Kollege Udo Buchholz informiert für 6 Umweltorganisationen: Alterndes AKW Lingen muss jetzt vom Netz / Revision: Nur ca. 25% der Heizrohre auf Risse geprüft!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
über den Kollegen Udo Buchholz, dem Pressesprecher und Vorstandsmitglied des BBU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+bbu), haben wir eine gemeinsame Pressemitteilung  von 6 Umweltorganistionen erhalten.
 
Darin ist die Forderung enthalten: Alterndes AKW Lingen muss jetzt vom Netz / Revision: Nur ca. 25% der Heizrohre auf Risse geprüft!
 
Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu urer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 

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Udo Buchholz informiert für 6 Umweltorganisationen:

 

Foto zeigt die Protestaktion in Lingen gegen das AKW Lingen 2 und RWE, 25.06.2020

·Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland
·Elternverein Restrisiko Emsland
·Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
·Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
·SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
·Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)

Lingen/Münster, 30.06.2020

RWE-Chef Schmitz spricht zum Thema AKW Lingen:
– keine Abschaltung vor 31.12.2022
– Revision: Nur ca. 25% der Heizrohre auf Risse geprüft
– in 2021 nochmal 52 neue Brennelemente für AKW
„Alterndes AKW Lingen muss jetzt vom Netz“

Die Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Emsland, der Grafschaft Bentheim
und dem Münsterland sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz (BBU) kritisieren scharf die Aussagen von RWE-Chef
Rolf-Martin Schmitz während der RWE-Hauptversammlung am vergangenen
Freitag in Essen. Der RWE-Chef hatte auf Fragen des Dachverbands
Kritischer AktionärInnen u. a. geantwortet, dass er eine Abschaltung des
32 Jahre alten Atom-Reaktors Lingen 2 („Emsland“) vor dem letzten
gesetzlich möglichen Datum, dem 31. Dezember 2022, ablehne. Dabei machte
er aus einer Kann-Bestimmung im Atomgesetz eine angebliche Verpflichtung
von RWE zum Weiterbetrieb bis Ende 2022. Damit lehnt der RWE-Chef auch
eine Förderung der Energiewende durch eine frühere AKW-Stilllegung ab.

In ihren Befürchtungen bestätigt wurden die Anti-Atomkraft-Initiativen
durch die Aussage von Schmitz, RWE habe bei der AKW-Revision im Mai
trotz erneut entdeckter „Wanddickenschwächungen“ tatsächlich nur „4561
Prüfungen von Heizrohren“ in den vier Dampferzeugern vorgenommen. Bei
insgesamt rund 16 500 Heizrohren macht dies gerade einmal einen Umfang
von etwas mehr als 25% aus. Die Initiativen hatten gefordert, dass aus
Sicherheitsgründen sämtliche Heizrohre überprüft werden müssten, nachdem
schon in 2019 zwei Wanddickenschwächungen aufgetreten waren, die zu
gravierenden Rissen und Löchern führen können.

Zudem bestätigte der RWE-Chef, dass die Probleme an den Heizrohren
dieselbe Ursache hätten wie im AKW Neckarwestheim. In Lingen sei die
Ausprägung aber „deutlich geringer“, Nachprüfungen für das AKW Lingen
lehnte er jedoch ab. In Neckarwestheim hingegen werden vom Betreiber
alle Heizrohre überprüft.

Sehr unerfreulich ist auch die Aussage von RWE-Chef Schmitz, dass bei
der nächsten AKW-Revision in 2021 nochmal 52 neue Brennelemente
eingesetzt werden sollen. Dadurch wird noch mehr Atommüll anfallen.

„RWE verspielt mit den jetzigen Aussagen und Ankündigungen des
Vorstandsvorsitzenden Schmitz eine weitere Chance, sich in punkto
AKW-Sicherheit und Energiewende vom alten Kurs abzusetzen. Keine frühere
Stilllegung, stattdessen neue Brennelemente und eine Corona-Revision
„light“ bei den sicherheitstechnisch extrem relevanten Heizrohren im
Primärkreislauf – RWE stellt leider den Betriebsgewinn weiter vor die
Sicherheit der Bevölkerung. Wir fordern die sofortige Stilllegung des
alternden Atomkraftwerks im Emsland,“ so Alexander Vent vom Bündnis
AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland.

Alle Städte in der Region, wie z. B. Münster, müssen nur wegen des
Atomkraftwerks in Lingen und seiner Altersprobleme massenhaft
Jodtabletten für die Bevölkerung vorhalten. Der RWE-Chef bestätigte am
Freitag in Essen, dass sich RWE an den Kosten dafür nicht beteiligt. Ein
verantwortungsvoller Konzern würde eine solche Gefahrenlage gar nicht
erst schaffen. Das Atomzeitalter geht auch für RWE und das Emsland zu
Ende. Deshalb sollte RWE es nicht erst zum Störfall kommen lassen und
sich jetzt von der Atomenergie verabschieden,“ ergänzte Matthias
Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Kontakt:

Alexander Vent (Bündnis AgiEL), Tel. 0157-59690000

Gerd Otten (Elternverein Restrisiko Emsland), Tel. 0151-20979284

Matthias Eickhoff (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen), Tel.
0176-64699023

Udo Buchholz (BBU), Tel. 02562-23125

Weitere Infos:

https://atomstadt-lingen.de

www.bbu-online.de

www.sofa-ms.de

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