Kollege Udo Buchholz informiert über die 1. BBU-Pressemitteilung des Jahres 2021 gleich für 12 Umweltorganisationen, die fordern „Keine Erhöhung des Anreicherungsgrads für Uran – weder im Iran noch bei Urenco, RWE und E.ON!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
soeben hjaben wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) über den Kollegen Udo Buchhloz, dem Vorstandsmitglied und Pressesprecher des BBU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=udo+buchholz+bbu), die erste gemeinschaftliche Pressemitteilung von mehreren Umweltorganisationen des Jahres 2021 erhalten.
 
In dieser Pressemitteilung ist die Forderung enthalten „Keine Erhöhung des Anreicherungsgrads für Uran – weder im Iran noch bei Urenco, RWE und E.ON!“
 
Wir haben die komplette Pressemitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ATOMPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/atompolitik/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 
 
(Das Eigenfoto zeigt Udo Buchholz)
 

********************************************************

Kollege Udo Buchholz informiert über die 1. BBU-Pressemitteilung des Jahres 2021 gleich für 12 Umweltorganisationen:

Das Foto im Anhang zeigt den Ostermarsch 2018 zur Urananreicherungsanlage Gronau (30.03.2018)
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
im Namen des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V.
wünsche ich Ihnen alles Gute für 2021 – besonders natürlich Gesundheit.
 
Als erste Pressemitteilung in diesem Jahr erhalten Sie von uns eine
gemeinschaftliche Mitteilung zum Themenbereich Urananreicherung. Das
Thema ist im Iran, aber auch global, hochaktuell und hochbrisant. Doch
auch in der Bundesrepublik Deutschland wird Uran angereichert – in Udo
Lindenbergs Geburtsort Gronau (NRW). Die Zentrifugentechnik, die dabei
in Gronau zum Einsatz kommt, kann ebenso wie im Iran zur Produktion von
angereichertem Uran für Atomwaffen genutzt werden. Mehr dazu in der
Pressemitteilung (unten / Anhang).
 
Übrigens: Trotz „Atomausstieg“ gibt es für die Urananreicherungsanlage
in Gronau keine Laufzeitbegrenzung!! Und mit angereichertem Uran aus
Gronau werden Atomkraftwerke in zahlreichen Ländern betrieben. Und die
oft unerkannten Urantransporte von und nach Gronau gefährden die
Bevölkerung in weiten Teilen des Bundesgebietes (nicht nur in NRW) und
weit darüber hinaus.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Udo Buchholz, Gronau
 
(BBU-Vorstandsmitglied und -Pressereferent)
 
PS: Sofern sich Ihre Kontaktdaten in der letzten Zeit geändert haben
oder zukünftig ändern, bitten wir um eine kurze Mitteilung. Wir freuen
uns auch über Rückmeldungen zur möglichen Optimierung unserer Pressearbeit.
 
Archiv früherer BBU-Pressemitteilungen:
 
 
Und: Falls Sie Informationen / Bürgerinitiativen zu einem speziellen
Umweltthema suchen, sind wir gerne behiflich.
 
+++++++++++++++++++++++++
 
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau
Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“
SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster
Arbeitskreis Umwelt (AKU) Schüttorf
Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland
Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
Enschede voor Vrede (NL)
Stichting Laka Amsterdam (NL)
Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG
– VK) NRW
IPPNW – Internationale Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs / Ärzte in
sozialer Verantwortung
 
Gronau/Enschede/Bonn/Berlin, 7. Januar 2021
 
Keine Erhöhung des Anreicherungsgrads für Uran –
weder im Iran noch bei Urenco, RWE und E.ON
Deutschland, Niederlande und USA setzen schlechtes Beispiel
 
Anti-Atomkraft-Initiativen aus NRW, Niedersachsen und den Niederlanden
sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), die
internationale Ärzteorganisation IPPNW und die Deutsche
Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG – VK)NRW
kritisieren scharf das Vorhaben des Iran, ab sofort Uran 235 bis auf 20%
anreichern zu wollen. Dies erhöht die Gefahren für eine militärische
Verwendung enorm, denn bei einem Anreicherungsgrad von 20% ist ein
Großteil der Anreicherung für atomwaffenfähiges Uran bereits geschehen.
Scharf kritisiert wird auch das Verhalten der US-Regierung, die durch
den einseitigen Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran diese
gefährliche Entwicklung überhaupt erst heraufbeschworen hat.
 
