WeMove.EU sendet uns über seine Geschäftsführerin Laura Sullivan eine Geschichte unter dem Titel „Ich werde Dein Spiegel sein!“ zu!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir eine als „Geschichte“ bezeichnete Mitteilung von WeMove.EU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=wemove.eu) über deren Geschäftsführerin für Europa, der Frau Laura Sullivan erhalten.
 
Foto von WeMove.Eu zeigt Laura Sillivan.
 
Diese ist betitelt wie folgt: „Ich werde Dein Spiegel sein!“
 
Wir haben diese Geschichte nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „EUROPA“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/europa/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 
 

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WeMove-EU informiert:

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Alle sechs Wochen schreibt die WeMove Europe-Geschäftsführerin eine
Rundmail wie diese, um Geschichten und Einblicke zu teilen: woran wir
arbeiten, wo jede*r von uns eine Rolle spielen kann. Es ist kein
Aktionsaufruf. Keine Spendenaufforderung. Nur eine Geschichte.
 
Hallo Manni Engelhardt,
 
ich spiele in einer Band hier in Belgien, die nie berühmt werden wird.
Aber wir haben Spaß und das reicht uns. Es gibt einen Song, den ich mit
der Band seit Langem gerne covern würde: „I’ll be your mirror“ von The
Velvet Underground & Nico.
 
Eine Stelle daraus geht so:
_“I’ll be your mirror, reflect who you are, in case you don’t know“_ (frei
übersetzt: _“Ich werde dein Spiegel sein und zeigen, wer du bist, falls du
es nicht weißt“_). [1]
 
Als ich neulich einige Leute anrief, kam mir diese Passage wieder in den
Sinn. Es waren Leute, die sich wie Sie als Teil der WeMove Europe-Bewegung
für verschiedenste Anliegen einsetzen. Dabei stellte sich heraus, dass
viele gern mehr erfahren würden über all die anderen, die auch dabei
sind. Lassen Sie mich also für einen kurzen Moment Ihr Spiegel sein und
Ihnen einen Teil der Freude und Energie unserer Bewegung zeigen.
 
Eine der ersten Personen, mit der ich sprach, war *Ursula*. Sie lebt in der
Nähe von Hannover in *Deutschland*. Ursula erzählte mir, dass ihr WeMove
Europe gefällt, weil wir die Wünsche von Menschen in ganz Europa
zusammenbringen und auf diese Weise die Dinge voran. Sie freut sich, dass
wir uns auf Nachhaltigkeit konzentrieren, aber auch wirtschaftliche
Interessen und Nationalismus adressieren. Sie möchte sich als Teil von
etwas fühlen, das größer als sie selbst und ihre lokale Gemeinschaft ist
– und genau das sind wir für sie. Am Ende des Gesprächs sagte sie etwas
Erstaunliches:_ „Tun Sie mir einen Gefallen: Wenn Sie die nächste Person
anrufen, grüßen Sie sie von Ursula. Und setzen Sie das fort. Schaffen Sie
so eine Gruppe von Menschen, die alle spüren, dass sie nicht allein
sind.“_ Das ist genau das, was ich jetzt tue.
 
*Inge* in *Belgien* fand das _“Hallo“_ von Ursula toll. Und sie sagte:
_“Ich unterstütze WeMove, weil im nächsten Jahrzehnt harte Zeiten auf uns
zukommen und wir dringend etwas unternehmen müssen. Falls das nicht klar
ist: Ich meine den Klimawandel!“_
 
*Fredo* in den *Niederlanden* erzählte mir, dass er lange Zeit einen
eigenen Verlag leitete, bis er von größeren aus dem Markt gedrängt
wurde. Jetzt leitet er eine Bürgerinitiative in seiner Heimatstadt
Deventer. Die Initiative baut bezahlbare Wohnungen und versucht Antworten
auf die Frage zu finden: Wie wollen Menschen im Jahr 2030 in dieser
Gemeinde leben? Das machte mir klar, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben.
Denn das ist genau die Frage, die wir als WeMove-Gemeinschaft beantworten
wollen: _“Wie wollen wir in Europa leben?“_ Fredo sagte, er würde sich
freuen, wenn WeMove mehr tun würde, um Menschen zusammenzubringen,
Gespräche und Austausch zu fördern und damit mehr Demokratie zu
ermöglichen. Es fehle der Dialog, und das führte zu mehr Spaltungen.
 
