Kollege Udo Buchholz teilt für 5 Umweltorganisationen mit: Am 02.06.2020 hat sich der Sonderzug mit Uranmüll als rollende Zeitbombe im Dschungel der CORONA-HYSTERIE unter Protesten in Gronau & Münster in Richtung Amsterdam in Bewegung gesetzt!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir über den Kollegen Udo Buchholz, dem Pressesprecher und Vorstandsmitglied des BBU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+bbu) eine Pressemitteilung von 5 Umweltorganisationen erhalten.
 
Darin wird mitgeteilt, dass am 02. Juni 2020 ein Sonderzug mit Uranmüll als eine rollende Zeitbombe im Dschungel der Corona- Sicherheitsbestimmungen (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=corona) unter Protesten in Gronau und Münster in Richtung Amsterdam verlassen hat.
 
Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer grefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 
 

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Kollege Udo Buchholz teilt mit:

 
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
 
Kontakt:
Udo Buchholz. AKU Gronau + BBU, 02562-23125
Matthias Eickhoff, Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Tel.
0176-64699023
 
Gronau/Münster, 2. Juni 2020
 

Pressemitteilung

2. Juni: Sonderzug mit Uranmüll ist eine rollende Zeitbombe im Dschungel
der Corona- Sicherheitsbestimmungen / Proteste in Gronau und Münster
 
Mit Mahnwachen auf einer Brücke vor der Gronauer Urananreicherungsanlage
und am Hauptbahnhof von Münster wurde am Dienstag (2. Juni) spontan
gegen die Abfahrt eines Sonderzuges mit Uranmüll von Gronau über Münster
nach Russland demonstriert. Das Gronauer Vorstandsmitglied des
Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), Udo Buchholz,
bezeichnete den erneuten Start eines Sonderzuges mit Uranmüll als
„rollende Zeitbombe im Dschungel der derzeitigen Corona-
Sicherheitsbestimmungen“. Weitere Proteste gegen Urantransporte und für
die Stilllegung der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA)
werden vorbereitet.
 
Erstes Fahrtziel des Uranmüllsonderzuges ist der Hafen von Amsterdam.
Dort übernimmt der Uranfrachter Mikhail Dudin die radioaktive Fracht aus
Gronau und transportiert sie nach Russland. Bei dem Transportmaterial
handelt es sich um abgereichertes Uranhaxafluorid, das bei der
Urananreicherung in großen Mengen als Uranmüll anfällt und zum Teil auch
neben der Urananreicherungsanlage in Containern unter dem freien Himmel
gelagert wird.
 
Der Transportweg des Sonderzuges und weitere Urantransporte mit
belgischen LKW
 
Der Uranmüllzug fuhr am Dienstag um 13.15 Uhr durch den Hauptbahnhof in
Münster. Die Durchfahrt in Hamm war um 13.50 Uhr und um 15.15 Uhr wurde
der Uranzug am Güterbahnhof Hagen-Vorhalle gesichtet. Von dort gibt es
noch zwei Fahrtmöglichkeiten: Über
Hagen-Gevelsberg-Wuppertal-Düsseldorf-Mönchengladbach-Venlo oder über
Hagen-Witten-Dortmund-Castrop-Herne-Wanne-Eickel-Gesenkirchen-Oberhausen-Wesel-Emmerich.
 
Während der Mahnwache in Gronau erreichten zudem mehrere belgische LKW
mit jeweils einem Uranhexafluoridcontainer die Gronauer
Urananreicherungsanlage. „Unsere Proteste richten sich gegen alle
Urantransporte. Gegen den Bahnrtransport und gegen LKW-Transporte. Beide
Transportarten sind mit Gefahren behaftet“, so Udo Buchholz vom
BBU-Vorstand.
 
Sonderzüge mit Uranmüll sind 2019 und 2020 bereits mehrfach von Gronau
nach Russland gestartet. Anfang April hatte sich deshalb die Stadt
Münster beim Urenco-Konzern, der die Uranfabrik in Gronau betreibt,
gegen die Urantransporte durch Münster ausgesprochen. Und Immer wieder
protestieren Anti-Atomkraft-Initiativen gegen die Urantransporte mit
Mahnwachen. Im vergangenen Herbst waren zudem zwei Uranmüllzüge im
Münsterland durch Abseilaktionen für jeweils mehrere Stunden gestoppt
worden.
 
Die Route der Uranmüllzüge führt von Gronau über Steinfurt, Münster,
Drensteinfurt, Hamm, den Kreis Unna, das Ruhrgebiet, den Grenzübergängen
Emmerich bzw. Venlo und viele niederländische Orte bis zum Hafen
Amsterdam. Nach der Verschiffung nach St. Petersburg geht es per Bahn
weiter zum Zielort Novouralsk bei Ekaterinburg. Novouralsk ist eine sog.
„Geschlossene Atomstadt“ aus sowjetischen Zeiten, die für Außenstehende
nur mit Sondergenehmigung zu betreten ist. In Novouralsk wird der
Uranmüll unter freiem Himmel für unbestimmte Zeit gelagert.
 
Die Proteste reissen nicht ab
 
Am Sonntag (7. Juni) werden sich traditionell um 14Uhr wieder Mitglieder
mehrerer Anti-Atomkraft- und Friedensinitiativen aus dem Dreiländereck
NRW-Niederlande-Niedersachsen zum traditionellen Sonntagsspaziergang an
der Gronauer Uranfabrik treffen. Die Sonntagsspaziergänge finden bereits
seit Ende 1986 immer am ersten Sonntag im Monat statt.
 
Ebenfalls für Sonntag, 7. Juni, rufen Anti-Atomkraft- und
Klima-Initaitiven zur Teilnahme an einer Fahrrad-Demonstration in
Münster zum Münsteraner Wahlkreisbüro von Bundesumweltministerin Svenja
Schulze auf, um angesichts der Inbetriebnahme des Kohekraftwerkes
Datteln IV und der fortgesetzten Uranmüllexporte von Gronau nach
Russland gemeinsam für einen sofortigen Ausstieg aus Kohle und Atom zu
protestieren. Startpunkt ist um 14 Uhr auf dem Parkplatz des
Einkaufszentrums zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Alfred-Krupp-Weg.
 
Hintergründe
 
Die Urananreicherungsanlage in Gronau wird vom Urenco-Konzern betrieben.
Sie gehört zu je einem Drittel dem niederländischen und britischen Staat
– das deutsche Drittel teilen sich RWE und EON zu gleichen Teilen. Die
Bundesregierung und die NRW-Landesregierung üben die fachliche und
politische Atomaufsicht über die Urananreicherung in Gronau aus. Beide
Regierungen lehnen eine Stilllegung der Urananreicherungsanlage im
Rahmen des deutschen Atomausstiegs bislang ab. Dagegen gab es in den
letzten Jahren immer wieder Proteste von Anti-Atomkraft-Initiativen und
Umweltverbänden. Erst im Januar hatten die russischen
Umweltorganisationen Greenpeace und Ecodefense im
Bundesumweltministerium 70 000 Unterschriften aus Russland gegen die
Uranmüllexporte überreicht.
 
Weitere Infos:
 
 
 
 
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