Kollege Udo Buchholz teilt für den AKU GRONAU mit, dass es heute (Montag, 25.5.2020) wieder zum Protest gegen Uranmüllexporte kommen wird!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) Haben wir über den Kollegen Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz) eine Pressemitteilung des AKU GRONAU darüber erhalten, dass es heute (Montag, 25.5.2020) wieder zum Protest gegen Uranmüllexporte kommen wird.
 
Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 

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AKU GRONAU teilt über Udo Buchholz mit:

Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Mitglied im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Kontakt: Udo Buchholz (AKU Gronau / BBU), Tel. 02562-23125
Heute auch: 0178-9050717
 
Pressemitteilung, 25.05.2020
 
Heute (Montag, 25.5.2020) wieder Protest gegen Uranmüllexporte
 
Heute (Montag, 25.5.2020) wird mit einer Mahnwache vor der bundesweit
einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau (NRW) gegen
Uranmüllexport von Gronau nach Russland demonstriert. Die Mahnwache
beginnt um 8 Uhr und findet auf der Eisenbahnbrücke vor der Anlage statt
(Max-Planck-Straße). Veranstalter ist der Arbeitskreis Umwelt (AKU)
Gronau, der im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
organisiert ist.
 
Der AKU Gronau befürchtet, dass heute Vormittag wieder ein Sonderzug mit
Uranmüll von Gronau über Münster Richtung Amsterdam (Hafen) starten
könnte. Entsprechende Transporte erfolgten in der jüngeren Vergangenheit
wiederholt alle drei bis vier Wochen an Montagen. So verließ auch am 4.
Mai 2020 unter Protest um 11.13 Uhr ein Sonderzug mit Uranmüll mit
vermutlich 600 Tonnen abgereichertem Uranhexafluorid (UF6) die
Urananreicherungsanlage Gronau. Erstes Fahrtziel war der Hafen
vonAmsterdam, von wo der Uranmüll per Schiff nach Russland transportiert
wurde.
 
„Bei einem Transportunfall mit Uranhexafluorid-Freisetzungen müsste die
Bevölkerung weiträumig evakuiert werden. Das ist unter normalen
Umständen kaum machbar. In Corona-Zeiten müsste solch eine Katastrophe
unbedingt verhindert werden. Letztlich ist die sofortige Stilllegung der
Gronauer Uranfabrik unser Ziel“ betont Udo Buchholz, Gronauer
Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU).
 
Die Route der Uranmüllzüge, die häufiger fahren, führt von Gronau über
Burgsteinfurt, Münster, Drensteinfurt, Hamm, den Kreis Unna, das
Ruhrgebiet, Duisburg, Viersen, Mönchengladbach, Venlo und viele
niederländische Orte bis zum Hafen Amsterdam. Nach der Verschiffung nach
St. Petersburg geht es per Bahn weiter zum Zielort Novouralsk bei
Ekaterinburg. Dort wird der Uranmüll, ebenso wie in Gronau, unter freiem
Himmel für unbestimmte Zeit gelagert.
 
Gegen den Uranmüllexport von Gronau nach Russland wurde bereits vielfach
in Gronau und Münster, sowie in anderen Orten an der Strecke,
protestiert. Anfang April hatte sich die Stadt Münster beim
Urenco-Konzern gegen die Urantransporte durch Münster ausgesprochen.
 
Hauptziel des AKU Gronau, des Aktionsbündnis Münsterland gegen
Atomanlagen, des BBU und anderer Organisationen ist die Stilllegung der
Gronauer Urananreicherungsanlage. Noch bis Ende Mai kann im Internet
eine Petition gegen Urananreicherung, Atomwaffen und Uranmüllexporte
unterschrieben werden:
 
www.ostermarsch-gronau.de <http://www.ostermarsch-gronau.de>
 
Hintergründe:
 
Die Urananreicherungsanlage in Gronau wird vom Urenco-Konzern betrieben.
Sie gehört zu je einem Drittel dem niederländischen und britischen Staat
– das deutsche Drittel teilen sich RWE und EON zu gleichen Teilen. Die
Bundesregierung und die NRW-Landesregierung üben die fachliche und
politische Atomaufsicht über die Urananreicherung in Gronau aus. Beide
Regierungen lehnen eine Stilllegung der Urananreicherungsanlage im
Rahmen des deutschen Atomausstiegs bislang ab. Dagegen gab es in den
letzten Jahren immer wieder Proteste von Anti-Atomkraft-Initiativen und
Umweltverbänden. Im Januar hatten die russischen Umweltorganisationen
Greenpeace und Ecodefense im Bundesumweltministerium 70 000
Unterschriften aus Russland gegen die Uranmüllexporte überreicht.
 
Weitere Informationen zum Themenkomplex Urenco und
Urananreicherungsanlagen:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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