Kollege Wolfgang Erbe informiert über unbefristeten Widerstand bei SCHAEFFLER gg. die Ankündigung weitreichenden Stellen-Abbaus! Laut Betriebsrat sind 4400 Arbeitsplätze gefährdet! Am 24. Februar 2021 wird weiter verhandelt! Auch anderswo kommt es zu WIDERSTAND!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unser Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis- (AK-) Kollege Wolfgang Erbe (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=wolfgang+erbe) hat einen exzellenten Beitrag über die beschissene Arbeitnehmersituation und über den damit verbundenen und unbefristeten Widerstand bei SCHAEFFLER (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=schaeffler) aufbereitet.

Diesen Beitrag, der auch in das Thema „AUTOMOBILKRISE“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=schaeffler) passt, haben wir nachstehend in keicht gekürzter Fassung zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Kollege Wolfgang Erbe informiert:

Unbefristeter Widerstand – im September 2020 kündigte Schaeffler weitreichende Abbaupläne für Deutschland im Rahmen des Programms „SPACE“ an. Laut Betriebsrat sind 4400 Arbeitsplätze gefährdet – Am 24. Februar wird weiter verhandelt
 

TARIFRUNDEN GEWINNEN AN BRISANZ

Bundesweiter gewerkschaftlicher Aktionstag am 1. März

Die aktuellen Tarifrunden haben politische Brisanz. Es ist genau richtig und zu begrüßen, wenn der IG-Metall-Vorstand am 1. März zu einem bundesweiten Aktionstag aufruft!
„Die Planungen für Aktionen und Warnstreiks laufen. … Die Tarifverhandlungen sind bereits gestartet – in der Metall- und Elektroindustrie, in der Textil- und Bekleidungsindustrie und bei VW.“¹
 
 
Kolleginnen und Kollegen von Daimler tragen vor einigen Jahren ihre Forderungen zur Tarifrunde auf die Straße (rf-foto)

Die Kolleg*Innen haben sich hervorragend auf einen flächendeckenden unbefristeten Streikkampf vorbereitet

Am 31. Dezember laufen die regionalen Metall-Tarifverträge über Entgelte und Ausbildungsvergütungen aus. Laut Schieds- und Schlichtungsabkommen für die Metallindustrie gilt jedoch noch bis vier Wochen nach Auslaufen der Tarifverträge Friedenspflicht.
Die Friedenspflicht verlängert sich jedoch noch um einen weiteren Monat: Die IG Metall hat auch die Tarifverträge zur Beschäftigungssicherung gekündigt, um in dieser Tarifbewegung bessere Regelungen zur Sicherung von Arbeitsplätzen durchsetzen zu können. Diese haben eine längere Kündigungsfrist – und laufen erst am 31. Januar 2021 aus.
Gemäß der sogenannten „Rührei-Theorie“ sind arbeitsrechtlich alle Forderungsbestandteile (die einzelnen Eier) als Teil einer Gesamt-Forderung (das Rührei) zu sehen. Das bedeutet unter anderem: Arbeitskampfmaßnahmen sind erst dann möglich, wenn wirklich alle Tarifverträge, über die die IG Metall verhandeln will, ausgelaufen sind.
Somit endet die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie am 1. März 2021.
Trotz Corona-Pandemie ist die IG Metall auch in dieser Tarifbewegung aktionsfähig. Das zeigen zahlreiche Aktionen in Betrieben und Warnstreiks – etwa bei Continental, Hitachi ABB und im Kabelwerk Meißen
 
 
 

Mehr dazu in unserem Newsticker

 

Dazu kommen neue, kreative Aktionsformen.

Am 1. März will die IG Metall mit einem Online-Aktionstag bundesweit mobilisieren. Ab dem 2. März sind dann Warnstreiks zulässig.

 

AKTIONSTAG AM FREITAG, 5. FEBRUAR 2021

Schaeffler will die Welt bewegen, aber alle Räder stehen still, wenn unser starker Arm es will!

 

Aktionen bei Schaeffler auch in Steinhagen: Betriebsrat appelliert, Standorte zu erhalten „Lasst das Licht an!“

Steinhagen

„Wir würden gern streiken, aber das ist coronabedingt nicht möglich“, sagt Jörg Schütze, Schaeffler-Betriebsratsvorsitzender am Standort Steinhagen. Doch der Appell auch der Steinhagener Belegschaft, des Betriebsrates und der IG Metall ist dennoch eindringlich: „Lasst das Licht an!“ hatten sie am Freitag aus zahlreichen Teelichten formuliert. 162 der noch 400 Stellen im Steinhagener Werk seien von Kündigung bedroht, sagt Schütze. Betriebsrat und IG Metall fordern, das Werk an der Gottlieb-Daimler-Straße zukunftsfähig zu machen. 
 
