WeMove.EU informiert: Merkel und Macron treffen sich in wenigen Stunden. Sie sprechen darüber, wie Europa aus der Coronakrise kommt. Lassen wir sie wissen, dass Solidarität Priorität haben muss!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
als Gewerkschafter/innen-Arbeitskreis (AK) haben wir eine weitere Mittewilung von WeMove.EU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=wemove.eu) erhalten.
Darin ist eine Kampagne zur CORONA-HYSTERIE (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=corona) – speziell zum Trefgfen Merkel/Macron – unter dem Titel „Solidarität statt Austerität“ erhalten.
 
Wir haben diese Mitteilung zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme und Bedienung nachstehend auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „KAMPAGNEN“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/kampagnen/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 
 

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WeMove.EU informiert:

 
Merkel und Macron treffen sich in wenigen Stunden. Sie sprechen darüber, wie Europa aus der Coronakrise kommt. Lassen wir sie wissen, dass Solidarität Priorität haben muss.
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Merkel und Macron werden sich heute in wenigen Stunden treffen. Sie sprechen darüber, wie Europa aus der Coronakrise kommt – und damit über die Zukunft von uns allen. Lassen wir sie wissen, dass Solidarität und Zusammenhalt in Europa Priorität haben müssen.

Hallo Manni Engelhardt,

heute, um 16 Uhr, wird Angela Merkel sich mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron treffen, gefolgt von einer Pressekonferenz und einem Abendessen. Eines der Themen: das EU-Konjunkturprogramm zur Überwindung der Coronakrise. Es wird nächsten Monat auf der Tagesordnung des Europäischen Gipfels in Brüssel stehen und bedarf der einstimmigen Zustimmung der EU-Länder.

Merkel und Macron diskutieren damit über die Zukunft von Millionen von Europäer/innen: Wie wird das Wiederaufbauprogramm der EU aussehen? Wie solidarisch wird es sein? Hunderte von Milliarden könnten investiert werden, um geschwächten Volkswirtschaften zu helfen, sich vom Coronavirus zu erholen. Das wäre für uns alle gut.

Präsident Macron setzt sich für eine größere europäische Solidarität mit den am stärksten von der Krise betroffenen Ländern ein. Auch Kanzlerin Merkel hat sich ihm kürzlich angeschlossen. Gemeinsam haben sie ein Aufbauprogramm mit Zuschüssen vorgeschlagen, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Doch die sogenannten Sparsamen Vier – angeführt von den Niederlanden und Österreich – stellen sich gegen die europäische Solidarität und wollen den Virus der strikten und kurzsichtigen Sparsamkeit in Europa erneut verbreiten. Die Gruppe übt starken Druck auf Merkel aus, damit sie einen Rettungsplan auf der Grundlage von Krediten mit harten Bedingungen unterstützt.

Das würde die Fehler der letzten Krise wiederholen und die geschwächten Volkswirtschaften großer Länder wie Italien und Spanien noch mehr belasten – statt die Coronakrise gemeinsam und solidarisch zu bewältigen.

Merkel muss wissen, dass ihr heute Tausende zusehen. Mit dem Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft in nur 2 Tagen muss Deutschland den Weg der europäischen Solidarität ebnen und die Pandemie des Sparkurses ein für alle Mal hinter sich lassen.

Tatenkräftig,

Jörg Rohwedder (Lübeck)
Virginia López Calvo (Madrid)
Marta Tycner (Warschau)
Giulio Carini (Rom)
David Schwartz (Brüssel)
Alexandre Naulot (Marseille)
für das gesamte WeMove Europe Team

WeMove Europe ist eine unabhängige und wertebasierte Organisation, die Macht von unten aufbauen will, um Europa zu verändern, für uns alle, für künftige Generationen und für den Planeten. Wenn Sie sich aus unserem Verteiler austragen möchten, klicken Sie bitte hier.

WeMove.EU finanziert sich aus Spenden unserer Unterstützer aus ganz Europa. Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere unabhängige Arbeit finanzieren helfen. Spenden

Diese Nachricht darf kopiert, verbreitet und auf eigenen Servern gespiegelt und verlinkt werden.

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III. AKTUALISIERUNG: Über die CORONA-HYSTERIE berichten wir ohne Ende! Heinz-J. Kaltenbach, Dirk Altpeter & Manni Engelhardt tragen immer weiteres Material zusammen!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) powern wir seit Monaten schon gegen die CORONA-HYSTERIE an wie Ihr es durch den Klick auf den nachstehenden Link aufrufen und nachlesen könnt.

> http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=corona !

Unsere Kollegen Dirk Altpeter (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=dirk+altpeter), Heinz-J. Kaltenbach (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=kaltenbach) und der AK-Koordinator haben wieder aktuelle Informationen zusammengetragen, die wir jetzt wegen ihrer Fülle ausserhalb des Beitrages vom  27. Juni 2020 (http://www.ak-gewerkschafter.de/2020/06/27/unermuedlich-und-immer-wieder-informieren-die-kollegen-dirk-altpeter-heinz-j-kaltenbach-der-ak-koordinator-ganz-aktuell-ueber-und-rund-um-die-corona-hysterie/) hier aus optischen Gründen und zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme gepostet haben.

Wie Ihr seht, geht unser Kampf gegen die VOLKSVERARSCHUNG vehement weiter!

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Die Kollegen Dirk Altpeter, Heinz-J. Kaltenbach & Manni Engelhardt informieren:

Wir beginnen wieder mit einem klein wenig Satire.

Und ab hier wird es ernst!

