Kollege Udo Buchholz informiert für BAHN FÜR ALLE, die eine Stellungnahme zum Halbjahresergebnis der Deutschen Bahn-AG abgegeben hat!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
über den Kollegen Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz) haben wir eine Pressemitteilung des Bündnis „Bahn für Alle“ erhalten.
 
In dieser Pressemitteilung ist eine Stellungnahme zum Halbjahresergebnis der Deutschen Bahn AG (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=deutsche+bahn+ag) enthalten.
 
Wir haben die komplette Mitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 

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Kollege Udo Buchholz informiert:

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
hiermit erhalten Sie eine Pressemitteilung des bundesweiten Bündnisses
„Bahn  für Alle“, dem auch der Bundesverband Bürgerinitiativen
Umwetschutz (BBU) angehört. Ein ausführliches Hintergrundpapier zur
„Lage des Schienenverkehrs in der
Krise“ vom 30. Juli 2020 finden Sie unter
 
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Udo Buchholz, BBU-Pressereferent
 
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Pressemitteilung des Bündnisses Bahn für Alle (BfA),
c/o Gemeingut in BürgerInnenhand, Weidenweg 37, 10249 Berlin,
 
 
Halbjahresbilanz Bahn: ein auch selbst verschuldetes Desaster
 
Die Verweise des Bahnmanagements auf „Corona“ lenken von den Ursachen
der Bahnmisere ab
 
Berlin, den 30.7.2020: Das Bündnis Bahn für Alle nimmt zur
Halbjahresergebnis der Deutschen Bahn AG wie folgt Stellung:
 
Das heute vorgestellte Halbjahresergebnis der Deutschen Bahn AG ist ein
Desaster. Es läuft darauf hinaus, dass im gesamten laufenden Jahr 2020
ein Rekordverlust in Höhe von 5 Milliarden Euro eingefahren wird (FAZ
vom 29.7.). Der Schuldenberg der DB wird allein 2020 von 25 auf gut 30
Milliarden Euro gesteigert. Einen vergleichbaren Verlust hat die
Deutsche Bundesbahn auch in den schlechtesten Jahren ihrer Existenz
nicht eingefahren. Der Schuldenberg der Bundesbahn – angehäuft in 44
Jahren Existenz des Staatsbetriebs – lag am 31. Dezember 1993, kurz vor
Gründung der Deutschen Bahn AG, mit 58.207 Millionen DM (umgerechnet
rund 29,3 Milliarden Euro) /niedriger/ als der aktuelle Schuldenberg,
den die Deutschen Bahn AG in nur 26 Jahren aufhäufte. Damals galt die
hohe Verschuldung der Bundesbahn zu Recht als Hemmschuh für jede weitere
positive Entwicklung. Deshalb wurden die Bundesbahn und die Reichsbahn
mit der Bahnreform komplett entschuldet. Die DB startete im Januar 1994
schuldenfrei.
 
Stattdessen gibt es nun einen /neuen Schuldenexzess/. Dieser wird von
der Bundesregierung und dem Bundesverkehrsminister gefördert, indem das
Eigenkapital ein Jahrzehnt lang um jährlich eine Milliarde Euro erhöht
wird. 2020 soll es noch eine Extrafinanzspritze in Höhe von mehreren
Milliarden Euro geben – ebenfalls zu Eigenkapitalerhöhung. Das aber
heißt: Genau wie damals bei der Bundesbahn wird jetzt die
Aktionsfähigkeit der DB immer weiter eingeschränkt; die jährlichen
Zahlungen für den Schuldendienst (Zins und Tilgung) werden im laufenden
Jahr bereits höher als eine Milliarde Euro liegen. Zur Freude von
Beratern und Banken. Zum Schaden von Fahrgästen und Beschäftigten.
 
Und woher kommen Rekorddefizit und Schuldenberg? Sicher, ein Teil ist
Resultat von Krise und Epidemie. Doch ein großer Teil des Defizits
entsteht durch zwei Faktoren, für die das Bahnmanagement und das
Bundesverkehrsministerium die Verantwortung tragen:Erstens durch das
Auslandsgeschäft. Die Bahntochter Arrivahat 2020 einen
Abschreibungsbedarf von 1,3 Milliarden Euro. Zweitens durch massive
Fehlinvestitionen in politisch motivierte Großprojekte, insbesondere in
das gigantische Finanzloch Stuttgart 21. Hier gibt es seit Juli 2020 die
neue Hiobsbotschaft: Es werden /zusätzliche/ 12 bis 20 km Tunnelstrecken
(die zusätzliche 1,5 bis 2 Milliarden Euro verschlingen) notwendig, um
den Bahnknoten in Stuttgart für den Deutschlandtakt zu ertüchtigen.
 
/Bahn für Alle/fordert: (1) Die krisenbedingte Einnahmeausfälle der DB
müssen vom Bund 1:1 ausgeglichen werden.(2) Die Deutsche Bahn muss sich
auf das Kerngeschäft Schiene in Deutschland konzentrieren und
unverzüglich von /allen/ ausländischen Engagements trennen. (3) Die
zerstörerischen, teuren Großprojekte sind zu stoppen. Letzteres trifft
zu auf Hamburg-Altona/Diebsteich, auf die „Zweite S-Bahn-Stammstrecke
München“ und vor allem auf Stuttgart 21. (4) Die Verschuldungspolitik
der Deutschen Bahn muss beendet werden.
 
Ausführliches Hintergrundpapier zur „Lage des Schienenverkehrs in der
Krise“ vom 30. Juli 2020:
 
 
Verantwortlich: Dr. Winfried Wolf (Michendorf) // Für Rückfragen: 0175 /
5378 666 oder: redmole@gmx.net
 
Bahn für Alle setzt sich ein für eine bessere Bahn in öffentlicher Hand.
Im Bündnis sind die folgenden Organisationen aus Globalisierungskritik,
Umweltschutz, politischen Jugendverbänden und Gewerkschaften vertreten:
Attac, autofrei leben!, Bahn von unten, Bundesverband Bürgerinitiativen
Umweltschutz BBU, Bürgerbahn statt Börsenbahn, Gemeingut in
BürgerInnenhand GiB, Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten NGG, Grüne
Jugend, GRÜNE LIGA, IG Metall, Jusos in der SPD, Linksjugend Solid,
NaturFreunde Deutschlands, ProBahn Hessen, ROBIN WOOD, Sozialistische
Jugend Deutschlands – Die Falken, Umkehr, VCD Brandenburg und ver.di.
 
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