Von Volker Hagemann
 
Die angespannte Lage bei Autoherstellern und -zulieferern ist durch die Corona-Pandemie verschärft worden. Zwar entstehen bei Schaeffler in Steinhagen Gelenklager und Synchronisationselemente nicht nur für die Autoindustrie, sondern auch für Kunden aus dem Stahlwasserbau, dem Gebäudebau, der Windkraft- und Schwermaschinenindustrie. Doch wegen rückläufiger Gewinne hält die Geschäftsführung im fränkischen Herzogenaurach an Sparmaßnahmen fest, zu denen erheblicher Personalabbau zählt. In den vergangenen Jahren gab es Kurzarbeit auch im Steinhagener Werk. Im September 2020 kündigte Schaeffler weitreichende Abbaupläne für Deutschland im Rahmen des Programms „SPACE“ an. Laut Betriebsrat sind 4400 Arbeitsplätze gefährdet.
 
Zur Erstellung von Gegenkonzepten beauftragte der Betriebsrat die arbeitnehmernahen Berater des Info-Institutes Saarbrücken. Am Freitag hatten die örtlichen Betriebsräte und die IG Metall bundesweit einen Aktionstag organisiert, um ihre Forderung zu unterstreichen, in den Verhandlungen zum Restrukturierungsprogramm „SPACE“ alle Standorte zu erhalten und auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. „Auch in Steinhagen führten wir Corona-konforme Aktionen durch, informierten die Belegschaft in Kleingruppen“, berichtet Jörg Schütze. Symbolisch initiierte man außerdem die beschriebene Teelicht-Aktion.
„Sinnvoller wäre es, das Geld für technologische Kreativität in die Hand zu nehmen“
„Statt der Stellenstreichungen fordern wir, uns in Steinhagen mit neuen Produktionsanlagen und Produkten zukunftsfähig aufzustellen. Auch gekündigte Mitarbeiter kosten Geld. Sinnvoller wäre es, das Geld für technologische Kreativität in die Hand zu nehmen“, erklärt Schütze im WB-Gespräch. „Wir fordern das Unternehmen nachdrücklich auf, die betriebswirtschaftlich tragfähigen Gegenvorschläge der Betriebsräte aufzunehmen. Das Unternehmen ist jetzt in der Pflicht, die Ursprungspläne zu überdenken und den Betriebsräten, den Beschäftigten und für die Standorte Alternativen aufzuzeigen“, betont der Steinhagener Betriebsratsvorsitzende. Immerhin habe man am Donnerstag in Steinhagen „ernsthafte Verhandlungen mit der aus Herzogenaurach angereisten Führungsebene gehabt, um den Standort zukunftsfähig zu halten. Am 24. Februar wird weiter verhandelt.“
 
 
 

HERZOGENAURACH

Demonstration – Gespräche mit Schaeffler über Personalabbau abgebrochen 

IG-Metall und Schaeffler wollten am Freitag wegen des Restrukturierungsprogramms im Unternehmen sprechen. Die Gespräche wurden nun abgebrochen – und dass, obwohl es für die fränkischen Standorte durchaus gute Nachrichten gab.
Schaeffler will mehrere Standorte schließen – der Betriebsrat und IG Metall wehren sich dagegen. Erste Gespräche wurden nun abgebrochen. Foto: Christian Bauriedel
 
Bewegung beim Streit zwischen Schaeffler und Arbeitnehmern? Die Gespräche zwischen IG Metall und Betriebsrat in Schweinfurt mit dem Industrie- und Automobilzulieferer Schaeffler sind zwar ergebnislos abgebrochen worden. Aber: „Wir haben durchaus Bewegung des Arbeitgebers erkennen können“, sagte ein Gewerkschaftssprecher am Freitagnachmittag. Aber gerade bei der Zukunft des Standorts in Wuppertal lägen die Vorstellungen noch weit auseinander. Schaeffler war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.
Bei den Gesprächen in Schweinfurt war erneut über ein Alternativkonzept der Arbeitnehmer zu den geplanten Umstrukturierungen diskutiert worden. Dem IG-Metall-Sprecher zufolge könnten am Standort Höchstadt (Landkreis Erlangen-Höchstadt) 300 Arbeitsplätze mehr erhalten werden als zunächst geplant. In Schweinfurt könnte der Stellenabbau zudem geringer ausfallen als es Schaeffler im vergangenen September angekündigt hatte.
 

