Mit WeMoveEU sind wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) der Meinung und fordern, dass die Kommission unsere Gesundheit verteidigt und das Recht jedes Staates schützt, schädliche Pestizide verbieten zu dürfen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
Bayer-Monsanto drängt darauf, das Ackergift Glyphosat (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=glyphosat) weiter verkaufen zu dürfen, es geht schließlich um hohe Gewinne. Mit WeMoveEU sind wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) der Meinung und fordern, dass die Kommission unsere Gesundheit verteidigt und das Recht jedes Staates schützt, schädliche Pestizide verbieten zu dürfen.
Bayer-Monsanto soll nicht gewinnen!
 
Deswegen haben wir die nachstehende Kampagne von WeMove.EU zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme und Bedienung auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „KAMPAGNEN“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/kampagnen/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 

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WeMove.EU informiert und ruft auf:

 
 
 
In wenigen Tagen entscheidet die EU über Glyphosatverbot in Österreich! Jetzt gemeinsam Stellung nehmen!
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In weniger als zwei Wochen entscheidet die Europäische Kommission, ob Österreich das Ackergift Glyphosat verbieten darf oder nicht – ein Meilenstein auf dem Weg zu einem EU-weiten Verbot! Selbstverständlich drängt der Hersteller Bayer-Monsanto darauf, die giftige Chemikalie weiter verkaufen zu dürfen, es geht schließlich um hohe Gewinne. Wir fordern, dass die Kommission unsere Gesundheit verteidigt und das Recht jedes Staates schützt, schädliche Pestizide verbieten zu dürfen.

Hallo Manni Engelhardt,

Österreich ist das erste EU-Land, das sich schon vor einem Jahr entschlossen hat, Glyphosat zu verbieten. Dieses Verbot soll nach einigen Verzögerungen nun in Kraft treten. [1] Es gilt noch eine Hürde zu nehmen: Die Europäische Kommission muss das Verbot akzeptieren. Das versucht Bayer-Monsanto natürlich mit seinen Lobbyisten zu verhindern.

Der Hersteller will das Verbot um jeden Preis stoppen, weil er weiß, dass auf das erste EU-Land schnell Weitere folgen werden. Da synthetische Pestizide ein Goldesel für die Agrarindustrie sind, verteidigen sie ihre Märkte mit allen Mitteln.

Wir müssen der Kommission jetzt zeigen, dass uns unsere Gesundheit wichtiger ist als die Gewinne eines Konzerns. Und dazu haben wir jetzt eine sehr gute Gelegenheit:

Um ihre Entscheidung zu treffen, lädt die EU alle Betroffenen ein, Stellungnahmen abzugeben. Die Stellungnahme von Bayer-Monsanto liegt vor. [2] In den wenigen Tagen, die uns noch bleiben, reichen wir jetzt unseren Protest tausendfach ebenfalls als Stellungnahme ein. Gemeinsam zeigen wir, dass Hunderttausende Bürgerinnen und Bürger stärker sind als die Lobbyisten der Konzerne.

Stellungnahme einreichen

Als wir in den letzten Jahren gegen die Zulassung von Glyphosat gekämpft haben, hat die Europäische Kommission stets betont, dass die EU-Länder selbstverständlich Glyphosat in ihren Grenzen verbieten dürfen. [3] Bayer-Monsanto sieht das anders und hat öffentlich erklärt, dass sie von der Kommission erwarten, sie werde das Verbot aufheben. [4]

Als wichtigster Hersteller behauptet Bayer-Monsanto, Glyphosat sei sicher, dabei gibt es immer mehr wissenschaftliche Nachweise, dass das Ackergift krebserregend ist. Die University of Washington hat verschiedene Studien zusammengefasst und festgestellt, dass das Krebsrisiko um 41 Prozent steigt, wenn man Glyphosat ausgesetzt ist. Sie stellt zudem fest, dass es einen „zwingenden Zusammenhang“ zwischen Glyphosat und Blutkrebs gibt. [5]

In weiteren EU-Ländern wird über Verbote und Beschränkungen von Glyphosat diskutiert: Luxemburg wird alle Zulassungen für das Ackergift zum Ende dieses Jahres auslaufen lassen. Selbst Deutschland hat sich vorgenommen, Glyphosat bis Ende 2023 vom Markt zu nehmen! [6]

Österreich ist zur Tat geschritten und das Verbot ist deshalb ein wichtiges Vorbild für andere EU-Länder. Jetzt sind wir, die Bürgerinnen und Bürger aus ganz Europa, dran. Wir wollen die Kommission tausendfach wissen zu lassen, dass wir dieses Gift nicht länger auf unseren Äckern und Tellern haben wollen.

