CAMPACT informiert und hat über WeAct eine Kampagne gegen Rechte in der Playlist gestartet! Macht bitte ALLE mit!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir seitens CAMPACT (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=campact) eine Mitteilung zum Thema „Hier plaudern Nazis!“ erhalten.
 
Darin ruft die Organisation über ihre Pettitionsplattform WeAct (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=weact) zur Kampagne gegen die Möglichkeit bei SPOTIFY auf, dort den Rechtsextremen eine Plattform zu bieten.
 
Wir haben diese Mitteilung zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme und Bedienung nachstehend auf unsere Homepage gepostet und in den Kategorien ANTIFA (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/antifa/) und „PETITIONEN“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/petitionen/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 
 

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CAMPACT informiert:

Rechte in der Playlist

Spotify bietet nicht nur Internet-Musik: Es gibt zudem viele Podcasts – das sind Gesprächsrunden, meist zu aktuellen Themen. Klingt harmlos. Doch hier verbreiten auch Rechtsextreme ihr Gedankengut. Darunter die Gruppierung „Ein Prozent“. Der Streamingdienst bietet ihr eine Plattform – und wird so Teil der rechten Medienstrategie. Unterzeichnen Sie die WeAct-Petition des „Berliner Bündnisses gegen Rechts“, damit Spotify den Podcast sperrt.

Hier klicken und WeAct-Petition unterzeichnen

Hallo Manni Engelhardt,

Popmusik, Kinder-Hörbuch, Wissenschaftspodcast und dazwischen eine Runde mit Nazis. Auf dem Musikstreamingdienst Spotify macht sich eine Gruppe von Rechtsextremen breit. Knapp 300 Millionen Menschen nutzen Spotify [1], viele davon in Deutschland. Sie will der Verein „Ein Prozent“ erreichen – mit einem Podcast.

Im gelassenen Ton plaudert man zum Beispiel mit AfD-Rechtsaußen Björn Höcke. Das Gefährliche: Hier versteckt sich Rechtsextremismus hinter einer bürgerlichen Fassade. „Ein Prozent“ ist eng verknüpft mit der vom Verfassungsschutz beobachteten Identitären Bewegung (IB).[2] Die IB-Führungsfiguren kommen aus der NPD-Jugend, aus radikalen Burschenschaften und sogar aus der verbotenen Neonazi-Organisation Heimattreue Deutsche Jugend.[3]

Das Berliner Bündnis gegen Rechts entlarvt die Strippenzieher der Plauderrunde als „üble Hetzer gegen eine offene und tolerante Gesellschaft“.[4] Mit einer WeAct-Petition fordern sie Spotify auf, den rechtsextremen Podcast nicht länger zu dulden. Das könnte klappen: Facebook und Instagram haben „Ein Prozent“ bereits gesperrt.[5]

Spotify hält sich bedeckt. Noch. Der deutsche Markt ist wichtig für das Unternehmen. Wir können Spotify zum Einlenken drängen – wenn Sie, manni engelhardt, und Hunderttausende Menschen mit Ihnen unterschreiben. Bitte machen Sie mit. Denn jeder Tag, an dem sogar Kinder und Jugendliche den radikalen Podcast hören können, ist einer zu viel.

Klicken Sie hier und unterzeichnen Sie die WeAct-Petition

Spotify ist nicht immer tatenlos angesichts rechter Inhalte: Playlists, die antisemitische Titel trugen oder Opfer des Holocaust herabwürdigten, wurden in der Vergangenheit gelöscht. Ein Zeitungsbericht hatte das Unternehmen darauf hingewiesen – der Streamingdienst reagierte.[6]

Doch bei „Ein Prozent“ tut Spotify bislang nichts. Das könnte am bürgerlichen Deckmantel des Vereins liegen. Man gibt sich gemäßigt. Im Podcast heißen die Folgen „Lagebesprechung“ oder „Freiheit & Demokratie“ – das hört sich nicht nach Springerstiefeln und Glatze an. Die Ideologie ist allerdings die gleiche: demokratiefeindlich und brandgefährlich.

Die rechte Szene nutzt Spotify, um ihre Inhalte zu verbreiten – damit muss Schluss ein. Doch der Streamingdienst sagt: Automatisch passiert gar nichts, man sei auf Hinweise von Nutzer*innen angewiesen.[6] Die liefern wir jetzt. Spotify muss Kritik der eigenen Hörer*innen ernst nehmen – und hinter jeder Unterschrift könnte ein*e Kund*in stecken.

Wenn sich jetzt Hunderttausend Menschen hinter die Forderung des Bündnisses stellen, werden die Aktiven ihre Petition an die deutschen Spotify-Chefs übergeben – und dazu die Presse einladen. Spätestens dann wird es unbequem für den Konzern. Unterzeichnen Sie jetzt die Petition, damit Spotify den rechten Podcast nicht länger duldet!

Hier klicken und WeAct-Petition unterzeichnen

Diese Petition wurde auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact. Da viele Campact-Aktive diese Petition unterstützen, möchten wir Sie mit dieser E-Mail gerne darauf hinweisen.

Herzliche Grüße
Ihr WeAct-Team

PS: Die Neurechten sind in der Krise: Die Debatte um Geflüchtete von 2015 ist vorbei – Vereine wie „Ein Prozent“ und die Identitäre Bewegung ringen um Aufmerksamkeit. Doch es will nicht so richtig klappen: Viele vollmundig angekündigte Projekte stehen still.[7] Der Internetauftritt bei Spotify ist ein Versuch, wieder sichtbar zu werden. Unterzeichnen Sie jetzt die Petition, damit das nicht gelingt – und „Ein Prozent“ von Spotify verschwindet!

Hier klicken und WeAct-Petition unterzeichnen

[1]„Anzahl der monatlich aktiven Nutzer von Spotify vom 1. Quartal 2015 bis zum 1. Quartal 2020”, Statista

[2]„Die ungestörten Handwerker”, Die Tageszeitung, 27. Januar 2018

[3]„Die Scheinriesen”, Zeit Online, 28. April 2017

[4]„Nazis bei Spotify? Nicht mit uns!”, Berliner Bündnis gegen Rechts, www.berlingegenrechts.de

[5]„Ein Prozent gesperrt: Rechtes Netzwerk verliert Prozess gegen Facebook”, Tag24, 29. November 2019

[6]„Spotify löscht antisemitische Playlists”, Der Tagesspiegel, 9. Januar 2020

[7]„Neurechtes Sterben”, Zeit Online, 23. Dezember 2019

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Campact e. V. · Artilleriestraße 6 · 27283 Verden

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