Kollege Udo Buchholz teilt für 7 Umweltorganisationen mit: Russische Umweltorganisation hat an Swenja Schulze appelliert!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
soeben erhalten wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine gemeinsame Pressemitteilung über Kollegen Udo Buchholz, dem Pressesprecher und Vorstandmitglied des BBU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+bbu), von 7 Umweltorganisationen.
 
Darin wird mitgeteilt, dass eine Russische Umweltorganisation an Swenja Schulze appelliert!
 
Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 
 

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Kollege Udo Buchholz teilt für 7 Umweltorganisationen mit:


Das Foto zeigt die Demonstration in Münster am 7.6.2020 gegen die Kohle- und Atompolitik

Ecodefense, Moskau
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Students for Future Münster
Fossil Free Münster
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)

Moskau/Gronau/Münster, 9. Juni 2020

Russische Umweltorganisation appelliert an Schulze:
„Stoppen Sie Uranmüllexporte und russische Importkohle“
– Datteln IV beschleunigt Klimawandel
– Urananreicherer Urenco soll Atommüll selbst entsorgen

Mit einem eindringlichen Appell an Bundesumweltministerin Svenja Schulze
(SPD) wenden sich die beiden Co-Vorsitzenden der russischen
Umweltorganisation Ecodefense, Alexandra Koroleva und Vladimir Slivyak,
gegen den Weiterbetrieb des Kohle-Kraftwerks Datteln IV, gegen die dafür
notwendigen Kohleimporte aus Sibirien sowie gegen die laufenden
Uranmüllexporte von der Urananreicherungsanlage Gronau nach Novouralsk
bei Ekaterinburg. Unterstützt werden sie dabei von mehreren
Anti-Atomkraft- und Klima-Initiativen aus dem Münsterland sowie dem
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU). Der Appell wurde am
Sonntag (7.6.2020) auf einer Demonstration von Klima- und Anti-Atom-Initiativen in
Münster vor dem Münsteraner Büro der Bundesumweltministerin erstmals
vorgestellt.

In dem Schreiben erläutern Koroleva und Slivyak zum einen die aktuell
schwierige Lage der russischen Umweltbewegung und prangern zum anderen
das unverantwortliche Handeln der russischen Atom- und Kohleindustrie
an. Durch die Kooperationen mit dem Urananreicherer Urenco und deutschen
Energiekonzernen wie RWE, Uniper und EON kommt es in Russland sowohl
durch den Uranmüllimport aus Deutschland wie auch durch den Kohle-Abbau
im sibirischen Kuzbass für deutsche Kohlekraftwerke zu schweren
Umweltschäden.

Bereits im Januar hatten Ecodefense und Greenpeace Russland im
Bundesumweltministerium in Berlin 70 000 Unterschriften gegen den Export
von abgereichertem Uran aus Gronau überreicht. Im Februar und März
hatten sich Koroleva und Slivyak vor der Corona-Pandemie an mehreren
Protest-Aktionen und Veranstaltungen in Datteln und im Münsterland
beteiligt. Frau Koroleva lebt derzeit in Deutschland, weil sie Russland
aufgrund der schwierigen politischen Lage verlassen musste.

In dem Appell wenden sich die beiden Co-Vorsitzenden von Ecodefense
direkt an die Bundesumweltministerin: „Welche Beweggründe auch immer zu
Ihren Entscheidungen geführt haben, wir fordern Sie eindringlich auf:
Ergreifen Sie alle notwendigen Maßnahmen, um den Export des Uranmülls
von Gronau nach Russland genauso zu stoppen wie den Weiterbetrieb von
Datteln IV und den Import russischer Kohle. Für die Zukunft der Erde und
der Menschheit muss dies sofort geschehen!“

„Der eindringliche Appell aus Russland zeigt, dass die Inbetriebnahme
von Datteln IV nicht im luftleeren Raum erfolgt und massive Konsequenzen
für das Klima im Allgemeinen, aber auch für die Bergbau-Region Kuzbass
in Sibirien hat. Gleichzeitig die ungelösten Atommüllprobleme in
Deutschland auf die Menschen und die Umwelt in Russland abzuschieben,
ist schlicht unverantwortlich. Auch wir fordern deshalb das sofortige
Aus für Datteln IV, einen kompletten Importstopp für russische Kohle und
das sofortige Ende der Uranmüllexporte von Gronau nach Russland,“
erklärte Udo Buchholz vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz.

Die Initiativen und Verbände zeigen sich zudem sehr besorgt angesichts
der aktuellen Ölkatastrophe in Sibirien. Die rücksichtslose
Industrialisierung ökologisch sehr fragiler Regionen zeigt hier seine
gravierenden Folgen. Diese folgenschwere Umweltschädigung durch
fortgesetzten Kohle-Abbau und die Lagerung von Uranmüll weiter zu
fördern, ist verantwortungslos.

Hinweis für die Redaktionen:

Den ganzen Appell von Ecodefense finden Sie als PDF in der Anlage dieser
Pressemitteilung. Der Appell aus Russland wurde auch der
Bundesumweltministerin direktübermittelt.

Kontakte:

Vladimir Slivyak, Ecodefense Moskau, Tel. +7-9032997584,

ecodefense@gmail.com

Udo Buchholz, AKU Gronau / BBU, Tel. 02562-23125

Matthias Eickhoff, SOFA Münster, Tel. 0176-64699023

Weitere Infos:

www.sofa-ms.de

www.urantransport.de

www.bbu-online.de

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