz gibt es keine wirklichen Alternativen zum chinesischen Markt. „Kleinere Mengen gehen noch nach Korea“, so Hille, aber das sei nicht annähernd vergleichbar mit China. 

Mehr als hoffen und beten, dass sich die Situation bald wieder bessern wird, bleibt den Waldbauern damit nicht. Aber darin haben sie ja schon einige Übung.

 
Coronavirus: Chinas Logistik liegt still

Im vom Coronavirus gebeutelten China stehen die Lkw still, Waren stranden in den Umschlagplätzen des Landes. Das bringt ernsthafte Konsequenzen mit sich.

Die Waren kommen zwar noch auf den Umschlagplätzen an Chinas Häfen an, doch dort ist dann Endstation. Wegen des Coronavirus ist die Logistik in dem Land zum Erliegen gekommen, laut ntv sogar „größtenteils zusammengebrochen“. Die Kapazitäten vieler Häfen seien ausgereizt – nichts geht mehr.

In den großen Frachthäfen türmen sich mittlerweile unter anderem auch Tausende Container mit gefrorenem Schweine-, Rind- und Geflügelfleisch. Hier drohen nun weitere Konsequenzen: Da die Lkw-Fahrer wegen der Epidemie ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen dürfen und Stromanschlüsse fehlen, um die zahlreichen Container zu kühlen, wird das Fleisch wohl in den Frachtcontainern auftauen und gammeln. Ein Facebook-Post von FreightHub zeigt eindrücklich die stillstehenden Lkw:

https://www.logistik-watchblog.de/neuheiten/2380-coronavirus-chinas-logistik-liegt-still.html

Wirtschaft Coronavirus

Kein Kontakt zu Chinesen – die neuen Regeln der Reedereien

Das Coronavirus sorgt auf den Weltmeeren für Einschränkungen. Für Schiffe, die in China festmachen, gelten strenge Regeln. Das sorgt bei deutschen Firmen für Unruhe. Vor allem für eine Gruppe könnte die Epidemie drastische Folgen haben.

Die weltgrößte Containerreederei Maersk aus Dänemark hat in den vergangenen zwei Wochen 50 Schiffsabfahrten aus China aus ihren Plänen gestrichen. Vieles werde davon abhängen, wie sich in den kommenden Tagen die Erkrankungen durch das Coronavirus entwickeln würden, sagte Reedereichef Søren Skou am Firmensitz in Kopenhagen.

Die chinesische Staatsreederei Cosco wiederum konnte nach Informationen der Europäischen Handelskammer in China in den zurückliegenden vier Wochen 70 Containerschiffe nicht aus dem Land auslaufen lassen. Betroffen sind die beiden wichtigsten Handelsrouten in Richtung Nordamerika und Europa

Das größte deutsche Schifffahrtsunternehmen Hapag-Lloyd beschreibt die aktuelle Lage in China so: Demnach kommt es zu wesentlichen Einschränkungen, weil viele Fabriken in dem Land noch nicht wieder auf Hochtouren laufen. Die Beschäftigten sind teilweise noch nicht alle zu ihren Arbeitsstätten zurückgekehrt.

Zudem herrscht an den Produktionsstandorten ein Mangel an Lkw und Fahrern. All das führt zum Ausfall von Transport oder zu Verzögerungen. Dennoch gibt sich Hapag-Lloyd zuversichtlich. „Wir erwarten, dass sich angesichts der deutlich verbesserten Situation in China auch die Lage in der Containerschifffahrt schon in den nächsten zwei Wochen allmählich stabilisieren wird“, sagt ein Konzernsprecher.

Branche noch ohne verlässliche Zahlen

Die Lage im Schiffstransport von und nach China ist derzeit unübersichtlich, übergreifende Zahlen zu Schiffspassagen gibt es nicht. Doch alle großen Reedereien sind von Einschränkungen betroffen und leiten Maßnahmen ein. „Wir haben unsere Seeleute angewiesen, das Schiff in China nicht zu verlassen“, sagte der Sprecher von Hapag-Lloyd.

Außerdem gebe es keine Crewwechsel in chinesischen Häfen. Zudem müssen die Seeleute bei allen Aktivitäten an Bord in diesen Hafenstädten Schutzmasken tragen. Wieder andere Reedereien weisen die Crews an, möglichst wenig Kontakt zu Chinesen zu haben. Auf einem Containerschiff ist das besonders schwierig, wenn nämlich die sogenannten Stauer an Deck kommen und die Container mit Stangen befestigen.

https://www.welt.de/wirtschaft/article206157027/Reedereien-und-Schifffahrt-Coronavirus-haelt-Schiffe-in-chinesischen-Haefen-fest.html

26. Februar 2020.

Bremische Häfen rechnen mit Folgen durch Coronavirus

  • Die konkreten Folgen sind jedoch laut Bremenports noch unklar
  • „Sicher ist, dass es Auswirkungen haben wird“, sagte Sprecher
  • Wirtschaft rechnet mit Engpässen bei Lieferungen aus Fernost
Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie dürften sich in absehbarer Zeit auch in den Häfen von Bremerhaven und Wilhelmshaven bemerkbar machen. Zwar seien die konkreten Folgen für den Seehandel mit China noch unklar. Aber: „Sicher ist, dass es Auswirkungen haben wird“, sagte Bremenports-Sprecher Holger Bruns. Belastbare Daten dazu gebe es noch nicht.
Für die bremischen Häfen hat China seit Jahren eine hohe handelsstrategische Bedeutung. Die Volksrepublik ist nach den USA und vor Russland der zweitwichtigste Handelspartner des kleinsten Bundeslandes. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) rechnen mehrere Branchen in den kommenden Wochen mit Engpässen bei Lieferungen aus Fernost, unter anderem Elektro, Automobil, Pharma und Papier.
 

Endstation Containerhafen In China türmen sich Berge an Tiefkühlfleisch

An den großen Umschlagplätzen an der chinesischen Küste stranden immer mehr Waren. Wegen des Coronavirus fehlen Lkw-Fahrer. Weiterverarbeitende Fabriken sind geschlossen. Die Kapazitäten für Container sind ausgereizt. Tonnenweise gefrorenes Fleisch droht zu vergammeln.

Der Zugang zum Riesenabsatzmarkt China wird für internationale Produzenten zunehmend zu einer Sackgasse. Zwar erreichen ihre Waren noch die großen Umschlagplätze an der Küste, aber von dort werden sie nicht weitertransportiert. Die Logistik im Land ist wegen der Corona-Epidemie größtenteils zusammengebrochen. Laut Bloomberg türmen sich deshalb in den großen Frachthäfen Tausende Container mit gefrorenem Schweine-, Rind- und Geflügelfleisch. Die Kapazitäten vieler Häfen seien erschöpft, zitiert die US-Finanzagentur Insider.

In China liegen annähernd zwei Drittel der Wirtschaft wegen des Virus lahm. Nicht nur Geschäfte, Restaurants und Fabriken werden in Mitleidenschaft gezogen. Wie es heißt, haben auch die Frachthäfen mit zunehmenden Schwierigkeiten zu kämpfen. Es mangele an Transportmöglichkeiten und Personal. Die Empfänger könnten ihre Ware nicht abholen, weil es nicht genügend Lkw-Fahrer gebe. Wenn sie in ihre Städte zurückkehrten, müssten sie 14 Tage in Quarantäne.

Wolfgang Erbe

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