> https://www.t-online.de/tv/news/politik/id_88147964/angela-merkel-darum-sieht-man-die-kanzlerin-nie-mit-maske.html !

> https://m.focus.de/politik/deutschland/auf-pressekonferenz-in-meseburg-warum-sehen-w-ir-sie-nie-mit-maske-journalistin-bedraengt-merkel-mit-brisanter-frage_id_12155897.html !

> https://www.rubikon.news/artikel/der-goldjunge !

> https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.auch-muenziger-macht-dicht-ladensterben-innenstadt-haendler-fordern-ende-der-maskenpflicht.c820b42c-9213-40c9-881e-4cf95fbd7a07.html !

Drosten-Dissertation unter Verschluß?

An den wis­sen­schaft­li­chen Werdegang von Prof. Drosten las­sen sich Fragen stel­len. Mitverantwortlich dafür
ist auch er selbst, da von ihm unter­schied­li­che Darstellungen gege­ben wur­den.
 

> http://www.corodok.de/drosten-dissertation-verschluss/ !

> https://rp-online.de/panorama/coronavirus/schweinegrippe-neue-art-mit-pandemie-potenzial-wurde-in-china-entdeckt_aid-51934167 !

Eine Aufnahme des Coronavirus unter dem Elektronenmikroskop. Droht uns eine neue Pandemie? Foto: dpa/—

> https://www.n-tv.de/panorama/Bayern-Corona-Ausbruch-in-Catering-Firma-article21879942.html !

Die LMU Klinik Großhadern versorgt 2000 Patienten – das Essen kam bislang von der Starnberger Catering-Firma. (Foto: imago images/imagebroker)

Dirk Altpeter: „Die Aufhebung des Ausnahmezustandes wurde durch Änderung des Infektionsschutzgesetzes Art.2 umgangen und auf 31.3.2022 verlängert.“

zum Nachlesen hier: 

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/200/1920042.pdf

> https://www.focus.de/politik/videos/institut-fuer-wirtschaftsforschung-politik-professor-wirft-merkel-vor-millionen-deutsche-absichtlich-arm-zu-halten_id_5314504.html !

Heinz-J. Kaltenbach: „Corona-Pandemie: Bayerns Test-Offensive stößt auf Skepsis!“

Heinz-J. Kaltenbach: „Wer in fast allen Talk-shows Panik und Angst vor der Ansteckung von Corona 19 verbreitet, hat offensichtlich wahnsinnige Angst vor dem Zahnarzt. Mal genau auf die Zähne von Lauterbach schauen.“ 🙂

> https://www.spiegel.de/consent-a-?targetUrl=https%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fpolitik%2Fdeutschland%2Fcorona-krise-in-deutschland-ein-zweiter-shutdown-ist-unmoeglich-a-9765b8cb-af58-46cc-a2c3-36d2a573c312 !

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Herr Werner Schell informiert wieder einmal ganz aktuell!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
soeben haben wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) einen weiteren NEWSLETTER des Herrn Werner Schell (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=werner+schell) erhalten.
 
Darin gibt der Viorstand des Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerks wieder aktuelle Informationen rund um die Themen GESUNDHEIT,  PFLEGE  und CORONA.
 
Wir haben den kompletten NEWSLETTER nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „GESUNDHEITSPOLITIK“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/gesundheitspolitik/) archiviert.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 

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Herr Werner Schell aktuell:

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung

für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland

Vorstand: Werner Schell – Harffer Straße 59 – 41469 Neuss

Tel.: 02131 / 150779

E-Mail: ProPflege@wernerschell.de

Internet: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

29.06.2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich mache hiermit wie folgt auf Texte im Forum von Pro Pflege … aufmerksam (Auswahl):

·        Wandern, Joggen oder Radfahren – Was ist am gesündesten? – > Video vom 25.06.2020 (06:02 Min., HR-Fernsehen,  „alles wissen“) informiert > https://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=6&t=22762&p=114129#p114129

·        Was wird aus der Sonderprämie für Krankenpfleger? Versprochen wurde eine Sonderprämie für Pflegepersonal. Mehr Geld gibt es jedoch nur für Altenpfleger. … Näheres unter > https://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=3&t=23544&p=114101#p114101

·        „Bei Facebook und Whatsapp posten viele, dass die Server glühen. Aber bei der Corona-App geben sie den Datenschützer. Das ist verlogen. Damit die App bei der Bekämpfung der Pandemie helfen kann, müssen viele mitmachen. … Die Corona-Warn-App ist kein Allheilmittel, aber sie kann helfen, die Pandemie zu überwinden. Jeder, der mitmacht, hilft anderen und bekommt auch selbst schneller seine alte Freiheit zurück.“ – Zitat: Antje Höning in Rheinischer Post vom 27.06.2020 (> https://rp-online.de/wirtschaft/wirtschaftskolumnen/was-soll-die-pruederie-bei-der-corona-warn-app_aid-51877915 ). – Quelle: https://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=6&t=23530&p=114001#p114001

·        Corona-Pandemie: Buchveröffentlichungen informieren über das Infektionsgeschehen und damit verbundene Rechtsfragen. U.a. berichtet ein Team von Medizinern, Wissenschaftlern und Reportern mit tagebuchähnlichen Aufzeichnungen über Vorgeschichte, Ausbruch, Ausbreitung, Folgen des Corona-Virus und das Versagen der Regierenden. – Näheres unter > https://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=6&t=23718

