Der BBU berichtet durch Kollegen Udo Buchholz über die Münster-Demonstration gegen Uranmüllexporte vom 02.03.2020!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
eine weitere Pressemitteilung des BBU hat uns über dessen Vorstandsmitglied und Pressesprecher Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+bbu) erreicht.
 
Darin berichtet der BBU über die Münster-Demonstration gegen Uranmüllexporte vom 02.03.2020.
 
Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 

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Der BBU teilt mit:

 
 
 
(Das Foto zeigt die Demonstration gegen Uranmüllexporte, Münster, 02.03.2020)
 
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BBU-Pressemitteilung vom 03.03.2020
 
Münster: Demonstration gegen Uranmüllexporte / Kein griffiger
Katastrophenschutz
 
(Bonn, Gronau, Münster 03.03.2020) Am Montagabend (2.3.2020) haben rund
70 Personen in Münster an einer Demonstration gegen Uranmüllexporte nach
Russland teilgenommen. Der Uranmüll fällt in großen Mengen in der
Urananreicherungsanlage in Gronau an und wird mit Sonderzügen quer durch
den Münsteraner Hauptbahnhof und das Ruhrgebiet zum Hafen in Amsterdam
transportiert. Von dort wird der Uranmüll mit einem Schiff nach Russland
gebracht. Der bisher letzte Uranmülltransport von Gronau nach Russland
erfolgte im Dezember 2019. Wann der nächste Sonderzug mit Uranmüll
starten wird, ist der Öffentlichkeit nicht bekannt. Bereits seit Wochen
sind Bahnwaggons auf dem Gelände der Gronauer Uranfabrik.
 
Bei der Auftaktkundgebung am Montag in Münster sprachen sich Rednerinnen
und Redner mehrerer örtlicher und überörtlicher Bürgerinitiativen und
Umweltverbände gegen den Uranmüllexport und für die sofortige
Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage aus. Außerdem wurde in
Redebeiträgen von Klimaschutzinitiativen betont, dass mit der Nutzung
der Atomenergie kein Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird.
 
Bei der Kundgebung vor dem Münsteraner Hauptbahnhof kam u. a. auch
Vladimir Slivyak von der russischen Umweltorganisation Ecodefense zu
Wort. Er berichtete über die Proteste in Russland gegen die gefährlichen
und unerwünschten Urantransporte .
 
Udo Buchholz vom Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen
Umweltschutz (BBU) wies in seiner Rede auf die Ballung an Atomanlagen im
Grenzgebiet der Niederlande mit der Bundesrepublik hin. Als regionale
Standorte laufender Atomanlagen nannte er Ahaus, Gronau, Almelo (NL) und
Lingen. Dort sind gleich mehrere Atomanlagen in Betrieb – einschließlich
des AKW Lingen 2, das nach offiziellen Plänen noch bis Ende 2022 am Netz
bleiben soll. Im Namen des BBU forderte Buchholz zum Schutz der
Bevölkerung die sofortige Stilllegung all dieser Anlagen. Außerdem warf
er vor dem Hintergrund erster Corona-Erkrankungen in NRW die Frage auf,
wo nach einem schweren Atomunfall hunderte oder tausende verstrahlte
Menschen untergebracht und behandelt werden sollen. Er erinnerte an den
bisher schwersten Unfall in der Gronauer Urananreicherungsanlage im Jahr
2010. Damals wurde „nur“ ein Arbeiter verstrahlt, der vier Krankenhäuser
durchlaufen musste. Schon dieses Ereignis verdeutlichte, dass es im
Ernstfall keinen griffigen Katastrophenschutz gibt. Das AKW Lingen 2 ist
von Münster nur ca. 50 km Luftlinie entfernt.
 
50 Jahre Vertrag von Almelo
 
Am Mittwoch, 4. März, der 50. Jahrestag des Vertrages von Almelo, finden
um 15 Uhr gleichzeitig Protestaktionen bei den Urananreicherungsanlagen
der Urenco in Capenhurst (GB), Almelo (Drienemansweg 1, NL) und Gronau
(Röntgenstraße 4) statt.
 
Am 4. März 2020 ist es genau 50 Jahre her, dass im Rathaus von Almelo
der Vertrag von Almelo unterzeichnet wurde. Der Vertrag von Almelo
begründete eine Vereinbarung zwischen den Niederlanden, Großbritannien
und (West)Deutschland über die Bildung eines Unternehmens mit dem Ziel
der Urananreicherung mittels Ultrazentrifugen. Zu diesem Zweck
beschlossen die drei Länder die Gründung eines Unternehmens zur
Produktion von Zentrifugen und zum Bau von Urananreicherungsanlagen: Urenco.
 
Weitere Informationen:
 
 
 
 
 
 
Engagement unterstützen
 
Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um
Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse
Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33.
 
Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet
unter http://www.bbu-online.de und telefonisch unter 0228-214032. Die
Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72
Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.
 
Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen,
Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat
seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und
engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die
themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken.
Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche
Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen
die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für
umweltfreundliche Energiequellen.
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