Bewegung in Franken, Ärger um Wuppertal

Die etwa 450 Arbeitsplätze in Eltmann (Landkreis Haßberge) sollen aber nach wie vor in Schweinfurt integriert werden. In Wuppertal wolle Schaeffler die meisten der etwa 700 Stellen betriebsbedingt streichen – nur maximal 25 erhalten. Das sei inakzeptabel, sagte der Gewerkschaftssprecher. Hier müsse sich Schaeffler noch bewegen.
Schaeffler hatte im Herbst angekündigt, hauptsächlich in Deutschland rund 4400 Arbeitsplätze an 17 Standorten abbauen zu wollen. Dabei sollen Standorte geschlossen, Arbeitsplätze verlagert oder verkauft werden. Die Unternehmensleitung begründete den Schritt mit Notwendigkeiten im industriellen Transformationsprozess sowie mit der Corona-Krise. Zu den infrage gestellten Standorten gehören:
 

Clausthal-Zellerfeld/Eltmann/Hamburg/Luckenwalde/Köln/Wuppertal/Homburg

Schaeffler erhofft sich durch das Maßnahmenpaket ein Einsparpotenzial in Höhe von 250 bis 300 Millionen Euro jährlich, das 2023 zu 90 Prozent realisiert sein soll. Dem stehen Transformationsaufwendungen in Höhe von 700 Millionen Euro gegenüber.
 

Schaeffler: Stellenabbau droht – Diese Standorte sind betroffen

Zusätzlich droht der Abbau von Arbeitsplätzen, eine Verlagerung an andere Standorte und weitere Betriebsänderungen an diesen Standorten:
 
Herzogenaurach/Bühl/Schweinfurt/Homburg/Lahr/Hirschaid/Höchstadt/Langen/Gunzenhausen/Morbach/Suhl/Werdohl/Herzogenrath/Steinhagen
Die IG Metall und der Betriebsrat von Schaeffler haben deswegen Protest wegen der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen und den aus ihrer Sicht stockenden Verhandlungen angekündigt. Ihre Forderungen lauten im Kern:
 

Keine Standortschließungen – Keine betriebsbedingten Kündigungen – Gezielte und konsequente Stärkung aller deutschen Standorte – Rückblick: Proteste angekündigt – Betriebsrat will Schließungen verhindern

Bundesweit, unter anderem in Herzogenaurach, wurden deswegen für Freitag (05. Februar 2021) Proteste angekündigt. „IG Metall und Betriebsräte setzen ein klares Zeichen zu den Plänen des Restrukturierungsprogramms ‚SPACE‘ und fordern, die vorgelegten Alternativkonzepte umzusetzen“, so die Gewerkschaft. Damit spielt IG Metall auf eingereichte Vorschläge an, die in den Verhandlungen von den Betriebsräten präsentiert wurden. 
Schaeffler solle, so Hanna Köhler, Vorsitzende des Betriebsrats in Herzogenaurach, die Ursprungspläne überdenken und Alternativen aufzeigen. Die Betriebsräte seien solidarisch untereinander aufgestellt. Zusätzlich wollen sie Schaeffler dazu bewegen, „auf technologische Kreativität und zukunftsfähige Produkte“ zu setzen, statt darauf, „Standorte zu schließen“. 
 
 
Schaeffler will mehrere Standorte schließen – der Betriebsrat und IG Metall wehren sich dagegen. Erste Gespräche wurden nun abgebrochen. Foto: Christian Bauriedel

Demo IG Metall Schweinfurt – Bundesweiter Schaeffler-Aktionstag am 5. Februar: Protestaktion gegen geplante Werksschließungen

https://in-und-um-schweinfurt.de/business/bundesweiter-schaeffler-aktionstag-am-5-februar-protestaktion-gegen-geplante-werksschliessungen/

PROTEST GEGEN SCHAEFFLER

Veröffentlicht: Freitag, 05.02.2021 11:04
 
Am Wuppertaler Schaeffler-Werk haben die Beschäftigten heute Morgen (05.02.21) für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Der Konzern plant, das Werk in Varresbeck zu schließen. Der Betriebsrat und die IG Metall haben an allen deutschen Standorten des Autozulieferers heute Aktionen geplant. Sie haben gemeinsam ein eigenes Konzept erarbeitet, das ohne Werksschließungen und mit weniger Entlassungen auskommt. Darüber laufen noch Gespräche. Neben Wuppertal will Schaeffler sich noch von sechs weiteren Standorten trennen.
 
