Kollege Udo Buchholz überstellt uns eine GAL-Pressemitteilung zum Thema ATOMMÜLL und berichtet über die Proteste in GRONAU & LINGEN!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir über den Kollegen Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+bbu) eine Pressemitteilung der GAL-GRONAU erhalten.
 
Zum Thema Atommüll fordert die GAL, dass die Bürgermeister/innen und Landräte/ Landrätinnen im Münster- und Emsland sollen aktiv werden sollen. Ferner berichten sie über die Proteste in Gronau und Lingen.
 
Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 
 

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GAL-Pressemitteilung,02.10.2020

 
 
(Das Foto zeigt die Demonstration in Lingen am 26.10.2019.)
 
Atommüll: Bürgermeister/innen und Landräte/ Landrätinnen im Münster-
und Emsland sollen aktiv werden / Proteste in Gronau und Lingen
 
Die parteiunabhängige Grün Alternative Liste Gronau (GAL), die auch im
Rat der Stadt Gronau vertreten ist, kritisiert das Verfahren zur Suche
eines sogenannten Endlagers für hochradioaktiven Atommüll. Laut
Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) gelten auch weite Bereiche des
Münsterlandes inclusive des Salzstockes zwischen Gronau und Ahaus, sowie
Teile der niedersächsischen Nachbarregion, als potentielle Bereiche für
Atommüll-Endlagerstandorte. Die GAL betont, dass weltweit kein sicheres
Endlager in Sicht ist und dass kein Mensch Atommüll vor seiner Haustür
haben möchte. Solange in Atomkraftwerken wie in Lingen und sonstigen
Atomanlagen (wie in Gronau und Lingen) weiterer hochgefährlicher
Atommüll produziert wird, und solange nicht alle AKW und Atomanlagen
stillgelegt sind – einschließlich der Urananreicherungsanlage in Gronau
– wird sich die GAL nicht an der Suche nach Atommülllagerstätten
beteiligen.
 
Die GAL Gronau fordert, dass sich jetzt die Bürgermeister/innen und
Landräte / Landrätinnen im Großraum Münsterland und Emslandintensiv zum
Schutz der Bevölkerung in ihren Gemeinden und Kreisen gegen die
unverantwortbare, fragile Einlagerung des hochgefährlichen Atommülls
einsetzen.
 
Am 28. September hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ihren
Bericht vorgestellt in dem öffentlich darlegt wird, welche Teilgebiete
aus ihrer Sicht für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle in der
Bundesrepublik in Frage kommen. Der Salzstock bei Gorleben wird jetzt
ausgeklammert. Dennoch üben Bürgerinitiativen und Umweltverbände Kritik
am weiteren Suchverfahren. 90 Regionen sind betroffen und fixer Termin
ist die „Fachkonferenz Teilgebiete“, die Mitte Oktober stattfinden soll.
Gebündelte Kritik gibt es in einer Stellungnahme der bundesweiten
Atommüllkonferenz, die von 50 Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen
unterschrieben wurde.
 
Vollständiger Text der Stellungnahme der Atommüllkonferenz:
 
 
Direktlink:
 
 
Proteste in Gronau und Lingen
 
Die GAL Gronau weist zudem darauf hin, dass sich In Gronau am
Sonntag(4.10.) wieder Mitglieder mehrerer Anti-Atomkraft-Initiativen und
der GAL an der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage treffen
werden. Traditionell finden dort seit mehr als 30 Jahre immer am ersten
Sonntag im Monat die sogenannten Sonntagsspaziergänge statt. Auf dem
Gelände der Gronauer Urananreicherungsanlage lagern derzeit rund 20.000
Tonnen Uranmüll (abgereichertes Uranhexafluorid, UF6) unter dem freien
Himmel. Dieser Atommüll wird lediglich „geschützt“ durch einwandige
Container (auf einer Betonplatte liegend) und einem dünnen
Maschendrahtzaun.
 
Und den 5. Oktober haben sich die Anti-Atomkraft-Initiativen im
Münsterland auch schon in ihren Terminkalendern fett markiert. Dann
wird, wie zu befürchten ist, erneut ein Sonderzug mit Uranmüll von
Gronau quer durch das Münsterland sowie durch das Ruhrgebiet und die
Niederlande rollen. Ziel ist zunächst der Hafen in Amsterdam. Von dort
soll der Uranmüll mit einem Frachtschiff nach Russland transportiert
werden. Internationaler Protest ist vorprogrammiert. Er beginnt zunächst
mit einer Mahnwache von 8 bis 12 Uhr auf der Brücke vor der
Urananreicherungsanlage (Max-Planck-Straße). Mit weiteren Protesten auf
dem Weg von Gronau nach Amsterdam ist zu rechnen.
 
Zum Hintergrund:
 
 
 
Ebenfalls am Montag findet in Lingen eine Informationsveranstaltung des
Bündnis‘ „AtomkraftgegnerInnen im Emsland“ (AgiEL) zum Thema Atommüll
statt. Beginn: 19 Uhr, Ort: Waldhotel Lingen, Lohner Str. 1. Aufgrund
des durch die Coronaregeln begrenzten Platzangebots ist eine vorherige
Anmeldung per Email an:
 
 
 erforderlich.
 
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