Kollege Udo Buchholz informiert für 60 Organisationen zum Thema „Zeit zum Umdenken – EU-Mercosur-Abkommen stoppen!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
über den Kollegen Udo Buchholz, dem Pressesporecher und Vorstandsmitglied des BBU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+bbu), hat uns eine Pressemitteilung von 60 Organisationen erreicht, die gemeinsam fordern „Zeit zum Umdenken – EU-Mercosur-Abkommen stoppen!“
 
Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 

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Kollege Udo Buchhholz informiert für 60 Organisationen:

60 zivilgesellschaftliche Organisationen aus den
Bereichen Umweltschutz, Landwirtschaft, Menschenrechte,
Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe – darunter auch der
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) –  protestieren heute
gegen das
geplante Handelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten Argentinien,
Brasilien, Paraguay und Uruguay. Mit einer Aktion vor dem
Bundeskanzleramt und einem gemeinsamen Aufruf fordern sie von der
Bundesregierung, das Abkommen zu stoppen. Diese hat angekündigt, das
Abkommen unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft voranbringen zu
wollen. Mehr dazu in der beigefügten Pressemitteilung
 
Nachstehende Fotos von Brot für die Welt:
 
 
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GemeinsamePressemitteilung
 
60 Organisationen fordern: Zeit zum Umdenken – EU-Mercosur-Abkommen stoppen!
Gemeinsamer Aufruf und Foto-Aktion vor dem Bundeskanzleramt
 
Berlin, 29. Juni 2020 – 60 zivilgesellschaftliche Organisationen aus den
Bereichen Umweltschutz, Landwirtschaft, Menschenrechte,
Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe protestieren heute gegen das
geplante Handelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten Argentinien,
Brasilien, Paraguay und Uruguay. Mit einer Aktion vor dem
Bundeskanzleramt und einem gemeinsamen Aufruf fordern sie von der
Bundesregierung, das Abkommen zu stoppen. Diese hat angekündigt, das
Abkommen unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft voranbringen zu wollen.
 
„Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die immer weiter fortschreitende
ungesteuerte Globalisierung nicht zu einer gerechten und ökologischen
Weltwirtschaft führt“, heißt es in dem Aufruf. Doch statt ökologisch,
sozial, menschenrechtlich und entwicklungspolitisch kohärente,
multilaterale Handelsbeziehungen voranzutreiben, setzen EU-Kommission
und Bundesregierung auf ein „Weiter So“.
 
Das EU-Mercosur-Abkommen unterminiert Tierwohl, lokale
Lebensmittelversorgung und faire Erzeugerpreise. Es öffnet die EU-Märkte
für noch mehr Rind-, Schweine- und Hähnchenfleisch, sowie die Märkte
beiderseits des Atlantiks für Milchprodukte. Dazu sagt Berit Thomsen,
Handelsreferentin der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft
(AbL): „Die Bäuerinnen und Bauern in Deutschland sollen mit den billigen
Fleischimporten aus den Mercosur-Ländern konkurrieren, gleichzeitig
kostet sie ein Umbau in der Tierhaltung mit mehr Tierwohl zusätzliches
Geld. In den Mercosur-Ländern können unsere steigenden Milchexporte
lokale Strukturen zerstören.“
 
Ein zentrales Ziel des EU-Mercosur-Abkommens ist die Steigerung der
Importe von Fleisch, Soja und Ethanol nach Europa. All diese Produkte
sind schon heute wichtige Gründe für die Zerstörung des
Amazonas-Regenwaldes. Ihre Erzeugung auszuweiten erhöht unmittelbar das
Ausmaß von Bränden und Abholzungen. Im Gegenzug soll das Abkommen die
Exportbedingungen für die deutsche Automobilindustrie verbessern. Dazu
erklärt Ernst-Christoph Stolper, BUND und Sprecher des Leitungskreises
des Forums Umwelt und Entwicklung: „Das EU-Mercosur-Abkommen ist doppelt
verheerend für den Klimaschutz. Spritfresser gegen Regenwaldzerstörung
zu tauschen ist Handelspolitik aus den Tiefen des letzten Jahrhunderts.
Wenn die Bundesregierung Klimaschutz in ihrer Ratspräsidentschaft
ernstnehmen will, muss sie ein Stopp-Signal setzen und den Vertrag von
der Tagesordnung nehmen. Wir brauchen keinen Brandbeschleuniger, sondern
aktiven Regenwaldschutz und eine grundlegende Energie- und Verkehrswende.“
 
