Der BBU informiert über die am heutigen Tage (Dienstag d.19.5.2020) stattfindenden Protest gegen Ahauser Atommüll in Münster / Kein Atommüll von Garching nach Ahaus!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben hat uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine Pressemitteilung des BBU über den Kollegen Udo Buchholz, dem Pressesprecher und Vorstandmitglied (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+bbu) der Organisation, erreicht.

Darin werden für heute (Dienstag 19.5.2020) Protest gegen Ahauser Atommüll in Münster / Kein Atommüll von Garching nach Ahaus angekündigt.

Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Der BBU informiert:

Foto Ahaus 15.12.2019 Atommülllager.jpg

(Das Foto zeigt Das Atommüll-Lager in Ahaus, 15.12.2019)

BBU-Pressemitteilung, 18.05.2020

Dienstag (19.5.2020): Protest gegen Ahauser Atommüll in Münster /
Kein Atommüll von Garching nach Ahaus

(Ahaus, Bonn, Münster 18.05.2020) Neben hochradioaktivem Atommüll wird
in Ahaus (Westfalen, NRW) auch schwach- und mittelradioaktiver Atommüll
gelagert. Die dafür aktuell gültige Genehmigung läuft in wenigen Wochen
am 20. Juli 2020 aus. Beantragt ist die Verlängerung bis zum Jahr 2057.
Dies geht weit über die 40jährige Genehmigung für das Ahauser
Atommüll-Lager, die 2036 endet, hinaus. Faktisch würde das Zwischenlager
so zu einem Dauerlager umgewandelt werden. Dagegen wehren sich die Stadt
Ahaus, das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, der
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und ganz besonders
dessen Mitglieds-Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“. Am Dienstag
(19. Mai 2020) veranstaltet die Bürgerinitiative in Münster vor dem Sitz
der zuständigen Bezirksregierung eine Protestaktion. Dass Protest gegen
Atomanlagen auch in den schwierigen Corona-Zeiten notwendig ist, betont
BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz: „ Der Austritt von Radioaktivität
vor wenigen Tagen aus dem Atomforschungsreaktor FRM II in Garching bei
München beweist erneut, dass Atomanlagen nicht sicher betrieben werden
können. Die Atommüllproduktion in Atomkraftwerken und Uranfabriken muss
gestoppt werden und es darf kein weiterer Atommüll in Ahaus eingelagert
werden. Auch nicht aus Garching.“

Genehmigungsbehörde für die drohende Verlängerung der Lagergenehmigung
für schwach- und mitteradioaktiven Atommül in Ahaus ist die
Bezirksregierung Münster. Deshalb wird die Bürgerinitiative am Dienstag
von 12 – 13 Uhr eine Mahnwache direkt vor dem Gebäude der
Bezirksregierung in Münster, Domplatz 1 – 3, durchführen.
Wegen der Corona-Pandemie werden die Teilnehmenden Mundschutz tragen und
Sicherheitsabstände einhalten. Schon am Sonntag (17. Mai) hatten mehr
als 50 Personen an einer Mahnwache der Bürgerinitiative in der
Innenstadt von Ahaus teilgenommen.

Vielfältiger Protest gegen Castor-Atommülltransporte von Garching nach Ahaus

Vor gut einem Jahr (am 9.3.19) haben mehr als 1.500 Menschen in Ahaus
gegen die schleichende Umwandlung des Ahauser Atommüll-Zwischenlagers in
ein Endloslager demonstriert. Über 11.500 Menschen haben zudem die
„Ahauser Erklärung“ mit demselben Ziel unterschrieben. Eine wichtige
Forderung dabei war auch der Verzicht auf geplante
Castor-Atommül-Transporte von Garching nach Ahaus. In einer
Pressemitteilung vom 10. März 2019 erinnerte die Bürgerinitiative „Kein
Atommüll in Ahaus“ an die mit dem Garchinger Atommü verbundenen Gefahren:

* der FRM II arbeitet mit hochangereichertem und damit waffenfähigen
Uran. Selbst die ausgedienten Brennelemente haben noch einen
Anreicherungsgrad von ca. 88%. Die Betreiber erhielten in der
Betriebsgenehmigung von 2003 die Auflage, den Reaktor spätestens bis
Ende 2010 auf niedrig angereicherten Brennstoff umzurüsten. Dies ist
nicht geschehen. Darauf wurde die Frist noch einmal bis Ende 2018
verlängert – wieder ohne dass die Betreiber etwas unternommen hätten!
* Der Betrieb des FRM II ist damit spätestens seit Ende 2018 illegal.
Die bayerischen Aufsichtsbehörden haben ihn dennoch bis heute
stillschweigend geduldet. Und die Bundesregierung fördert dieses
rechtswidrige Vorgehen noch finanziell (Forschungsministerin Karliczek).
* Das Atommüll-Lager Ahaus ist von Anfang an konzipiert und genehmigt
für Atommüll aus Anlagen, die mit niedrig angereichertem Material
für die zivile Nutzung arbeiten (3 – 5% Anreicherungsgrad). Von
hochangereichertem Material war niemals die Rede.
* Mit der Einlagerung hochangereicherten Atommülls würde Ahaus zu
einem interessanten Ziel für Terroranschläge aller Art. Dafür ist
das Lager sicherungstechnisch nicht ausgelegt.

Quelle und weitere Informationen:

https://www.bi-ahaus.de

https://www.bi-ahaus.de/index.php/presse/39-presse-2020/403-widerstand-gegen-drohende-atommuell-transporte-aus-garching-bi-diskutiert-in-der-fussgaengerzone

https://ahauser-erklaerung.de

https://www.facebook.com/BBU72

https://sofa-ms.de

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seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und
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die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für
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