Stellungnahme einreichen

In unserem jahrelangen Kampf gegen Konzerne wie Bayer-Monsanto haben wir schon viel erreicht. Die mehr als eine Million Unterschriften, die wir 2017 für die Europäische Bürgerinitiative gesammelt haben, wirken immer noch nach. Damals bekam Glyphosat nur eine verkürzte Zulassung und muss jetzt in einem aufwendigen Verfahren erneut zugelassen werden. Das wird auch deshalb schwerer, weil die EU inzwischen verfügt hat, dass ehemals geheime Studien der Industrie jetzt für uns zugänglich gemacht werden müssen! [7]

Solche Erfolge machen Mut, dass wir auch im Fall von Österreich gemeinsam Erfolg haben werden. Das Verbot in Österreich kann sich als der Katalysator erweisen, der die ganze EU erfasst.

Entschlossene Grüße

Jörg Rohwedder (Lübeck)
Virginia López Calvo (Madrid)
David Schwartz (London)
Marta Tycner (Warschau)
Alexandre Naulot (Marseille)
Giulio Carini (Rom)
für das gesamte WeMove Europe Team

PS: Bayer-Monsanto hat im zweiten Quartal dieses Jahres einen Verlust von fast 10 Milliarden Euro eingefahren. Eine Ursache ist ein Milliarden-Dollar-Vergleich mit US-Kläger/innen, die durch Glyphosat Krebs bekommen haben. [8] Erst vor wenigen Wochen hat ein Berufungsgericht in Kalifornien das Urteil gegen Bayer-Monsanto bestätigt und hat die Entschädigungssumme auf einen immer noch zweistelligen Millionenbetrag gesenkt. [9] Die wissenschaftlichen Fakten, das Recht und unser Druck können krebserregenden Giften in der Landwirtschaft ein Ende bereiten. Schreiben Sie eine E-Mail an die Kommission.

Referenzen:
[1] Bevor Österreichs Glyphosatverbot am 1. Januar 2020 in Kraft treten konnte, erklärte die damalige österreichische Bundeskanzlerin, sie könne das Verbot nicht in nationales Recht umsetzen, da das österreichische Parlament den Antrag an die EU mit Formfehlern behaftet gestellt habe. In der Folge hat das österreichische Parlament im Mai 2020 die formelle Notifikation an die EU geschickt und die Kommission hat bis zum 19. August 2020 Zeit, sich zu äußern oder Einwände zu erheben. https://www.vienna.at/glyphosat-totalverbot-in-oesterreich-antrag-an-eu-kommission-geschickt/6622979
[2] Hier können Sie nachlesen, wie die österreichische Regierung die EU von ihrem beabsichtigten Verbot von Glyphosat in Kenntnis gesetzt hat. – Es finden sich auch Kommentare der Zivilgesellschaft und der Industrie: https://ec.europa.eu/growth/tools-databases/tris/de/search/?trisaction=search.detail&year=2020&num=308
[3] https://ec.europa.eu/germany/news/hintergrund-fragen-und-antworten-zu-einer-m%C3%B6glichen-neuzulassung-von-glyphosat_de
[4] https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/glyphosatverbot-bayer-prueft-klage-gegen-oesterreich/24521088.html
[5] https://www.heise.de/tp/features/Neue-Studie-Glyphosat-erhoeht-Krebsrisiko-4311016.html
[6] https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/glyphosat-bundesregierung-plant-verbot-ab-ende-2023-a-1285204.html
[7] https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20181205IPR20935/lebensmittelsicherheit-mehr-transparenz-bessere-risikopravention
https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/TA-8-2018-0489_DE.html
[8] https://www.dw.com/de/bayer-will-mit-milliarden-vergleich-glyphosat-klagen-hinter-sich-lassen/a-53931801
[9] https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bayer-niederlage-im-ersten-berufungsverfahren-1.4974067

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