·        Die (TV-)Medien sind nach meinem Eindruck mit verantwortlich für die Verrohrung der Gesellschaft. Wer sich einmal abends (vielleicht bis spät in die Nacht) aufmacht, und alle Programme durchklickt, wird leicht auf zahlreiche Beiträge und Filme stoßen, bei denen in passender Ausgestaltung geschlagen, getreten und brutal getötet / gemordet wird. So kommen jeden Tag dutzende (schwer) Verletzte und Tote zusammen. Man erfährt auf diese Art und Weise, wie verletzt und gestorben wird. Ein normales Sterben oder gar Sterbebegleitung ist insoweit aus dem Alltag komplett ausgeblendet. Ergänzend kommt hinzu, dass unter dem Vorwand, über das Weltgeschehen zu berichten, alle Unglücke, Gewaltszenen, Katastrophen, Kriege usw. – spannend aufbereitet – als wichtige Botschaften präsentiert werden, wiederholt und auf allen Kanälen. Wann gibt es einmal eine Nachrichtensendung mit 15 Minuten positive Meldungen …? – Näheres unter > http://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=6&t=23574

·        Neue Regeln für die ärztliche Sterbehilfe? > Podcast vom 24.06.2020 > https://aerztetag.aerztezeitung.de/131-wie-regeln-wir-denn-jetzt-die-arztliche-sterbehilfe-prof-wiesing  – Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26.02.2020 muss Beachtung finden > https://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?f=2&t=23485&sid=486e239cd3ed046d1f3fae36ab3fcdb9#p112486. Es geht um die Gewährleistung des Selbstbestimmungsrecht der Patienten!

Bild

>>> Zu den vorstehenden Hinweisen können Texte im Forum aufgerufen werden. Bitte jeweilige Fundstelle kopieren und in den InternetBrowser übertragen! – Wenn Sie nicht mehr informiert werden möchten, wird um entsprechende Nachricht gebeten. <<<

Mit freundlichen Grüßen

Werner Schell

https://www.facebook.com/werner.schell.7  bzw. https://twitter.com/SchellWerner

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Kollege Şaban Avşa informiert über Polizeigewalt als Ausfluß der CORONA-HYSTERIE auch gegen Journalisten und bezieht sich auf einen Artikel in der Ver.di-Zeitung „MENSCHEN MACHEN MEDIEN“!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir soeben einen Beitrag des Kollegen Şaban Avşar (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=Saban+Avsar) über Polizeigewalt als einer der vielen negativen Ausflüsse der CORONA-HYSTERIE (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=corona) erhalten.

Wir haben seinen Beitrag nachstehend zu Eurer gefälliegen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet. Ihm gebührt ein herzliches Dankeschön.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Kollege Şaban Avşar informiert:

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

den nachstehenden Beitrag fand ich bei der Gewerkschaftszeitung der

                                

mit dem Titel

M-Logo MENSCHEN MACHEN MEDIEN

Meter weit über Steinboden geschleift

Trotz Vorzeigen des Presseausweises wird die Journalistin auf den Boden gedrückt und grob bedrängt.  Foto: Protestfotografie

Frankfurt/Main: Eine Journalistin berichtet von ihrer Begegnung mit der Polizei

Als ich die Schreie höre, will ich gerade mein Rad aufschließen, um heimzufahren. In diesem Moment ahne ich nicht, dass ich das erst nach einem Krankenhausbesuch und mit Verletzungen tun würde. Es ist heiß für Anfang April. Zäh schieben sich Fußgängermassen am Frankfurter Mainufer aneinander vorbei. Das Grün der Wiese ist vor lauter Picknickdecken kaum zu sehen. Die Abstandsregeln scheinen einigen völlig egal zu sein – so etwa der Polizei.

Anders sieht das bei den rund 400 Menschen in orangefarbener Kleidung aus. Peinlich genau achten sie darauf, dass mindestens 1,50 Meter zwischen jeder einzelnen Person liegen. Markierungen auf dem Asphalt helfen dabei. Sie bilden eine Menschenkette, die sich an beiden Mainseiten sowie über die Alte Brücke und den Eisernen Steg erstreckt. Ein älterer Herr hält ein Plakat hoch, auf dem steht: „Palmsonntag 2020: Hilfe für die Ärmsten der Armen in den griechischen Lagern!“ Auf einem anderen Schild heißt es: „Jeder Mensch verdient medizinischen Schutz, Moria evakuieren!“

Obwohl es weder ein Verbot noch Auflagen für diese von der Organisation „Seebrücke“ angemeldete Versammlung gegeben hat, beginnt die Polizei nach einer Weile, die Demonstration aufzulösen: erst mit Durchsagen, dann mit Platzverweisen. Ich denke, dass ich für meine Recherche im Auftrag der Tageszeitung neues deutschland, zu der Frage, wie Protest in Zeiten von Corona aussehen kann, genug gesehen habe, und will gehen. In meinem Kopf steht der Artikel schon, der Tenor: „Durch neue Protestformen wie diese Menschenkette mit Lücken ist Demonstrieren im Einklang mit den Corona-Schutzregeln möglich, muss es ja auch sein, ist schließlich ein Grundrecht.“

Dann höre ich: „Hey! Hey!“ und „Was soll die Scheiße?“. Ich eile in Richtung der Treppe, die zum Eisernen Steg hinaufführt und aus der die Aufregung kommt. Noch im Laufen zücke ich mein Smartphone und beginne zu filmen: Vier Polizisten mit einer „38“ auf dem Rücken, was bedeutet, dass sie zur Mühlheimer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) gehören, umzingeln eine Frau in orangefarbenem T-Shirt. Sie steht mit dem Rücken zu einer Steinmauer.