Dann sprach ich mit *Vicki* aus *Großbritannien*, die direkt an der
walisisch-englischen Grenze lebt. Von Vicki konnte ich in kurzer Zeit so
viel lernen. Sie engagiert sich bei _Extinction Rebellion_ und leitet
Treffen, die auf den Ideen von _“Active Hope“_ (aktive Hoffnung) und _“Work
that reconnects“_ (Arbeit, die uns verbindet) von Joanna Macy basieren. [2]
Der Brexit hat Vicki motiviert Organisationen zu helfen, die für
Veränderungen auf europäischer Ebene kämpfen. Es hat mich gefreut, das
zu hören. Ich frage mich, ob andere dort genauso denken? Auch wenn das
Vereinigte Königreich offiziell die EU verlassen hat, ist Vicki immer noch
Europäerin. Wir werden sie und den britischen Teil unserer Bewegung nicht
zurücklassen.
 
Denn die Sache ist die: Es passiert so viel mehr in Europa, als in den
Mainstream-Medien berichtet wird. In Europa finden sich viele Menschen
zusammen, um die Welt nach eigenen Vorstellungen umzugestalten. Sie wissen,
dass es Antworten auf die Frage, wie wir leben wollen, da draußen bereits
gibt. Ob das erschwingliche Wohnungsbauprojekte sind, die Fredo in den
Niederlanden auf die Beine stellt, oder die _“Active Hope“_- Treffen, die
Vicki in Großbritannien organisiert – oder junge Aktivist*innen, die ihre
Schulen und Gemeinden klimaneutral gestalten. Sie alle engagieren sich
nicht nur lokal, sondern sie wollen auch Europa und die Welt dauerhaft zu
einem besseren Ort machen und zugrunde liegende Systeme verändern.
 
Wir sehen Europa oft als etwas Negatives oder reduzieren es auf
bürokratische Entscheidungen, die in Brüssel getroffen werden. Aber
Europa ist viel mehr als das. Hier sind so viele Menschen, die die Dinge
zum Besseren verändern. Das lässt mich wieder an das eingangs erwähnte
Lied denken:
_“When you think the night has seen your mind. That inside you’re twisted
and unkind. Let me stand to show that you are blind. Please put down your
hands, cause I see you.“_
(wieder frei übersetzt: _“Wenn du denkst, die Nacht hat dein wahres Ich
gesehen. Dein Inneres, verdorben und hart. Lass mich dir zeigen, dass du
blind bist. Bitte lass deine Hände sinken, denn ich sehe dich.“_)
 
Ich sehe dich, Europa. Du bist weder verdorben noch hart. Aber blind, weil
dir der richtige Spiegel fehlt. Es gibt so viele inspirierende Ideen,
Menschen, Bewegungen, Lösungen zum Besseren!
 
Am Ende des Lieds heißt es:
_“I find it hard to believe you don’t know the beauty you are. But if you
don’t, let me be your eyes, a hand in your darkness, so you won’t be
afraid.“_
(_“Es ist schwer zu glauben, dass du nicht weißt, wie schön du bist.
Aber wenn das so ist, lass mich deine Augen sein, eine Hand in deiner
Dunkelheit, damit du keine Angst hast.“_)
 
In diesem Sinn: Die Schönheit Europas, das sind Menschen wie Sie. Ihr
Wille, die Stimme zu erheben und aktiv zu werden. Ihre Geschichten, die
noch viel zu selten erzählt werden. Wir werden unsere Anrufe fortsetzen,
um mehr zu erfahren und diese Geschichten zu spiegeln. Würden Sie sich
über einen Anruf freuen?
 
Laura Sullivan
Geschäftsführerin der *WeMove Europe*
 
Referenzen
 
[1]
 

 
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