 

Kundgebung – Schaeffler Hirschaid: Betriebsrat fordert weiter Erhalt aller Standorte

 

Ingolstadt: Tor-Aktion bei Schaeffler

5. Februar 2021
 
Bei Schaeffler droht ein großer Stellenabbau. Deshalb wurde auch heute am Standort Ingolstadt eine Tor-Aktion durchgeführt. Veranstaltet wurde sie von der IG Metall sowie dem Betriebsrat. Sie fordern in den Verhandlungen zum Restrukturierungsprogramm SPACE alle Standorte zu erhalten und auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Am Standort sollen 40 Stellen wegfallen. Seit Jahrzehnten werden am Standort Ingolstadt Elemente für Verbrennungsmotoren hergestellt.  Wegen der Transformation wird man sich der Fertigung neuer Produkte im Bereich der E-Mobilität einstellen müssen.
 
 

Wir in den Betrieben

 

Der Schock weicht der Wut – Wuppertaler Schaeffler-Beschäftigte setzen ein Zeichen

Wuppertal (OK). „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Arbeit klaut“, skandierten die Schaeffler-Beschäftigten als sie über die Düsseldorfer Straße zur IG Metall-Kundgebung demonstrierten. Rund 700 Kolleginnen und Kollegen von der Früh- und Spätschicht machten lautstark ihrem Ärger über das Kahlschlagprogramm der Konzernleitung im Frankenland, aber auch ihren Zukunftsängsten Luft. Mit bunten Transparenten und einem Sarg der die Ideen des Arbeitgebers zu Grabe trägt zeigten die Beschäftigten beeindruckend, dass der Schock der vergangenen Tage einer großen Wut gewichen ist. 
 

Betriebsratsvorsitzender Sönmezcicek: „Wir werden um jeden Arbeitsplatz kämpfen!“

Gleich zu Beginn der Protestkundgebung vor dem Werkseingang machte der Wuppertaler Betriebsratsvorsitzende Özgür Ecevit Sönmezcicek klar wohin die Reise geht: „Wir werden heftigen Widerstand gegen die geplante Standortvernichtung leisten und um jeden Arbeitsplatz kämpfen“, sagte er und erntete kräftigen Applaus. Schaeffler wolle die Corona-Krise ausnutzen, um Kosten zu sparen und Profite zu steigern. „das werden wir verhindern.“
 
 

Aktionstag bei Schaeffler in Ingolstadt

05.02.2021 / 09:50
 

IG Metall Ingolstadt und Betriebsräte setzen ein klares Zeichen gegen die Pläne des Restrukturierungsprogramms SPACE

 
 
Schaeffler (Autor: IG Metall)
Am Schaeffler-Standort Höchstadt soll die Sparte Industrie geschlossen werden – Entschiedener Protest von Arbeitnehmervertretung und Belegschaft gegen die Pläne des Vorstands
 
 
Wolfgang Erbe
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1 Antwort zu Kollege Wolfgang Erbe informiert über unbefristeten Widerstand bei SCHAEFFLER gg. die Ankündigung weitreichenden Stellen-Abbaus! Laut Betriebsrat sind 4400 Arbeitsplätze gefährdet! Am 24. Februar 2021 wird weiter verhandelt! Auch anderswo kommt es zu WIDERSTAND!

  1. Aktiv in der Aktionswoche für unsere Rechte, die Rechte der Arbeitenden
    06.02. – 13.02. Aktionswoche gegen Gesamtmetall!
    Für gute Arbeitsplätze und guten Lohn für alle – solidarisch kämpfen! – Keine Schließung, kein Stellenabbau – nirgends! – Ausbildungs- und Arbeitsplätze für alle!
    Bundesweites Bündnis #nichtaufunseremrücken
    https://www.facebook.com/solidaritaet.klassenkampf/?ref=py_c
    https://nichtaufunseremruecken.noblogs.org/post/2021/01/24/06-02-13-02-aktionswoche-gegen-gesamtmetall/
    How to Frauen*streik – Wie organisiere ich meine Kolleginnen*?
    https://aktionfrauen.wordpress.com/2021/02/01/how-to-frauenstreik-wie-organisiere-ich-meine-kolleginnen/#more-2165
    https://fvcourage.de/
    „Friedenspflicht“ oder Streikrecht? „Frieden“ mit den Ausbeutern kann es nicht geben
    https://www.rf-news.de/rote-fahne/2021/nr03/rote-fahne-03-2021
    https://www.rf-news.de/

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