Unangemessen aggressiv

Ich filme von einem Treppenabsatz darunter, aus circa vier Meter Entfernung. Sofort springt einer der Uniformierten auf mich zu, langt mir in die Kamera und versucht, mich zu verscheuchen. Ich teile ihm mit, dass ich von der Presse bin und bitte – so laut, dass es auch seine Kollegen hören – darum, „nicht an der Ausübung meines Berufs gehindert zu werden“. Ich höre gerade noch, wie die junge Frau unter ihrem Mundnasenschutz hervor presst: „Ich habe beobachtet, wie ihre Kollegen…“ Dann verdreht ein Uniformierter ihr den rechten Arm, drückt ihn von hinten gegen ihren Rücken, gleichzeitig reißt ein anderer sie am linken Arm die Treppe hinauf.

Das erscheint mir unangebracht, also gehe ich hinterher, um weiter zu filmen. Dass ich dabei Abstand halte, ist auf einem Video des „Medienkollektivs Frankfurt“ zu sehen, dessen Kameramann mit mir die Treppe hinaufgeht. Oben stehen ungefähr fünf Beamte lose herum. Auch das zeigen die Videoaufnahmen und widerlegen damit die Behauptung, die die Polizei später in der Frankfurter Rundschau aufstellen wird. Demnach soll ich versucht haben, eine „Polizeiabsperrung zu überwinden“.

Als ich von der Treppe auf die Brücke treten will, stürzt sich plötzlich jemand von hinten auf mich. Ich werde an Hals und Armen um die eigene Achse gewirbelt, erkenne eine Polizistin und schreie sofort: „Ich bin von der Presse“. Die Beamtin mit dem blonden Pferdeschwanz trägt nicht einmal eine Corona-Schutzmaske. Ihr Kollege packt mich von der anderen Seite, zusammen schubsen sie mich in Richtung Treppe. Er verlangt meinen Presseausweis und – aus mir unerfindlichen Gründen – auch meinen Personalausweis. Ich zeige beide vor, der Polizist reißt sie mir aus der Hand und verschwindet damit. Ein Journalist neben mir kann seinen Ausweis behalten und wird durchgewinkt. Also stehe ich herum, warte, ärgere mich, gebe spontan einem Filmteam ein Interview und unterhalte mich mit einem Stadtverordneten, der, wie viele andere, entspannt an den Uniformierten vorbei spazieren kann.

Konstruierte Vorwürfe

Als ich frage, was die Schikane gegen mich soll, heißt es, ich hätte nicht ausreichend Abstand gehalten. Doch kurzfristige Unterschreitungen des Abstands im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit sind meines Wissens von der Corona-Verordnung ausgenommen – für die Polizei wie für die Presse. Nach einigen Minuten bringt der Beamte mir meine Ausweise zurück, und ich will endlich weiter. Doch er befiehlt: „Sie kommen jetzt mit!“ Ich frage: „Warum?“ und „Was ist die Rechtsgrundlage dafür?“.

Bevor ich aussprechen kann, geschweige denn eine Antwort erhalte, drängen mich drei BFE‘ler gegen eine Mauer am Brückenkopf. Ich verstehe nicht, was passiert. Zwei von ihnen greifen nach meinen Armen – „Was soll das? Ich habe keine Gewalt ausgeübt“, rufe ich – dann reißen sie mich weg, meine Beine geben nach, ich sacke zusammen. Doch sie schleifen meinen Körper einfach weiter über den Steinboden. Meterweit. Leute hinter mir schreien Worte wie „Pressefreiheit“, aber ich sehe nur noch Stiefel und Schlagstöcke. Die Gurte meiner schweren Umhängetasche schneiden tief in meinen Hals. Ich kriege kaum noch Luft. Panik erfasst mich.

Sie wird immer weiter gezerrt, bis es glingt wieder auf die Beine zu kommen.
Foto: Privat

Die Schreie werden schriller

Dann liege ich plötzlich auf dem Boden. Über mir sehe ich fünf, sechs Uniformierte. Reflexartig kauere ich mich in Embryohaltung zusammen. Die Schreie der Leute werden schriller. Auch ich schreie, denke „jetzt ist alles vorbei“. Ich schließe meine Augen. Dann spüre ich, wie Handschuhe nach mir greifen, verstehe, dass ich aufstehen muss, und schaffe das sogar. Meine Beine trippeln in die Richtung hinterher, in die die Polizisten meine Arme längst gerissen haben. Ihre Finger bohren sich in meine Oberarme, wie Schmirgel-papier scheuern ihre Handschuhe meine Haut blutig. Ich bitte darum, dass sie mich lockerer anfassen. Weise darauf hin, dass ich Erfahrungen und Probleme mit Gewaltsituationen habe. Dass es keinen Grund gibt, mich so grob zu behandeln, da ich doch mitlaufe, wie sie es wollen. Doch sie zerren und zerren, immer weiter. Meine Hose ist heruntergerutscht, mein Gesäß entblößt. Ich bitte darum, meine Jeans hochziehen zu dürfen. „Nein, die Hose ist okay so“, sagt einer der Polizisten – und lacht.

Dann stoppen sie und drängen mich gegen das Geländer der Brücke, das nicht besonders hoch ist. Erneut bekomme ich Panik. Erst da bemerke ich, dass sich meine Finger noch immer um mein Handy und meinen Geldbeutel krallen. Ich flehe, beides in meine Tasche stecken zu dürfen. Erst werde ich ignoriert, dann nimmt ein Polizist mir beides einfach weg. Als Nächstes klicken Handschellen.

