Wird der Kollege Marc Treude als Betriebsratsvorsitzender bei e.Go zum SOZIALPARTNER?

Liebe Kolleginnen  und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir etliche Beiträge über die Sozialistische Alternative – SAV –  (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=sozialistische+alternative+sav) auf unserer Homepage veröffentlicht.

Deren Mitglied, der Kollege Marc Treude,

steht nunmehr mit einem etwas größeren Beitrag in seiner Eigenschaft als Betriebsratsvorsitzender der e.Go in den Aachener Zeitungen. Wir haben diesen Beitrag nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet.

AZ & AN Samstag, 4. Juli 2020     WIRTSCHAFT            Seite 7 ABCDE

e.Go-Belegschaft bleibt trotz Insolvenz optimistisch

Doch eine Sorge bleibt: Erstmals äußert sich der Betriebsratsvorsitzende öffentlich zur Situation des E-Mobil-Hestellers

Seit 2018 bei e.Go, seit 2019 Betriebsratsvorsitzender FOTO MARLON GEGO

VON MARLON GEGO

AACHEN Der Betriebsrat des Aachener E-Mobile-Herstellers e.Go teilt mit Zuversicht des Firmengründers und Vorstandsvorsuitzenden Gpnther Schuh und trägt das weitere Vorgehen während des Insolvenzverfahrens mit. Das bestätigte gestern der Betriebsratsvorsitzende Marc Treude im Gespräch mit unserer Zeitung. Treude sagte, die Zuversicht der Belegschaft sei seiner Wahrnehmung nach „ziemlich groß“, und auch er selbst sei optimistisch, dass e.Go innerhalb des nächsten Jahres Geld verdienen und sich selbst finanzieren könne.

Nach einem vorläufigen Insolvenzverfahren befindet sich die e.Go AG seit Mittwoch im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Die Gläubiger stimmten dem Plan von Günther Schuh zu, die weit fortgeschrittenen, aber durch die Corona-Pandemie dennoch verzögerten Verhandlungen mit vier ptenziellen Investoren bis Ende des Monats zum Abschluss zu bringen. Bis Ende Juli möchte chuh einen hohen zweistelligen Millionenbetrag einsammeln, um das Insolvenzverfahren zu beenden und die Produktion im August wieder aufnehmen zu können, wie er unserer Zeitung gegenüber am Mittwoch erklärte.

Der Betriebsratsvorsitzende Treude war bei den Verhandlungen mit Schuhs Gläubigern dabei und verschaffte sich durchaus Gehör. Zu dieser Einschätzung passt, dass er durchsetzte, das Kurzarbeitergeld der untersten Einkommensgruppen bei e.Go trotz des laufenden Insolvenzverfahrens aufzustocken. Dies dürfte Treudes Einschätzung nach „deutschlandweit einmalig“ sein. Schuh habe in einem emotionalen Plädoyer von den Gläubigern für den Plan des Betriebsrates geworben. Für 80 Prozent der 423 e.Go-Mitarbeiter hat das Unternehmen Kurzarbeit beantragt, für viele zu 100 Prozent. Kündigungen sind nach Aussage von Schuh nicht geplant.

Was Treude (45), der seit 20 Jahren Gewerkschaftserfahrung bei der IGBCE, Ver.di und nun der IG-Metall besitzt und für die Linken im Aachener tadtrat gesessen hat, Sorge bereitet, sind die Unabwägbarkeiten der Weltwirtschaftskrise. Aber: „Wenn alle Parameter stimmen, glaube ich, dass wir uns ab kommendem Jahr selbst tragen können.“ An der Optimierung von Lieferketten, Prozessen und der Einführung eines Zwei-Schicht-Systems werde weiter gearbeitet, um die Produktionskapazitäten erhöhen und mehr Autos als bislang verkaufen zu können. Firmengründer Schuh hält die e.Go-Modelle im Preis-Leistungsverhältnis nach wie vor „für konkurrenzlos“.

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Da klingt der Kollege Marc Treude aber äusserst SOZIALPARTNERSCHAFTLICH (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=sozialpartnerschaft).

Wie konnte man es noch im Jahr 2019 auf der Homepage der SAV u. a. lesen:

Das „Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di“ hat gemeinsam mit anderen innergewerkschaftlichen Zusammenschlüssen zu einer Strategiekonferenz für eine kämpferische Gewerkschaftspolitik 2020 aufgerufen. Was soll auf dieser Konferenz passieren?

Wir wollen einen Neuanfang für die Organisierung einer breiten Gewerkschaftslinken machen. Statt Co-Management und Sozialpartnerschaft wollen wir eine kämpferische Ausrichtung der Gewerkschaften. Es ist gut, dass fast alle linken Gewerkschafts-Initiativen, die jede für sich einen eigenen Ansatz verfolgen, zu einer gemeinsamen Konferenz aufzurufen. Es soll explizit aber auch darum gehen, neue Aktive aus den Betrieben, die sich eine kämpferische Ausrichtung ihrer Gewerkschaft wünschen, zu sammeln und mit ihnen über Strategien zu diskutieren. Wir hoffen, dass wir Kolleg*innen wie von Amazon, Aktive aus den Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst sowie aus den Krankenhäusern, Kolleg*innen, die in Tochterunternehmen für Tarifverträge kämpfen, und viele mehr erreichen und mobilisieren können. Unser Ziel ist, die kämpferischen Ansätze aus Betrieben und Gewerkschaften zusammen zu bringen, um dann gemeinsam dafür zu sorgen, dass die Politik der Gewerkschaften verändert wird.

Der Klick auf den nachstehenden Link führt Euch direkt auf den kompletten Beitrag, den wir als AK seinerzeit zum Thema auf unsere Homepage gepostet hatten.

> http://www.ak-gewerkschafter.de/2019/05/04/im-jahr-2020-findet-eine-strategiekonferenz-fuer-eine-kaempferische-gewerkschaftspolitik-statt-das-vorbereitungstreffen-dazu-wird-am-18-mai-2019-in-frankfurt-m-durchgefuehrt/ !

Wob bleibt die Anprangerung des KAPITALISMUS als Wurzel des Übels bei Mark?

Hat er das SAV-Grundsatzprogramm vergessen oder aus seinem Gedächtnis gestrichen? Der Klick auf den nachstehenden Link blättert uch dieses Grundsatzprogramm auf.

> https://archiv.sozialismus.info/maschinenraum/sav/grundsatzprogramm-der-sav/ !

Als AK bleiben wir am Thema dran und werden weiter dazu berichten,

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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