Unter dem brasilianischen Präsidenten Bolsonaro hat sich die
Menschenrechtslage massiv verschlechtert. Allein in Rio de Janeiro
starben im letzten Jahr fast 2.000 Menschen durch Polizeigewalt, und der
indigenen Bevölkerung droht ein Genozid. Sven Hilbig, Referent
Handelspolitik bei Brot für die Welt, sagt: „Mit dem
EU-Mercosur-Abkommen würde die EU die Botschaft senden, dass ihr die
Entwicklungen in Brasilien egal sind, und einen Freibrief für Bolsonaros
Politik ausstellen. Das Abkommen wird Brasiliens Rolle als Exporteur von
Rohstoffen verstärken und damit Landkonflikte und Vertreibungen weiter
befeuern. Es steht in keiner Weise im Einklang mit europäischen Werten
und einer zukunftsfähigen Handelspolitik. Wenn die EU in punkto
Menschenrechte glaubwürdig bleiben will, darf das Abkommen nicht
zustande kommen. Stattdessen muss sie deutlich machen: Menschenrechte
sind keine Verhandlungsmasse!“
 
Presse
Berit Thomsen (Handelsreferentin, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche
Landwirtschaft), 0157-85075279
Ernst-Christoph Stolper (BUND, Sprecher Leitungskreis Forum Umwelt und
Entwicklung), 0172-2903751
Sven Hilbig (Referent Handelspolitik, Brot für die Welt), 0170-2918161
 
 
Anne Bundschuh
 
Koordinatorin des Netzwerks Gerechter Welthandel Tel. 030 678 1775-915
 
 
Link zum gemeinsamen Aufruf:
 
 
Die UnterstützerInnen des Aufrufes:
 
·Agrar Koordination
 
·Aktion 3.Welt Saar e.V.
 
·Aktion Agrar
 
·Aktionsgemeinschaft solidarische Welt (ASW)
 
·Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte e.V.·
 
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)
 
·Attac
 
·Berliner Wassertisch
 
·Biokreis e.V.
 
·Bischöfliche Aktion Adveniat e.V.
 
·Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V.
 
·Bloque Latinoamericano Berlín
 
·Brot für die Welt
 
·Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)
 
·Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
 
·Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW)
 
·Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V.
 
·Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V.
 
·Campact
 
·Caritas international
 
·Christliche Initiative Romero (CIR)
 
·Deutsche Umwelthilfe e.V.
 
·Deutscher Naturschutzring (DNR)
 
·Eine Welt Forum Freiburg e.V.
 
·FIAN Deutschland
 
·Forschungs-und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL)
 
·Forum Fairer Handel
 
·Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung e.V. –FUgE
 
·Forum Umwelt und Entwicklung
 
·Gemeinsam gegen die Tierindustrie
 
·Gen-ethisches Netzwerk e.V. (GeN)
 
·Gesellschaft für bedrohte Völker
 
·Greenpeace
 
·Informationsstelle Lateinamerika -ila (Bonn)
 
·Informationsstelle Peru
 
·Inkota-netzwerk
 
·Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB)
 
·Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) e.V.
 
·Kooperation Brasilien (KoBra)
 
·Medico International e.V.
 
·NABU –Naturschutzbund Deutschland e.V.
 
·NaturFreunde Deutschlands e.V.
 
·Naturland -Verband für ökologischen Landbau e.V.
 
·Netzwerk Energie-Hunger -Nein Danke
 
·Netzwerk Gerechter Welthandel
 
·OroVerde –Die Tropenwaldstiftung
 
·Oxfam Deutschland
 
·Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN)
 
·POEMA e.V.
 
·PowerShift
 
·PROVIEH e.V.
 
·Regenwald Institut e.V.
 
·ROBIN WOODe.V.
 
·Slow Food
 
·SumOfUs
 
·terre des hommes Deutschland e.V.
 
·Umweltinstitut München e.V.
 
·Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO)
 
·Weltladen-Dachverband e.V.
 
·Wir haben es satt!-Bündnis
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