Foto: Ökologisch Radikal Links

Glück im Unglück

Als ich auf der anderen Main-Seite ankomme, begrüßt mich eine Menschenmenge mit Applaus. Das fühlt sich schön und peinlich zugleich an. Wie eine Kriminelle muss ich mit dem Gesicht zu einer Hauswand stehen. Neben mir harren andere Festgenommene aus, doch ich bin die Einzige, die gefesselt ist. Mehrfach kommen Polizisten mir unnötig nah. Sie sagen, ich bekäme eine Anzeige. Nur wofür, das scheinen sie nicht so recht zu wissen. Mal heißt es Abstand, mal Widerstand. Als ich endlich gehen darf, fahre ich ins Krankenhaus, wo ein Arzt unzählige Schürfwunden, Hämatome und einen akuten Schockzustand feststellt.

Glück im Unglück ist für mich die große öffentliche Aufmerksamkeit. Den Vorfall haben mehrere Kameras gefilmt. Eine Reihe Medien berichten darüber, etwa ARD Kontraste und die Hessenschau. Viele sichern mir auch ihre kollegiale Unterstützung zu. Die dju in ver.di kritisiert die „Behinderung von Journalistinnen und Journalisten durch Polizeibeamte“ bei der Seebrücke-Demonstration. Sie fordert von der Polizeiführung die „Aufklärung der Vorgänge und auch disziplinarische Maßnahmen gegen Beamte, die sich an Übergriffen beteiligt haben“. Von der Linksfraktion darauf angesprochen, besitzt der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) die Chuzpe zu behaupten, die Presse

hätte berichten können. Seine Begründung: „Ein Pressesprecher der Polizei war vor Ort“. Eine Stellungnahme der Polizei gibt es bislang nicht. Das Amtsgericht prüft nun die Rechtmäßigkeit meiner Festnahme. Das habe ich mit einem Anwalt beantragt, den ich von ver.di vermittelt und bezahlt bekommen habe.

All die Solidarität tut sehr gut. Von Gespräch zu Gespräch wird mir klarer: Ich bin nicht die Einzige, die angegangen wurde. Etwa Frank Rumpenhorst, der für die dpa vor Ort war, erzählt, dass ein Beamter seinem Kollegen grundlos das Fotografieren untersagt habe. Später habe er einen Polizisten sagen gehört: „Alle, die aussehen wie Demonstranten oder eine Kamera haben, sollen weg!“ Die „massive Eskalation“ durch die Uniformierten nennt der erfahrene Fotograf „absurd“. Er betont: „Die ganze Nähe entstand ja erst durch die Polizei.“ Sogar eine Mitarbeiterin der Bild schreibt mir, sie sei nicht auf den Eisernen Steg gelassen worden. Auch was einem weiteren Journalisten passiert ist, lässt sich nicht mit der Viruspandemie rechtfertigen: Er sei von Beamten fäkalsprachlich beleidigt worden, wie er es in seinen 35 Berufsjahren noch nicht erlebt habe. Viele Kollegen beschweren sich, die Polizei habe die Corona-Krise ausgenutzt, um die Pressefreiheit einzuschränken.

Nur eines, das will bis auf Rumpenhorst niemand von ihnen: mir ihre Erlebnisse „unter 1“, also unter echtem Namen, schildern. Ich verstehe das. Vielen fehlt die Hoffnung, dass es etwas nützt. Andere haben keine Zeit oder keine Kraft für solche Auseinandersetzungen. Dennoch enttäuscht es mich. Ihr Schweigen ist zugleich die Ursache und die Folge, dass unrechtmäßige Polizeigewalt so selten vor Gericht landet. Wieder andere Medienleute sind schlicht opportunistisch: Sie wollen ihr gutes Verhältnis zur Polizei nicht aufs Spiel setzen, um weiter an wichtige Informationen zu kommen. Doch so sollte das nicht sein, Behörden haben eine Auskunftspflicht. Was die Presse erfährt, darf nicht davon abhängen, wie kritisch sie berichtet. Genau das ist schließlich eine ihrer zentralen Aufgaben: staatlichen Stellen auf die Finger schauen. Bei mir ist diese Motivation gerade noch einmal gewachsen.

Lotte Laloire ist freie Journalistin in Frankfurt/Main, vorher Redakteurin @ndaktuell, Mitherausgeberin von „Trouble on the far right“


Flyer der dju: Journalismus und Polizeiarbeit

Dieser Beitrag muss uns alle entsetzen und nachdenklich stimmen! Soweit ist es in der Zeit der CORONA-HYSTERIE schon gekommen! Dieser Zustand muss sein Ende finden!

Euer

Şaban Avşar

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Kollege Wolfgang Erbe informiert: Demonstration – Galeria Karstadt, Kaufhof und Sports – Zähne zeigen! / Bei der COMMERZBANK wird es mehr Filialschließungen und mehr Arbeitsplatzverluste geben als bisher angekündigt! / u. a. m.!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

soeben hat uns als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) ein umfangreiches, jedoch sehr wichtiges Info-Potpourri des Kollegen Wolfgang Erbe (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=wolfgang+erbe) erreicht.

Aufgrund der Fülle der Informationen posten wir dieses Info-Potpourri in zwei Teilen.

