Kollege Udo Buchholz informiert für 8 Umweltorganisationen darüber, dass 750 Tonnen Uranmüll unter Protest – trotz der CORONA-HYSTERIE – Gronau verlassen haben und Münster durchqueren. Auch in Münster wurde protestiert!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
soeben erhalten wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) über den Kollegen Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+bbu) die Mitteilung von 8 Umweltorganisationen darüber, dass 750 Tonnen Uranmüll Gronau unter Protest, trotz der CORONA-HYSTERIE verlassen haben und Münster durchqueren.
Auch in Münster wurde protestiert!
 
Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.
 
Unsere Anmerkung zum nachstehenden Foto: Da solle jetzt die Staatsamacht blos nicht sagen, die Protestler hätten sich extra vermummt!!! 🙂 🙂
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 
 

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Kollege Udo Buchholz informiert:

 
 
 
(Das Foto einen Teil der Mahnwache auf der Brücke vor der Gronauer Urananreicherungsanlage, 6.4.2020)
 
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Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
 
Kontakt:
Udo Buchholz, AKU Gronau/BBU, Tel. 02562-23125, 0178-9050717
Matthias Eickhoff, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Tel.
0176-64699023
 
Gronau/Münster/Bonn, Pressemitteilung Nr. 2 vom 6. April 2020
 
750 Tonnen Uranmüll verlassen Gronau unter Protest und durchqueren
Münster. Auch dort wurde protestiert
Sonderzug passiert Hamm und das Ruhrgebiet auf dem Weg nach Amsterdam /
Russland
 
Am Montag-Vormittag hat ein Sonderzug mit 15 Waggons und vermutlich
insgesamt 750 Tonnen abgereichertem Uranhexafluorid aus der
westfälischen Urananreicherungsanlage Gronau verlassen und ist jetzt auf
dem Weg zur russischen Atomfabrik Novouralsk. Auf der Bahnbrücke vor der
Urananreicherungsanlage fand eine erste Mahnwache statt, an der sich
abwechselnd rund 15 DemonstrantInnen beteiligten. In Münster nahmen rund
50 Personen an einer Mahnwache teil; das Münsteraner Ordnungsamt hatte
letztlich die Teilnahme von 45 Personen genehmigt. Nach der Durchfahrt
in Münster hatte der Sonderzug Hamm als nächstes Ziel. Dort hat der Zug
gegen 13.25 Uhr den Bahnhof verlassen, vermutlich Richtung Dortmund.
Ziel des Uranzuges ist der Verladehafen von Amsterdam. Von dort wird das
Transportschiff Mikhail Dudin die Atommüllfracht nach Russland
transportieren.
 
Die Durchführung der Mahnwachen in Gronau und Münster war zunächst
strittig. Letztlich wurden aber seitens der Ordnungsämter in Gronau und
Münster Genehmigungen erteilt, die mit Auflagen versehen waren. Die
TeilnehmerInnenzahl war begrenzt und es sollten Sicherheitsabstände
eingehalten werden. Zudem wurde das Tragen von Gesichtsmasken nahe gelegt.
 
Bürgerinitiativen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz
(BBU) kritisierten den Uranmüllexport in Zeiten der Corona-Krise.
 
„Das Verhalten des Urananreicherers Urenco ist unglaublich und
verantwortungslos. Viele Betriebe müssen wegen der Corona-Pandemie
erheblich zurückstecken, die Notfalldienste und Krankenhäuser sind voll
eingespannt – und die Öffentlichkeit soll zu Hause bleiben. Doch Urenco
besteht mitten in der Corona-Pandemie auf einem betrieblich völlig
unerheblichen und gefährlichen Uranmülltransport nach Russland. Urenco
stellt wirtschaftliche Erwägungen vor den Schutz der Allgemeinheit.
Warum machen das Bundesinnenministerium und die NRW-Landesregierung
dabei mit?“ fragt Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA (Sofortiger
Atomausstieg) Münster.
 
