Kollege Udo Buchholz informiert für 4 Umweltorganisationen, die Stellung zur Absatz-Flaute bei der Brennelementefabrik Lingen nehmen und dessen sofortige Stilllegung fordern!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
soeben haben wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) über den Kollegen Udo Buchholz, dem Vorstandsmitglied und Pressesprechers des BBU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+bbu) eine gemeinsame Pressemitteilung von vier Umweltorganisationen erhalten.
 
Diese nimmt Stellung zur Absatz-Flaute bei der Brennelementefabrik Lingen und fordert die fordern Stilllegung!
 
Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 

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Kollege Udo Buchholz informiert für 4 Umweltorganisationen:

 
 
Das Foto zeigt die Mahnwache vor der Brennelementefabrik in Lingen (13.08.2018)
 
 
Bündnis AgiEL – Atomkraftgegner*innen im Emsland
Elternverein Restrisiko Emsland e.V
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU)
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
 
14.7.2020
 

Pressemitteilung:

Absatz-Flaute bei Brennelementefabrik Lingen – 1.Halbjahr 2020 bringt
weiteren Einbruch
„Uranverstromung ist nicht mehr zeitgemäß“
Juristische Schritte gegen Brennelement-Exporte nach Belgien
Umweltbündnisse fordern Stilllegung
 
Wie einer Zeitungsanzeige der Firma Advanced Nuclear Fuels (ANF) in der
Ausgabe der Lingener Tagespost vom 8.7.2020 zu entnehmen ist, wurden im
Juni dieses Jahres von dem Lingener Brennelemente-Hersteller lediglich 2
Brennelemente produziert und ausgeliefert. Normalerweise liegt die
Produktion bei etwa 40-200 Brennelementen pro Monat. Der rückläufige
Trend in der Produktion zeichnet sich schon seit längerem ab: im
Zeitraum Januar bis Juni des Vorjahres wurden insgesamt 545
Brennelemente ausgeliefert, im selben Zeitraum 2020 waren es nur noch
304, d.h. die auch im letzten Jahr schon betriebswirtschaftlich gesehen
katastrophal schlechte Auslastung ist jetzt nochmal um knapp 50%
eingebrochen!
 
Ein Grund dafür könnte Widerstand aus der Bevölkerung sein: Im Frühjahr
2020 legten mehrere Privatpersonen auf juristischem Weg beim zuständigen
Bundesamt Bafa Widerspruch gegen die Brennelement-Exporte an das marode
AKW im belgischen Doel ein. Weitere Lieferungen dorthin werden dadurch
zunächst verhindert.
 
Aber ganz offensichtlich ist die Verstromung von Uran nicht mehr
zeitgemäß – in Deutschland hat der Anteil der Erneuerbaren Energien an
der gesamten Stromproduktion in diesem Jahr bereits ca. 60 Prozent
erreicht, und der Anteil der Stromerzeugung aus Atomkraft sank
kontinuierlich von einst über 30% auf inzwischen nur noch rund 12%.
 
„Es fällt schwer zu verstehen, warum viele sich noch an dieser
veralteten, umwelt- und zukunftsfeindlichen Technologie festkrallen“, so
Alexander Vent von der Umweltgruppe „Bündnis AgiEL“. Besonders tut sich
da ausgerechnet die Lingener Stadtverwaltung hervor, die sich noch im
vergangenen Jahr öffentlich zur Atomindustrie bekannt hat (LT 27.3.2019
„Lingen steht zu Atomanlagen“), und auch das niedersächsische
Umweltministerium, das dem französischen Atomproduzenten in Lingen,
allem politischen Gegenwind und dem vom Bundestag beschlossenen
Atomausstieg zum Trotz, den zeitlich unbefristeten Betrieb erlaubt.
 
Es ist für die Bevölkerung ebenso kaum verständlich, warum RWE das
Lingener Atomkraftwerk bis zum allerletzten Tag der gesetzlich
genehmigten Frist laufen lässt, mit all den damit verbundenen Gefahren
für Menschen und Umwelt, und ohne Not noch mehr hochgefährlichen
Atommüll produziert, von dem bis heute niemand sagen kann, wie und wo er
in Zukunft sicher aufbewahrt werden soll.
 
Wir begrüßen sehr, dass die Stadt Lingen sich inzwischen intensiv um die
Ansiedlung zukunftsweisender Energietechnologien bemüht und damit auch
den hier beheimateten Fachkräften eine Zukunftsperspektive verschafft.
Wenn sich die Verwaltung und der Oberbürgermeister als Repräsentant der
Stadt jetzt auch noch zu einer Abkehr von der Atomindustrie bekennen,
wird die Entwicklung Lingens von der „Atomstadt des vergangenen
Jahrhunderts“ zur „Energiehauptstadt der Zukunft“ glaubhaft, konsistent
und weit über die Grenzen der Stadt sichtbar!
 
Das Bündnis AgiEL und bereits mehr als 350 Initiativen, Verbände und
Parteigliederungen aus der Bundesrepublik, aus Belgien und aus den
Niederlanden fordern mit der „Lingen-Resolution“ die sofortige
Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen und des AKW Lingen 2. „Mit
der Unterzeichnung der Lingen-Resolution können Organisationen im
Emsland, aber auch aus anderen Regionen, schnell und einfach
verdeutlichen, dass der Weiterbetrieb der Atomanlagen in Lingen nicht
hinnehmbar ist“, betont Udo Buchholz. Er ist im Arbeitskreis Umwelt
(AKU) Gronau und im BBU-Vorstand aktiv und engagiert sich schon seit
vielen Jahren u. a. gegen die Atomanlagen im Ems- und Münsterland. Mehr
zur Lingen-Resolution unter
 
 
 
Weitere Informationen:
 
 
 
 
 
Kontakt:
 
Bündnis AgiEL
 
Alexander Vent, Lingen
 
01575 9690000
 
 
BBU
 
Udo Buchholz, Gronau
 
02562-23125
 
 
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
 
Matthias Eickhoff. Münster
 
0176 64699023
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