Der nachstehende erste Teil befasst sich mit den Themen „Demonstration – Galeria Karstadt, Kaufhof und Sports – Zähne zeigen! – Kämpfen!“ und  „Verdi-Vertreter und Commerzbank-Aufsichtsratsmitglied Stefan Wittmann kündigt an: ´Es wird deutlich mehr Filialschließungen und mehr Arbeitsplatzverluste geben als bisher´!“

Der zweite Teil wird in Kürze auf die Homepage gepostet. Dem Kollegen Wolfgang Erbe sagen wir wieder ein herzliches Dankeschön für seine Recherchearbeit.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Kollege Wolfgang Erbe informiert:

Demonstration – Galeria Karstadt, Kaufhof und Sports – Zähne zeigen! – Kämpfen! + Verdi-Vertreter und Commerzbank-Aufsichtsratsmitglied Stefan Wittmann: „deutlich mehr Filialschließungen und mehr Arbeitsplatzverluste geben als bisher angekündigt“

Ede Whiteman – Mut

 

NRW-Betriebsräte von Galeria Karstadt Kaufhof protestieren gegen Schließungspläne und „asoziale Marktwirtschaft“

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https://pbs.twimg.com/media/EbhKW6sWkAIMlR5?format=jpg&name=small

Ein Zeichen der Geschlossenheit und gegen die Schließung von 22 Häuser von Galeria Karstadt Kaufhof in Nordrhein-Westfalen haben die Betriebsräte der betroffenen Kaufhäuser gesetzt. Auf Einladung von ver.di berieten sie im Freizeitzentrum West (FZW) in Dortmund das weitere Vorgehen und setzten mit einer Demo zu den drei Dortmunder Standorten auch ein öffentlichkeitswirksames Zeichen.

Zwischenkundgebungen an den drei von Schließung bedrohten Kaufhausstandorten

Von Claus Stille

Die Geschäftsführungen von Galeria Karstadt Kaufhof sowie Karstadt Sports hatten in der vergangenen Woche den die Liste der zur Schließung vorgesehenen Kaufhäuser veröffentlicht. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatte die Betriebsräte der 22 von Schließungen bedrohten NRW-Häuser für vergangenen Freitag (26. Juni 2020) nach Dortmund eingeladen. 

Auf einer gemeinsamen Sitzung sollte ein Austausch über die aktuelle Situation stattfinden und das weitere Vorgehen gesprochen werden. Die Veranstaltung wurde gegen 14 Uhr für eine Protestveranstaltung in der Dortmunder Innenstadt unterbrochen. Die Betriebsräte zogen gemeinsam in die Innenstadt zu den drei betroffenen Dortmunder Häusern, um sich in kurzen Redebeiträgen für den Erhalt der Filialen einzusetzen. 

Der Demozug führte vom FZW in der Ritterstraße über die Rheinische Straße auf den Westenhellweg, der Dortmunder Einkaufsmeile. Zwischenstopps erfolgten an den Kaufhäusern Galeria Kaufhof und Karstadt. Um dann zwecks einer Abschlusskundgebung vor Karstadt Sports zu enden.  Dort bildeten die Demonstrierenden unter den Augen zahlreicher Passanten eine Menschenbrücke zwischen Karstadt und Karstadt-Sporthaus.

ver.di fordert politische Verantwortliche auf, alle Möglichkeiten gegen Schließung zu nutzen

„Die von Schließung betroffenen Beschäftigten sind in ihrer Existenz bedroht. ver.di wird sich in den nächsten Wochen und Monaten weiter für den Erhalt der Häuser und Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen einsetzen“, hatte die Fachbereichsleiterin der Gewerkschaft ver.di für den Handel in NRW, Silke Zimmer, im Vorfeld der Demonstration deutlich gemacht. 

„Hier fordern wir die Unterstützung aller politisch Verantwortlichen, dass gemeinsam alle Möglichkeiten, Chancen und Wege, um diese dramatische Situation für die Beschäftigten und ihre Familien abzuwenden, ausgeschöpft werden“, so Zimmer.

Galeria Karstadt Kaufhof gehört der Signa-Holding des Immobilien-Investors Réne Benko. Der österreichische Milliardär hatte im Zuge der Zusammenlegung von Karstadt und Kaufhof in den vergangenen Monaten gut eine halbe Milliarde Euro in das Unternehmen investiert und kürzlich noch einmal 140 Millionen Euro für Liquidität nachgeschossen. 

Zimmer: „Wenn das Warenhaus stirbt, dann stirbt auch der umliegende Einzelhandel!“ 

Von Benko lägen „weitere Zusagen für eine sehr umfangreiche Unterstützung“ vor, hatte es seitens des Insolvenzverwalters Frank Kebekus noch im April geheißen. Ein Kahlschlag betreffs der Beschäftigten war ausgeschlossen worden. Auf Staatsgeld wollte das Unternehmen verzichten.

Zum 1. Juli muss der Sanierungsplan stehen, sonst würde der Warenhauskonzern in ein reguläres Insolvenzverfahren laufen. Den ersten Halt machte der Demonstrationszug bei sengender Hitze am Kaufhaus Galeria Kaufhof.

„Wenn das Unternehmen sich mit seinen Vorstellungen durchsetzt, werden von 42 Filialen in Nordrhein-Westfalen 18 geschlossen. Das ist jede zweite Filiale“, betonte Silke Zimmer. Dass hier in Dortmund gleich drei Standorte geschlossen werden sollten, sei unbegreiflich – in einer Stadt wo fast 600.000 Menschen leben. 

Ein Dortmunder Betriebsrat richtete ein paar Worte an die vor der Kaufhaustür versammelten. Viele Mitarbeiter*innen, so der Betriebsrat, seien 30 oder gar 40 Jahre bei Kaufhof beschäftigt und hätten gerne dort gearbeitet. Man wisse aber nun nicht wie es weitergehe. Man hoffe auf die Unterstützung aller Bürger*innen, und das Dortmunder Standorte erhalten werden können. Sonst müsse mit „einem Sterben auf Raten“ gerechnet werden. 