Die Kritik an dem Uranmülltransport von Gronau nach Novouralsk ist groß:
Bereits am Donnerstag hatte die Stadt Münster vom Urenco-Konzern, der
die Gronauer Urananreicherungsanlage betreibt, eine Aussetzung der
Urantransporte während der Corona-Pandemie gefordert. Die
Grünen-Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl und Oliver Krischer
forderten Bundesinnenminister Horst Seehofer auf, nicht nur
Castor-Transporte, sondern auch die jetzigen Urantransporte in
Corona-Zeiten zu untersagen. Auch die NRW-Landesvorsitzende der Grünen,
Mona Neubaur, nannte den Transport „unverantwortlich“. Der
Linken-Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel forderte ein „umfassendes
Uranexport-Verbot“. Auch Greenpeace fordert einen Transportstopp.Im
Vorfeld hatte das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen den
verantwortlichen NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart und den
Polizeibeauftragten der NRW-Landesregierung aufgefordert, für eine
Untersagung des gefährlichen Uranmüllexportes zu sorgen. Eine Antwort
gab es nicht.
 
Hintergründe:
 
Der Urenco-Konzern, an dem auch EON und RWE beteiligt sind, exportierte
bereits von 1995 bis 2009 abgereichertes Uranhexafluorid aus der
Urananreicherung als Atommüll zur Endlagerung nach Russland, um in
Deutschland die wesentlich teurere Entsorgung des Uranmülls zu umgehen.
Aufgrund internationaler Proteste gab es dann eine zehnjährige Pause,
bis im Frühjahr 2019 die Exporte insgeheim wieder aufgenommen wurden.
Seither verließen jetzt insgesamt 12 Uranmüllzüge Gronau mit insgesamt
mehr als 7000 t Uranhexafluorid.
 
Die Uranmüllzüge fuhren bisher immer von Gronau über Steinfurt durch
Münster und dann weiter via Drensteinfurt, Hamm, den Kreis Unna, das
Ruhrgebiet, Duisburg, Viersen, Mönchengladbach, Venlo und viele
niederländische Orte bis zum Hafen Amsterdam. Dort erfolgte die
Verladung nach St. Petersburg. Zielort ist die Geschlossene Stadt
Novouralsk, die von Außenstehenden nur mit Sondererlaubnis besucht
werden darf.
 
Bei Uranmülltransporten Ende 2019 hatten AtomkraftgegnerInnen zwei
Uranmüllzüge zwischen Gronau und Münster mit Abseilaktionen für mehrere
Stunden blockiert. Die Proteste richten sich auch gegen die häufigen
Urantransporte mit LKW, die mit dem Betrieb der Gronauer Uranfabrik
verbunden sind. Auch in Russland kam es in St. Petersburg, Moskau und
sogar am Zielort in der abgeschotteten Atomstadt Novouralsk zu Protesten
gegen die Uranmüllexporte. Zudem haben 70 000 Menschen in Russland eine
Protest-Petition gegen die Uranmüllexporte aus Deutschland
unterschrieben. Die Petition wurde im Januar dem Bundesumweltministerium
überreicht.
 
Gegen den Weiterbetrieb der Urananreicherungsanlage Gronau richtet sich
aktuell auch ein Ostermarsch-Appell, für den rund 20 Initiativen und
Verbände mittels einer Online-Petition Unterschriften sammeln. Die
Petition findet sich unter
 
 
Mitte März hatte das Bundesinnenministerium einen für Anfang April
geplanten Atommüll-Transport vom britischen Sellafield zum stillgelegten
AKW Biblis in Hessen aufgrund der Corona-Gefahrensituation abgesagt.
„Die Aussetzung der hochgefährlichen Urantransporte wäre ein
konsequenter nächster Schritt. Die Anti-Atomkraft-Bewegung bleibt am
Ball und engagiert sich weiterhin gegen Atomtransporte und für die
sofortige Stilllegung aller Uranfabriken und Atomkraftwerke“, so Udo
Buchholz vom Vorstand dees Bundesverbandes Bürgerinitiativen
Umweltschutz (BBU)
 
Weitere Informationen:
 
 
 
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