WeMove.EU stützt die Kampagne zur CORONA-KRISE „Europäisches Grundeinkommen – jetz!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
soeben erreicht uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine Kampagne, die von WeMove.EU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=wemove.eu) in der COVID-19-Krise (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=corona) an uns alle zwecks Bedienung weitergereicht wird.
 
Darin wird Europäisches Grundeinkommen – jetz gefordert!
 
Wir haben diese Kampagne nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme und Bedienung auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „KAMPAGNEN“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/kampagnen/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
Bildergebnis für fotos vom logo von wemove.eu
 

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WeMove.EU informiert:

 
Die EU muss jetzt gewährleisten, dass niemand von uns pleitegeht. Gemeinsam fordern wir ein Notfall-Grundeinkommen für die ganze EU! ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ 

Diese Petition wurde auf unserer YouMove-Plattform von der Organisation Unconditional Basic Income Europe ins Leben gerufen und wir leiten sie gerne an Sie weiter.

Es geht rasend schnell: Wer keine Rücklagen bilden konnte, der steht in der Coronakrise jetzt schon mit dem Rücken zur Wand. Miete, Lebensmittel und Kreditraten müssen weiter bezahlt werden. Die Krise trifft die Schwächsten in ganz Europa schnell und existenziell. Das erfordert eine abgestimmte Antwort in der ganzen EU. Wir fordern ein Notfall-Grundeinkommen in der EU – jetzt!

Hallo Manni Engelhardt,

die Liste der Betroffenen ist lang und wir alle haben ihre Arbeit bisher selbstverständlich in Anspruch genommen: Friseurinnen, Taxifahrer, Kellner, Künstlerinnen, Fitnesstrainer, Hotelangestellte, Flugbegleiterinnen und viele mehr. Ihr Einkommen ist weg, wenn die Rücklagen aufgebraucht sind, wissen sie nicht, wie sie ihre laufenden Kosten bezahlen sollen.

Da stellen sich schnell existentielle Fragen: Wie lange wird es dauern? Welche Möglichkeiten bleiben mir noch? Wie lange reichen die Ersparnisse? Wer kann helfen?

Wir erwarten, dass es in dieser Frage nicht nur eine nationale Antwort gibt, sondern eine europäische. Wir erwarten von den Staats- und Regierungschefs der EU, dass sie unverzüglich Hilfe bereitstellen – schnell und unbürokratisch.

In den USA hat die Regierung eine erste Direktzahlung von 1.000 US-Dollar bereits angekündigt, eine zweite Zahlung soll folgen. [1] Die britische Regierung schließt eine ähnliche Maßnahme nicht aus und in Hongkong ist das Geld bereits geflossen. [2, 3] In Deutschland fordern schon mehr als 300.000 Menschen ein Grundeinkommen für sechs Monate [4] – wir fordern ein Grundeinkommen jetzt auf europäischer Ebene.

Die Hilfe muss die Menschen jetzt schnell erreichen – die Staats- und Regierungschefs der EU haben es in der Hand. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass sie es richtig machen – Notfall-Grundeinkommen jetzt!

Appell unterzeichnen

In der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008 – 2012 hat die EU mehrere Billionen Euro für angeschlagene Banken zur Verfügung gestellt. Damals standen die Banken an erster Stelle. Jetzt ist es notwendig, die betroffenen Menschen direkt zu unterstützen.

Mit dem Appell schlagen wir eine bedingungslose monatliche Zahlung für jede Person vor – in einer Höhe, mit der die Lebensgrundlage im Alltag gesichert ist. Ein solches System hat den großen Vorteil, dass es nur ein Minimum an Bürokratie braucht und daher schnell eingerichtet ist. [5]

In vielen Institutionen der EU wird in diesen Tagen an Vorschlägen gearbeitet, die Wirtschaft zu stützen. Die ersten Schritten sind bereits getan, weitere werden folgen. [6] Und deshalb ist jetzt der richtige Moment, einen europaweiten Appell für schnelle und unbürokratische Hilfe zu starten.

Appell unterzeichnen

Krisen bringen beides im Menschen hervor: das Beste und das Schlechteste. Wir wollen das Beste aus der Krise machen – es ist unsere Chance, Solidarität zu zeigen, unserem nächsten Menschen verbunden zu sein, auch wenn der am anderen Ende Europas wohnt.

In Solidarität,

Das Team von WeMove Europe

PS: Wir sehen, dass die Art, wie wir wirtschaften, gerade in Frage gestellt wird. Viele alte Glaubenssätze fallen und diejenigen in der EU, die Entscheidungen fällen müssen, suchen händeringend nach Lösungen. Es liegt an uns ihnen zu sagen, dass die Lösung als Erstes das Viertel der Gesellschaft erreichen muss, das schon in normalen Zeiten von Armut bedroht ist. Fordern Sie ein Notfall-Grundeinkommen mit uns!

Referenzen:
[1] https://www.newsweek.com/4000-1000-tax-breaks-lawmakers-economists-weigh-solutions-help-americans-amid-economic-1493098
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Trump-schenkt-jedem-US-Buerger-1000-Dollar-article21650976.html
[2] https://www.telegraph.co.uk/business/2020/03/18/johnson-considers-giving-free-cash/
[3] https://www.stern.de/wirtschaft/news/helikoptergeld-gegen-die-krise–staaten-schenken-ihren-buergern-jetzt-geld-9189618.html
[4] https://www.change.org/p/finanzminister-olaf-scholz-und-wirtschaftsminister-peter-altmaier-mit-dem-bedingungslosen-grundeinkommen-durch-die-coronakrise-coronavirusde-olafscholz-peteraltmaier
[5] Die EU würde einen Fonds einrichten, mit dem Zahlungen garantieren werden. Es würde aber an den Mitgliedstaaten liegen, das Geld dann zu verteilen und eventuell sogar zu erhöhen.
[6]https://www.ecb.europa.eu/press/pr/date/2020/html/ecb.pr200318_1~3949d6f266.en.html
Die Entscheidung der EZB vom 18. März 2020, 750 Milliarden zur Bewältigung der Coronakrise bereitzustellen, zeigt bereits, dass und auf welchem Wege Geld schnell zur Verfügung gestellt werden kann.

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