Kollege Udo Buchholz informiert für die GAL GRONAU per Pressemitteilung über die Grußworte bei der Trauerfeier für Raschid Alimov vor der Urananreicherungsanlage!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
soeben hat uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) eine Pressemitteilung der GAL Gronau (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=gal+gronau) über den Kollegen Udo Buchholz (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz) erreicht.
 
Diese Pressemitteilung beinhaltet Grußworte aus Russland bei Trauermahnwache für Raschid Alimow vor der Urananreicherungsanlage.
 
Wir haben sie in ihrer Gänze zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme nachstehend auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 

******************************************************* Kollege Udo Buchholz informiert für die GAL-GRONAU:

 
Das Foto zeigt die Trauermahnwache an der Gronauer Urananreicherungsanlage, 3.1.2021
 
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Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Mitglied im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
c/o Siedlerweg 7
48599 Gronau
02562-23125
 
04.01.2021
 
Pressemitteilung
 
Grußworte aus Russland (am 3.1.2021) bei der Trauermahnwache für Raschid
Alimow vor der Gronauer Urananreicherungsanlage
 
Rund 30 Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner beteiligten sich am
Sonntag (3.1.2021) an einer Trauermahnwache vor der
Urananreicherungsanlage in Gronau für Raschid Alimow, der am 17.12.2020
im Alter von nur 40 Jahren in Russland an einer Corona-Erkrankung
gestorben ist. Als international aktiver Atomkraftgegner war Raschid
Alimow auch mehrfach in Gronau, um gegen die umstrittenen und
gefährlichen Uranmülltransporte von Gronau nach Russland zu
demonstrieren. Zuletzt war er im Herbst 2019 in Gronau.
 
Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen hatte der
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau zur Teilnahme an der
Gedenkveranstaltung für Raschid Alimow eingeladen „Zur Beerdigung nach
Russland konnten wir nicht fahren. Aber die Möglichkeit der gemeinsamen
Trauer war wichtig“, so der AKU Gronau in einer Pressemitteilung.
 
Nach der halbstündigen Trauermahnwache wurden zwei Grußworte aus
Russland vorgelesen. In einem Grußwort von Aleksandra Koroleva von der
russischen Umweltorganisation “Ecodefense!” hieß es: „Rashid war eine
der bekanntesten Persönlichkeiten der russischen Anti-Atom-Bewegung. Er
nahm an zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen gegen die gefährlichen
Pläne der Atomindustrie teil und organisierte diese.”
 
In einem weiteren Grußwort von Vladimir Slivyak von „Ecodefense!“ wurde
betont, dass Raschid Alimow „ein grundsätzlicher Gegner der
Atomindustrie war. Wenn er heute dabei sein könnte, würde er sich freuen
Euch alle zu sehen und er würde Euch auffordern den Protest gegen die
Atomindustrie so lange Ihr könnt fortzusetzen.“
 
Persönlich anwesend bei der Trauermahnwache war Bernhard Clasen, ein
Freund und Dolmetscher von Raschid Alimow. Er nutzte die Gelegenheit und
informierte bei der Gedenkveranstaltung über das vielfältige und
konsequente Engagement von Raschid Alimo für den Umweltschutz und gegen
die Atomindustrie. Seine Botschaft:
 
„Was ich am meisten an Raschid schätze war seine Eigenschaft, mit einem
Lächeln „Nein“ zu sagen gegenüber lebensfeindlichen Strukturen. Als ihm
bei der EON-Aktionärsversammlung 2010 zu verstehen gegeben wurde, dass
er sein Aufnahmegerät abschalten soll, hatte er lieb gelächelt – und das
Gerät angeschaltet gelassen. Auch um das Verbot, sich bei seiner Rede
vor den EON-Aktionären photographieren zu lassen, hat er sich nicht
geschert. Man sagt, Menschen werden müde, jeden Abend und am
Lebensabend. Doch Raschid war nicht müde. Wenige Tage vor seinem Tod,
als die Ärzte ihn schon aufgegeben hatten, hatte er um jede Minute
gekämpft. Er hat solange „Nein“ gesagt, wie er konnte.“
 
Beendet wurde die Gedenkveranstaltung mit einer Schweigeminute.
 
Freundinnen und Freunde von Raschid Alimow möchten seine Familie mit
einer Spendensammlung unterstützen. Eine Spende an die Familie bedeutet
eine echte Unterstützung und ist mehr als ein Symbol. Informationen zur
Spendensammlung unter
 
 
In einem Nachruf mehrerer Umweltorganisationen, darunter auch der AKU
Gronau und die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ heißt es:
„Raschid war ein sehr warmherziger, zurückhaltender, freundlicher, aber
auch sehr entschlossener Umweltaktivist. Mit Raschid zusammenzuarbeiten
war immer eine große Freude. Wir alle konnten von seinem Sachverstand,
seiner ruhigen Art und seinem bewundernswerten Engagement unter den sehr
schwierigen Bedingungen in Russland profitieren. Über die Jahre
entwickelten sich feste Freundschaften – Raschid war ein wichtiges
Bindeglied zwischen der russischen, deutschen und niederländischen
Umwelt- und Anti-Atom-Bewegung“ Und weiter heißt es: „Für deutsche
Journalist*innen war Raschid in Russland ein wichtiger Ansprechpartner,
wenn es um Atomthemen ging. Immer wieder wurde er zitiert, sei es zu dem
neuen, gefährlichen AKW-Schiff oder zu Störfällen in russischen
Atomanlagen. Gerade erst veröffentlichte Greenpeace eine Studie zu den
Folgen von Tschernobyl mit seiner Beteiligung. Nicht nur die russische
Umweltbewegung verliert deshalb eine wichtige Stimme.“
 
Nach der Gedenkveranstaltung fand der traditionelle Sonntagsspaziergang
an der Gronauer Urananreicherungsanlage statt. Mit dieser Aktion wird
seit Ende 1986 immer am ersten Sonntag im Monat die Forderung nach der
sofortigen Stilllegung der Urananreicherungsanlage unterstrichen.
 
Weitere Informationen über das Wirken von Raschid Alimow:
 
 
 
 
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