Kritik: Beschäftigte hätten auf Gehalt verzichtet, während Manager sich die Taschen vollgemacht hätten

Silke Zimmer sagte an den Insolvenzverwalter gerichtet: „Herr Kebekus, die Beschäftigten bei Karstadt Kaufhof Galeria Karstadt Sports nehmen Sie beim Wort. Wenn 18 Häuser von von 42 in NRW geschlossen werden sollen – wenn das kein Kahlschlag ist!“ Zimmer gab weiter zu bedenken: „Wenn das Warenhaus stirbt, dann stirbt auch der umliegende Einzelhandel!“ 

Die Kaufhaus-Mitarbeiter*innen hätten jahrelang auf Gehalt verzichtet, während sich die Manager die Taschen vollgemacht hätten, skandalisierte die Gewerkschafterin. Nun sollten die Beschäftigten die Suppe auslöffeln. Man fordere ein Zukunftskonzept für die Warenhäuser. Zimmer bekräftigte gegenüber den Menschen in den betroffenen Städten: „Die Stadt gehört keinen Herrn Benko, gehört keiner Familie Otto von ECE. Die Stadt gehört ihnen!“

Michael Vogt, Pastor in der Katholischen Stadtkirche, sagte den von Kündigung bedrohten Beschäftigten ein paar solidarische Worte. Es sei wichtig, dass „der Mensch Urheber, Mittelpunkt und Ziel allen Wirtschaftens ist und bleibt“, wie es im Zweiten Vatikanischen Konzil gesagt worden sei.

Vor Karstadt sagte Pfarrer Friedrich Stiller: „Ihr habt das Recht auf eine Perspektive“

Am zweiten Stopp der Protestierenden vor Karstadt-Kaufhaus auf dem Westenhellweg ergriff Betriebsrat Gerhard Löpke das Wort. Man habe im letzten Monat gerade in diesem Warenhaus „den letzten Nagel reingehauen und frisch renoviert.“ 

Seit letzter Woche Freitag hätten alle einen Schock, weil man die Mitteilung von der Schließung bekommen habe. Es könne nicht sein, dass man als Spielball für die Vermieter benutzt werde. Das werde sich die Belegschaft nicht gefallen lassen.

Solidarisch mit den Forderungen der Beschäftigten erklärte sich vor diesem Karstadt-Standort auch der Theologe Friedrich Stiller: „Ihr habt das Recht auf eine Perspektive.“ 

Solidarische Grüße von Dortmunder OB-Kandidaten von SPD, Linken und Grünen an die Beschäftigten

Des Weiteren solidarische Grüße überbrachte die OB-Kandidatin der Grünen, Daniela Schneckenburger sowie Utz Kowalewski, der für „Die Linke“ für den Posten des Dortmunder Oberbürgermeisters kandidiert. Schneckenburger nannte die Schließungspläne einen Skandal. „Eine Schneise der Verwüstung“ würde die Schließung von drei Warenhäusern in die Dortmunder Innenstadt schlagen.

Kowalewski sagte an die Adresse der Demonstranten: „Das ist eine Riesensauerei, was die mit euch veranstalten.“ Und an abwesenden Immobilien-Investor René Benko gerichtet: „Schämen Sie sich, Herr Benko!“ Der OB-Kandidat der SPD, Thomas Westphal, der ebenfalls an der Demonstration teilnahm, hatte schon am Vormittag im FZW zu den Betriebsräten gesprochen.

Auf der Abschlusskundgebung vor Karstadt Sports bekundeten die Betriebsräte und die „Sportis“ kräftig: „Wir sind hier, wie sind laut, weil man uns die Zukunft klaut!“ Eine Betriebsrätin Monika von Karstadt Sports beschrieb die Situation  aus Sicht der Beschäftigten: „Meine Kollegen sind deprimiert und wütend.“

Kutschaty: „Das ist nicht soziale Marktwirtschaft, dass ist asoziale Marktwirtschaft“

Thomas Kutschaty, Fraktionschef der SPD im Landtag von Nordrhein-Westfalen, hatte eigens die Landtagssitzung sausen lassen, um sich in Dortmund solidarisch mit den Karstadt-Galeria-Kaufhof-Beschäftigten zu zeigen. Seit 140 Jahren sei Karstadt in unseren Städten präsent, erinnerte Kutschaty. 

Groß und stark sei das Unternehmen im Zeichen des Wirtschaftswunders und der Sozialen Marktwirtschaft geworden. Kutschaty: „Dass, was wir jetzt erleben hat nichts mehr mit sozialer Marktwirtschaft zu tun, dass ist asoziale Marktwirtschaft, liebe Kolleginnen und Kollegen!“

Jahrelang sei es gut gegangen. Dann seien dubiose Manager und Hedgefonds gekommen und hätten dieses Unternehmen ruiniert: „Da wurden Gebäude verkauft und zu Wucherpreisen wieder zurückerstattet. Gewinne haben andere gemacht, die Beschäftigten mussten die Opfer bringen. Das ist eine Schweinerei!“ Noch sei nichts verloren, meinte Kutschaty hoffnungsvoll. Gemeinsam mit den Beschäftigten kämpfe man um jeden Arbeitsplatz. Die gesamte Bevölkerung sei nun aufgefordert, Solidarität zu zeigen.

