Herr Werner Schells KLARTEXT: Pflegenotstand und die Corona-Pandemie / Pflegekräfte – Wertschätzung durch Verbesserung der Arbeitsbedingungen gestalten!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir eine Mitteilung des Herrn Werner Schell (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=werner+schell) zum Thema „Pflegenotstand und die Corona-Pandemie – Klartext“ erhalten.
 
Darin fordert der Vorstand des Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerks speziell auch für die Pflegekräfte die Wertschätzung durch Verbesserung der Arbeitsbedingungen!

Wir haben die komplette Mitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „GESUNDHEITSPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/gesundheitspolitik/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 

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Herr Werner Schell informiert:

 

 

 

 

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Unabhängige und gemeinnützige Initiative

Vorstand: Werner Schell – Harffer Straße 59 – 41469 Neuss

Tel.: 02131 / 150779

E-Mail: ProPflege@wernerschell.de

Internet: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

 

28.03.2020

Pflegenotstand und die Corona-Pandemie – Klartext:

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat – neben anderen – einige Äußerungen des Neusser Klinikchefs Dr. Krämer als total misslungen bezeichnet (die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete am 27.03.2020) und gleichzeitig die Hoffnung geäußert, dass nunmehr die berechtigten Anliegen der Pflegekräfte endlich refomerisch in den Blick genommen werden.

Bessere Arbeitsbedingungen sind überfällig. D.h. vor allem, verbesserte Stellenschlüssel und deutlich höhere Vergütungen. Dafür tritt Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk bereits seit vielen Jahren ein und hat bei den Neusser Pflegetreffs immer wieder auf die Reformerfordernisse aufmerksam gemacht. Ungeachtet dessen haben sich die politisch Verantwortlichen immer an den entscheidenden Korrekturen im Pflegesystem vorbei gedrückt. Sie haben wohl überwiegend Informationen und Beratung dort angefragt, wo aus ökonomischen Interessenlagen Veranlassung gesehen wurde, die Situation nur schön zu reden. Dies, obwohl immer mehr Pflegekräfte für immer mehr schwer kranke Patienten und pflegebedürftige Personen tätig werden müssen. Die Misere wird jetzt, wo das Gesundheits- und Pflegesystem angesichts der Corona-Pandemie besonders gefordert ist, überdeutlich.

Jetzt, in einer Notsituation, die wichtigen Pflegekräfte überschwänglich mit Lob und Anerkennungserklärungen zu bedenken, ist mehr als peinlich. Wenn z.B. die Abgeordneten im Deutschen Bundestag die Tätigkeit der Pflegekräfte stehend beklatschen, fehlt mir dafür nahezu jedes Verständnis. Die als vermeintliche „Helden“ bezeichneten Pflegekräfte hätten zeitgerecht eine Aufwertung erfahren müssen.

Die bisherige Vernachlässigung der Pflegekräfte zeigt zweifelsfrei auf, dass es eklatante Versäumnisse gegeben hat. Da die Veränderungserfordernisse seit langer Zeit verdeutlicht worden sind, auch von hier, sind die politischen Versäumnisse zumindest als grob fahrlässig verursacht einzustufen. Das ist ein unmissverständlicher Vorwurf, aber mehr als berechtigt.

Wie bereits gesagt: Wie wäre es, statt Beklatschen, spontan allen Personen, die nahe an kranken Menschen tätig sind, zunächst für 6 Monate eine Corona-Gefahrenzulage von 200 Euro/Monat (oder auch mehr), einfach so (aus Steuermitteln natürlich) zu zahlen? Nach Abklingen der Krise müssen dann aber endlich grundlegende Reformen umgesetzt werden, die die Arbeitsbedingungen in allen Pflegesystem entscheidend und dauerhaft verbessern!

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung hat am 28.03.2020 das vielfach kritisierte Statement von Dr. Krämer noch einmal in einigen Beiträgen aufgegriffen und u.a. eine Pflegerin sprechen lassen: „Solche Aussagen sind einfach nur verletzend“. Der „Betriebsrat nennt Krämer untragbar“. Es wird in den Berichten deutlich gemacht, dass Pflegekräfte neben Unterstützung und Wertschätzung eine faire Bezahlung und eine entsprechende Personalstärke verdienen.

Dann heißt es weiter: > Das unterstreicht Werner Schell vom „Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk“. „Seit 1995 werbe ich unter anderem für verbesserte Stellenschlüssel und höhere Vergütungen in der Pflege“, sagt er. Nun sollten alle wachgerüttelt sein, „dass wir die Pflegeberufe über Jahrzehnte vernachlässigt haben“. <

Übrigens, zahlreiche kurze Filmbeiträge bei Youtube machen das Werben für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege deutlich:

> https://www.youtube.com/watch?v=qbyHRxX9ikk&feature=youtu.be

> https://www.youtube.com/watch?v=XYqs_-kZtgE

> https://www.youtube.com/watch?v=dGm3gF9p_Rs

> https://www.youtube.com/watch?v=KXX7VYoJIuQ

> https://www.youtube.com/watch?v=VzliA0ss-A8&feature=youtu.be

> https://www.youtube.com/watch?v=LOnV_OY2j-A&feature=youtu.be

> https://www.youtube.com/watch?v=LOnV_OY2j-A&feature=youtu.be

(Quelle und weitere Hinweise: http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=6&t=21070 )

Werner Schell

Diplom-Verwaltungswirt – Oberamtsrat a.D. – Buchautor/Journalist – Dozent für Pflegerecht

Mitglied im Verband der Medizin- und Wissenschaftsjournalisten e. V. https://www.vmwj.de
http://www.wernerschell.de – Pflegerecht und Gesundheitswesen

Infos auch bei https://www.facebook.com/werner.schell.7 bzw. https://twitter.com/SchellWerner

Corona-Krise:

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