Kollege Heinz Richrath informiert: „Großwildjäger und Karlspreisträger auf der Flucht vor europäischen Werten“ (Fortsetzungsserie Teil 3)!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute können wir Euch den Teil 3 der Fortsetzungsgeschichte unseres Gewerkschafter/Innen- Arbeitskreis- (AK-) Mitglieds Heinz Richrath (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=heinz+richrath) präsentieren, die dieser rund um die Kommunalwahlen und deren noch folgende Stichwahlen erstellt hat.

Wir haben diesen Teil 3 nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „AACHEN“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/aachen/) archiviert.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Kollege Heinz Richrath informiert:

Großwildjäger und Karlspreisträger auf der Flucht vor europäischen Werten.

 
Es gibt nicht viel Positives, was man der Coronakrise abgewinnen kann. Andy Scheuer irrlichtert immer noch durch die Politik. Muttis XXL Zäpfchen, Peter Altmeier, quält weiter Talkshowsessel und redet sich die Welt schön.
 
Immerhin, der CO 2 Ausstoß hat sich veringert, „Hartz 4 bedeutet nicht Armut“, Spahn scheint nach dem Kauf einer 4 Millionenvilla dort angekommen, wo Black Rock Lobbyist und „Bierdeckelexperte“ Friedrich Merz schon lange ist, nämlich n der gehobenen Mittelschicht. Und nicht zu vergessen, der Karlspreisunfug, das „High Light“ Aachener Heuchelei, ist ausgefallen.
 
Wen haben sie nicht schon alles ausgezeichnet für Verdienste um die europäische Einigung. Da wäre etwa Henry Kissinger, ehemaliger Außenminister der Welttyrannei USA, dessen Aufruf zum Völkermord „Alles was fliegt, auf alles was sich bewegt“ in Vietnam eindrucksvoll in die Praxis umgesetzt wurde.
 
Oder Jean C. Fluncker, langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender der Briefkastenfirma Luxemburg, der uns in einem Anfall von Wahrheitsliebe wissen ließ, wie die EU funktioniert
„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt“
 
 
Sie machen nicht nur was sie wollen. Sie halten uns auch für doof und sagen es uns ins Gesicht.
 
Auffallend viele Unionspolitiker finden sich unter den Ausgezeichneten. Bundestagspräsident und Schmiergeldempfänger Dr.Wolfgang Schäuble darf nicht fehlen. Schäuble hat den Griechen als Finanzminister mal so richtig gezeigt, was europäische Solidarität bedeutet.
 
Willy Brand, der wohl mehr für den Frieden und Zusammenhalt in Europa getan hat, als die benannten zwielichtige Gestalten und dessen Erbe seine Nachfolger mit Füßen treten, fehlt unter den Ausgezeichneten.
 
Dafür gehört Martin Schulz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=martin+schulz) als erster deutscher Sozialdemokrat zum erlesenen Kreis der Karlspreisträger. Es ist zusammengewachsen, was zusammen gehört.
 
Orwells Fabel „Farm der Tiere“ endet mit dem Satz: „Die Tiere draußen blickten von Schwein zu Mensch und von Mensch zu Schwein, und dann wieder von Schwein zu Mensch; doch es war bereits unmöglich zu sagen; wer was war“.
 
Heute blickt der Armutsrentner, Niedriglöhner, Hartz-IV-Bezieher von den Gasgerds zu den Maschmeiers, von den Peer Steinreichs zu den Ackermännern (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=ackermann), von den „Genossen“ zu den Kapitalisten und wieder zurück, doch es ist unmöglich zu sagen, wer ist Mensch und wer ist Schwein?
 
Mit viel Pathos kann Hartz-IV-Befürworter Schulz über europäische Werte wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Solidarität schwadronieren.
 
Martin Schulz und Karlspreisträger J. C. Junker sind ziemlich beste Freunde.
Jeder anständige Sozialdemokrat müsste in der Gegenwart von Juncker mit Übelkeit kämpfen. Nicht so „Spesenritter“ Martin Schulz.
Wo aber findet man noch einen anständigen Sozialdemokraten? Bei Gasprom, auf einer Vortragsveranstaltung der Commerzbank, oder im Aufsichtsrat der Deutschen Bank.  Zur Suche nehme man eine Lupe, besser ein Mikroskop.
 
Großwildjäger und Karlspreisträger Juan Carlos scheint dem Geschwafel von Schulz nicht zu trauen und befindet sich momentan auf der Flucht vor den viel beschworenen europäischen Werten. Diese ertrinken derweil im Mittelmeer, finden Asyl in Russland, oder landen bei Briefkastenfirmen in Panama.
 
Ein Blick auf die Zusammensetzung des Karlspreisdirektoriums erklärt die Auswahl der Preisträger.
 
Aachens „kleiner Sonnenkönig“, der Dr. jur. J. Linden, ist Sprecher des Karlspreisdirektoriums. Vater und Sohn Philipp sind dabei. Dort wo zwei CDU Politiker anzufinden sind, ist auch meistens der „Heilige Geis“t anwesend, im Karlspreisdirektorium vertreten durch den jeweils aktuellen Dompropst.
 
Weniger als 4000,- Euro bot das Bistum Aachen Missbrauchsopfern im „Namen des Herrn“ als Entschädigung für ein oftmals verpfuschtes Leben an. Es handelt sich dabei um weniger als die Hälfte eines monatlichen Bischofsgehalts, in der Regel bezahlt aus allgemeinem Steueraufkommen.
Als Bonus bietet man den Opfern, die ihr Kreuz ein Leben lang mit sich herumschleppen. „gemeinsame Trauerarbeit“. Das kostet nichts.
 