Die Initiativen und Verbände kritisieren zudem, dass ausgerechnet
Deutschland, die Niederlande, Großbritannien und die USA in dieser
Beziehung ein sehr schlechtes Beispiel setzen: 2019 kündigte der
deutsch-niederländisch-britische Urananreicherer Urenco mit Billigung
der vier Regierungen an, in den USA zukünftig ebenfalls Uran 235 auf bis
zu 20% anreichern zu wollen. In den USA gab es dazu unter anderem
Gespräche zwischen Urenco und dem Pentagon. Damit begibt sich auch
Urenco noch weiter in den zivil-militärischen Graubereich der
friedensgefährdenden Urananreicherung.
 
Urenco gehört zu einem Drittel den deutschen Energiekonzernen RWE und
E.ON, wird politisch von der Bundesregierung zusammen mit den
Regierungen in Den Haag und London kontrolliert und betreibt in
Gronau/Westfalen die bundesweit einzige Urananreicherungsanlage. Weitere
Urenco-Anlagen befinden sich in Almelo/Niederlande,
Capenhurst/Großbritannien sowie Eunice/USA. Genau wie der Iran arbeitet
auch Urenco mit dem Zentrifugen-Verfahren, das technisch jederzeit auch
für die atomwaffenfähige Urananreicherung genutzt werden kann.
 
„Es ist leider Fakt, dass der Iran jetzt die Ankündigungen von Urenco
zur massiven Erhöhung des Anreicherungsgrads von Uran 235 kopiert. Die
Bundesregierung, die Niederlande, Großbritannien und die USA haben dem
Iran damit leider erneut eine politische Steilvorlage geliefert, anstatt
gemeinsam die militärisch extrem brisante Urananreicherung zu stoppen.
Damit machen sich die Regierungen unglaubwürdig, wenn sie den Iran zur
Zurückhaltung auffordern. Dennoch muss der Iran natürlich von sich aus
auf derartige nukleare Provokationen verzichten,“ so Peter Bastian vom
Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
 
„Wir beobachten mit großer Sorge, dass die ohnehin dünne Trennlinie
zwischen ziviler und militärischer Urananreicherung immer weiter
verschwimmt. Dass Urenco, und damit auch die deutschen Energieversorger
RWE und E.ON sowie die Bundesregierung, hier an vorderster Front
mitspielen, ist ein Skandal. Wenn die Bundesregierung es mit
Atomausstieg und atomarer Abrüstung ernst meint, dann muss sie mit dem
eigenen Veto-Recht die Urenco-Pläne in den USA sofort stoppen, um ein
positives Beispiel für internationale Abrüstung zu setzen,“ erklärte Dr.
Angelika Claussen von der IPPNW.
 
Im Rahmen der bundesweiten Ostermärsche der Friedensbewegung sind auch
in diesem Jahr zu Ostern wieder Proteste zur Stilllegung der
Urananreicherungsanlage Gronau geplant. In welchem Rahmen dies
Corona-bedingt möglich ist, wird derzeit zwischen Anti-Atomkraft- und
Friedensinitiativen besprochen.
 
Weitere Infos:
 
 
 
 
 
 
 
Kontakte:
 
Dr. Angelika Claussen (IPPNW): Tel. 0172-5882786
 
Peter Bastian (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen): Tel.
0157-86269233
 
Matthias Eickhoff (SOFA Münster): Tel. 0176-64699023
 
Udo Buchholz (AKU Gronau/BBU): Tel. 02562-23125
Share
Dieser Beitrag wurde unter Atompolitik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.