Kollege Franz Müller schreibt: „Mich treibt der beständige Beitrag zum Studierendenwerk Aachen auf eurer Webseite, der jetzt bereits zum 13. Mal upgedatet wurde, ganz einfach um!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
zur jüngsten Studentenwerksaffäre (http://www.ak-gewerkschafter.de/2020/07/24/das-studentenwerk-aachen-kommt-einfach-nicht-zur-ruhe-ein-neuer-skandal-schuettelt-es-durch-sein-geschaeftsfuehrer-dirk-reitz-wurde-gefeuert/) hat uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) ein Kommentar-Beitrag des Kollegen Franz Müller erreicht.
 
 
Wir haben diesen Beitrag in ungekürzter Fassung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und als XIV. UPDATE zum Leitartikel genommen.
 
Dem Kollegen Franz Müller sagen wir ein herzliches Dankeschön für seine ehrlichen und offenen Worte und seine Mühewaltung.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 

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Lieber Kollege Engelhardt, liebe Kolleginnen und Kollegen des AK,
 
als Gewerkschafter, der die Ziele für eine bessere Zukunft der Arbeitnehmerschaft sein Leben lang vor Augen hatte und weiter haben wird, besuche ich regelmäßig eure hervorragende Webseite.
 
Bis dato habe ich mich mit Kommentaren zu euren Beiträgen in Zurückhaltung geübt. Damit ist es heute vorbei, denn mich treibt der beständige Beitrag zum Studierendenwerk Aachen auf eurer Webseite, der jetzt bereits zum 13. Mal upgedatet wurde, ganz einfach um.
 
Was mich dabei nicht wundert, ist das beschämende Verhalten des ehemaligen Geschäftsführers, der diese Einrichtung der öffentlichen Hand wohl offensichtlich mit einem „Selbstbedienungsladen“ verwechselt hat, bei dem man nehmen kann und nichts dafür geben muss.
 
Der hat ja lediglich das praktiziert, was ihm die Bosse in Politik, bei den Banken und in der Wirtschaft zigfach vorgemacht haben und weiter vormachen!
 
Da bleibt jetzt zu hoffen, dass dieser Mensch auch tatsächlich zur Rechenschaft gezogen wird und nicht durch verdecktes Agieren der Amigos auf allen Ebenen der Politik und der Justiz mit einem sogenannten „blauen Auge“ davon kommt.
 
Nein, was mich wirklich aufregt, liebe Kollegen, ist die Tatsache, dass der ehemalige Personalratsvorsitzende, der kurz nach dem rentenbedingten Ausscheiden des Kollegen Engelhardt als Personalratsvorsitzender zum Pressereferenten erkoren wurde,  über einen Schließ- und Wachdienst im „Nebenamt als Selbstständiger“ monatlich  bis zu 837 Euro (!) kassiert haben soll, und vielleicht sogar in seinem heutigen Ruhestand dies auch noch tut?
 
Und wenn dieser Herr sich mit dem Personalrat seinerzeit „neutral“ bei einer Verwaltungsgerichtsklärung von Beschäftigten über die Wahlberechtigung von Beschäftigten der Studierendenwerks-GmbH an den Personalratswahlen gezeigt hat, wie Kollege Momber es beschrieben hat, dann läßt das tief blicken.
 
Wie sollte ein derartig eingestellter Mensch denn  in seiner Eigenschaft als Mitglied des Verwaltungsrates seinerzeit gegen die Doppelfunktion des derweil entlassenen Geschäftsführer ein Veto im Aufsichtsgremium eingelegt haben?
 
Das passt eigentlich sehr gut in die Personalratsaffärenszene im Bereich der Städteregion Aachen.
 
Wenn ich dann lesen muss, wie es dem Hausmeister Jörg. D. augenblicklich beim Studierendenwerk geht, dann frage ich mich, gibt es denn beim Studierendenwerk noch eine Arbeitnehmerinteressensvertretung in Form von Betriebs- oder Personalrat?
 
Gibt es denn da überhaupt noch einen gewerkschaftlichen Vetrauensleutekörper?
 
Es ist nicht nur aus meiner gewerkschaftlichen Sichtweise heraus traurig, dass festgestellt werden muss, dass Externe, nämlich die studentischen Hausbewohner, als einzige ein arbeitnehmerorientiertes Handeln im Studierendenwerk Aachen für Jörg D. praktizieren,
 
Es überkommt mich  ein Ekel und jagt mir einen kalten Schauer über den Rücken, wenn ich sehen muss, wie es mit der Arbeitnehmerinteressenvertretung in der Zeit nach dem Ausscheiden des Kollegen Engelhardt beim Studierendenwerk bergab gegangen ist.
Besonders  aber auch deshalb, weil diese Talsause immer weiter Fahrt aufnehmen wird und niemand da ist, der sie STOPPEN wird!
 
Mit kollegialen und solidarischen Grüßen
 
gez. Franz Müller
PS. Ich bitte um die Veröffentlichung meiner Zeilen auf der Webseite.
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