Dabei wissen gerade Katholiken ganz genau, wie man auf Erden für Sünden büßt.
Mit dem Spruch „So bald das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt“ hat man den Abergläubigen im Mittelalter das Geld aus der Tasche gezogen um sakrale Prunkpaläste zu bauen.
Wesentlich mehr finanzielles Engagement als bei der Entschädigung von Missbrauchsopfer zeigt das Bistum beim Erhalt seiner Gebetstempel. Diesen Eindruck gewinnt man, wenn man auf die Liste der von der Emil Phlipp GmbH auf der Homepage veröffentlchten, Referenzen blickt.
 
Nicht nur das Aachener Stadttheater und das Rathaus wurde von der Emil Philipp GmbH saniert (Gab es dazu eigentlich Ausschreibungen oder wurden die Aufträge dazu direkt vergeben?), sondern auch zahlreiche Kirchen. Auskunft über Auftragsvergaben der Stadt und des Bistums an die Emil Philipp GmbH erteilt der noch amtierende Oberbürgermeister Marcel Philipp nicht.
Und beim städtischen Betriebscontrolling wissen sie natürlich auch von nichts.
Zuständig ist eine Frau Grehling.
 
Der Beitrag von Papst Franziskus zur europäischen Einigung erschließt sich nicht, bescherte aber Mitgliedern des Karlspreisdirektoriums eine Reise in den katholischen Gottesstaat.
 
Ein auswärtiger Journalist bezeichnete den Zweck der Karlspreisverleihung einmal treffend als „Möglichkeit für die Lokalprominenz in der Schleimspur der Mächtigen ein wenig von deren Glanz zu erhaschen“. Recht hatte der Mann.
 
Wie sie sich gegenseitig mit Orden beschmeißen.
 
Wo es in Aachen so leuchtet und strahlt, darf Armin Laschet (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=armin+laschet) nicht fehlen. NRW Ministerpräsident Laschet gehört dem Karlspreisdirektorium an.
 
2015 kam ans Licht, dass Laschet als Dozent an der Exzellenzuniversität RWTH Aachen Fantasienoten verteilt. Hätte der nach „Einfaltspinselart“ nicht auch Arbeiten bewertet, die überhaupt nicht existieren, wäre die Sauerrei vermutlich nicht einmal aufgefallen.
 
2019 zeichnete Laschet Dr. jur. J. Linden und Carl Meulenbergh mit dem Verdienstorden des Landes NRW aus.
Dieter Philipp ist Träger des päpstlichen Gregoriusorden. Papst Franziskus Karlspreisträger.
Dieses Jahr wurde Laschet mit dem Orden „Wider den tierischen Ernst“ für Humor im Amt ausgezeichnet.
 
Bei manch einem ausgezeichneten Possenreißer steht die Frage danach im Raum, ob der Preisträger nicht selber der Witz ist?
 
Kaum als NRW Ministerpräsident im Amt, wurde das Justizministerium von NRW völlig sinnentleert in Ministerium der Justiz umbenannt.
Ein wahrer Schenkelklopfer.
 
Bei einem lustigen Kinderlied hört der Humor von Armin Laschet aber dann auch schon auf. Laut Laschet hat der WDR mit der Ausstrahlung des umgetexteten Kinderliedes (Umweltsau) die Grenzen des Stils und des Respekt gegenüber Älteren überschritten. Jung gegen alt zu instrumenatalisieren ist nicht akzeptabel.“
 

Gerburg Jahnke und Stephanie Überall (Missfits) parodierten einst einen Grönemeyersong und trällerten fröhlich „Kinder an die Wand“. Niemand hätte darin eine Aufforderung gesehen Kinder zu erschießen.
 

Außer vielleicht Armin Laschet (?) und jener CDU Kommunalpolitiker, der in Köln kurz vor Sylvester auf einen Jugendlichen mit Migrationshintergrund schoß, und auch traf.
 
Man hält kurz inne und stellt sich vor, es wäre andersherum gewesen.
NRW Innenminister Reul hätte eine neue Stufe der Gewalt ausgemacht. Laschet und die anderen Empörungsexperten der CDU hätten in Talkshows ihre „Sicht“ der Dinge präsentiert, Sondersendungen bei ARD und ZDF wären gefolgt und vermutlich hätte auch Markus Lanz seinen unappetittlichen Senf dazu gegeben.
 
Humor ist halt, wenn der Armin lacht.
 
Vom Ordensritter Karl Theo v. Guttenberg ist bekannt, dass er es mit seiner Doktorarbeit nicht so tierisch ernst genommen hat. Ordensritterin Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, ebenfalls aus Bayern, dem Amigoland und intellektuellem Epizentrum der Republik, lies uns wissen, dass der Schwarze gerne schnackselt. Hätten die Eltern von Gloria beim schnackseln ein Kondom benutzt, wäre uns zumindest dieses „Elend“ erspart geblieben.
 
Es nimmt schon peinliche Züge an, wie sie sich gegenseitig mit Orden beschmeißen um dann irgendwann in einem Akt grotesken Selbstbetrugs offensichtlich zu der Überzeugung zu gelangen, etwas besonderes zu sein.
 
Nicht fern der Tag, an dem sich der Erste selber einen Orden verleiht.
Ich persönlich tippe auf Armin Laschet.
 
Der Teil 4 „Niemals Kumpanei – Warum in der lokalen Presse nichts über die beschriebenen Geschäfte der Familie Philipp zu lesen ist?“ wird folgen.
 
Herzliche Grüße Euer
 
Heinz Richrath
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