Die Kolleginnen & Kollegen bei der DEUTSCHEN BAHN AG sind gut beraten, wenn sie den durch die EVG ausgehandelten „TARIFKOMPROMISS“ ablehnen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir über die lfd. Tarifverhandlungen 2020 zwischen der Gewerkschaft EVG (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=evg) und der DEUTSCHAN BAHN (AG) berichtet, wie Ihr es durch den Klick auf den nachstehenden Link aufrufen und nachlesen könnt. 
 
 
Nunmehr teilt die EVG mit, dass sie zu einem Ergebnis gekommen sei, über dessen Annahme in der kommenden Woche zu entscheiden sei.
 

Tarifverhandlungen DB AG: EVG bewertet umfangreiches Paket

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bewertet in den kommenden Tagen den erreichten Stand ihrer Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn. In dreitägigen Gesprächen hatten die beiden Tarifparteien bis dahin ein umfangreiches Paket verhandelt und dabei in zahlreichen Punkten Übereinstimmung erzielt. Aus Sicht der EVG sind allerdings wesentliche Themen noch offen.

Dazu erklärt der Verhandlungsführer der EVG, Vorstandsmitglied Kristian Loroch:

„Wir wollen drei Themen festzurren, die für uns wesentlich wichtig sind. Die EVG erwartet klare Bekenntnisse des Konzerns zur Erhöhung der Eigenfertigungstiefe und zu einer stetigen Personalentwicklung. Wenn die Schiene künftig eine führende Rolle im Verkehrssystem in Deutschland spielen soll, muss Deutschlands größtes Schienenunternehmen Arbeit im Konzern halten und ausreichend Personal aufbauen. Aber auch der Bund als Partner im Bündnis für unsere Bahn muss seinen Beitrag leisten. Deshalb ist der dritte für uns wichtige Punkt, dass der Bund die zugesagten Gelder für die Bewältigung der Corona-Schäden der DB tatsächlich freigibt. Das muss sich als aufschiebende Bedingung im Tarifpaket wiederfinden. Nur so kann das Bündnis für unsere Bahn funktionieren.“

Im „Bündnis für unsere Bahn“ haben sich der Bund, die DB AG, die EVG und der Konzernbetriebsrat verpflichtet, gemeinsam die Corona-bedingten Schäden der DB AG zu bewältigen. Um das tarifvertraglich abzusichern, haben EVG und DB AG ihre eigentlich für das Frühjahr 2021 vorgesehenen Tarifverhandlungen vorgezogen.

Zu den Punkten, die die beiden Tarifvertragsparteien in den insgesamt drei Wochen dauernden Gesprächen behandelt haben, gehören u.a.:

  • eine Entgelterhöhung, die sich an der Teuerungsrate orientiert, inklusive einer sozialen Komponente
  • der Abschluss der Tarifrunde bei den Busgesellschaften der Deutschen Bahn
  • erstmalig eine Honorierung für Beschäftigte, die im Zuge ihrer Tätigkeit Fachwissen vermitteln, u.a. an Auszubildende oder Neueingestellte
  • der Aufbau eines Fonds, der berufsnahes Wohnen und berufliche Mobilität von Beschäftigten unterstützt.

Über die Annahme des Verhandlungsstandes werden in der kommenden Woche die Gremien der EVG entscheiden. 

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Downloads

Flugblatt
(PDF, 269.32 KB, Wird in neuem Fenster/Tab geöffnet.)

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Aus unserer AK-Sicht bedeutet der Satz „Eine Entgelterhöhung, die sich an der Teuerungsrate orientiert, inklusive einer sozialen Komponente.“ ein nicht zu fassende Unbestimmtheit, die zu Lasten der Kolleginnen und Kollegen bei der DEUTSCHEN BAHN AG gehen wird.

Die Inflation in Deutschland hat sich im September weiter abgeschwächt und liegt aktuell bei 1,2 Prozent.

Na dann PROST MAHLZEIT „ENTGELTERHÖHUNG“!

Die Kolleginnen und Kollegen bei der DEUTSCHE BAHN AG werden gut beraten sein, wenn sie diese „faule Komponente“ ablehnen.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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