Nach Beendigung der Abschlusskundgebung zogen die Betriebsräte wieder zurück zum FZW, um die Beratungen fortzusetzen.

https://www.nordstadtblogger.de/betriebsraete-von-galeria-karstadt-kaufhof-protestieren-gegen-schliessungsplaene-und-gegen-asoziale-marktwirtschaft/

Kar­stadt Sports: Kampf um Stand­ort­er­halt geht wei­ter – Ta­rif­ver­trag ab­ge­schlos­sen

 
 

Mitarbeiterin kämpft gegen Schließung von Galeria Karstadt Kaufhof

ONLINE-PETITION

Wir kämpfen um den Erhalt von Galeria Karstadt, Kaufhof und Sports in Dortmund

Um den Erhalt von Galeria Karstadt, Kaufhof und Karstadt Sport in Dortmund zu kämpfen, heißt auch um viele Arbeitsplätze und den Erhalt der Innenstadt zu kämpfen. Es kann doch nicht sein, das schlechtes Management dafür sorgen kann, das Innenstädte nur noch so vor sich her dümpeln. Traditionshäuser wie Galeria Karstadt, Kaufhof und Karstadt Sport sind immer ein Kunden-Magnet für unsere Innenstadt gewesen. Ohne diese drei Häuser wird es wohl noch weniger Frequenz in der Innenstadt von Dortmund geben.

Wir fordern die Politik, die Vermieter, aber an erster Stelle unsere Unternehmensleitung auf, endlich damit anzufangen, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, um Galeria Karstadt, Kaufhof und Karstadt Sport wettbewerbsfähig zu machen. Ich fordere die verantwortlichen Politiker der Stadt Dortmund auf, alles auszuschöpfen, damit unsere Häuser weiter existieren können. Es geht um den Erhalt vieler Arbeitsplätze. Es geht um viele menschliche Existenzen. 

https://www.change.org/p/ullrich-sierau-oberb%C3%BCrgermeister-stadt-dortmund-k%C3%A4mpfen-um-den-erhalt-von-galeria-karstadt-kaufhof-und-sports-in-dortmund

Sie will das Ende von Dortmunds großen Kaufhäusern nicht einfach hinnehmen. Eine Dortmunderin hat daher eine Online-Petition gestartet, um gegen die Schließungen zu protestieren.

https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund/mitarbeiterin-startet-petition-zur-rettung-von-kaufhof-und-karstadt-1531606.html

 

FINANZBRANCHE

Commerzbank soll weiteren Stellenabbau und Filialschließungen beschließen

Einem Medienbericht zufolge will das Geldhaus mehr Stellen abbauen als 2019 bekanntgegeben. Außerdem sollen mehr als 20 Prozent der Filialen schließen.
 
Die  Commerzbank hatte im Herbst den Abbau von 4300 Stellen und die Schließung von 200 der bundesweit 1000 Filialen angekündigt. Anleger und Aufseher hatten die Pläne als unzureichend kritisiert, seit Monaten feilt die Commerzbank an einer Verschärfung des Sparkurses.
 
„Es wird deutlich mehr Filialschließungen und mehr Arbeitsplatzverluste geben als bisher angekündigt“, sagte Verdi-Vertreter und Commerzbank-Aufsichtsratsmitglied Stefan Wittmann Mitte Juni.
 
 
 
Der Aufsichtsrat der Commerzbank soll am kommenden Mittwoch auf einer außerordentlichen Sitzung einen zusätzlichen Stellenabbau und die Schließung weiterer Filialen beraten. Nach Angaben einer Sprecherin sind bislang noch keine Entscheidungen gefallen. Wie aus Finanzkreisen zu erfahren ist, hat der Vorstand einen Vorschlag ausgearbeitet, der vor der Sitzung mit dem Bund als Großaktionär und den Arbeitnehmervertretern abgestimmt werden soll. Im Herbst hatte die Commerzbank angekündigt, bis 2023 netto 2 300 Stellen abzubauen und jede 5. der 1 000 Filialen zu schließen. Dem Finanzinvestor Cerberus, der den Aufsichtsrat der Commerzbank mit Briefen unter Druck setzt, geht das nicht weit genug.
 
 
 
Wolfgang Erbe
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I. AKTUALISIERUNG: Unermüdlich und immer wieder informieren die Kollegen Dirk Altpeter, Heinz-J. Kaltenbach & der AK-Koordinator ganz aktuell über und rund um die CORONA-Hysterie!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) powern wir seit Monaten schon gegen die CORONA-HYSTERIE an wie Ihr es durch den Klick auf den nachstehenden Link aufrufen und nachlesen könnt.

> http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=corona !

Unsere Kollegen Dirk Altpeter (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=dirk+altpeter), Heinz-J. Kaltenbach (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=kaltenbach) und der AK-Koordinator haben wieder aktuelle Informationen zusammengetragen, die wir nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet haben.

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Dirk Altpeter, Heinz-J. Kaltenbach & Manni Engelhardt informieren:

Wir beginnen wieder mit einem klein wenig Satire.

Ab hier wird es ernst!

> https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-aktuell/massentest-in-guetersloh-9-von-4140-ergebnissen-positiv-71542146.bild.html#%23%23wt_ref=http%3A%2F%2Fm.facebook.com%2F&wt_t=1593300909834 !

Karl-Josef Laumann (Mitte) gab die neuesten Testergebnisse bekanntFoto: LEON KUEGELER / Reuters

> https://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-Lufthansa-zahlt-Steuern-lieber-auf-Malta-article21868352.html !

Lieber Manni,
habe den Artikel wieder gefunden. Diese Goalkeeper Fondation ist wie alle anderen Stiftungen von Bill & Belinda Gates reinste Verschwörung.
Interessantweise bin ich durch die Suche nach einem Abzeichen (!) auf diese Fondation gestossen.
Hier in der Provinz Quebec gibt es einen Arzt, ähnlich wie Drosten, der die Landesregierung in der Covid 19 Sache berät.
Jeden Tag war ein Pressemeeting im TV wo sich dieser Herr Dr. Horacio
Arruda als ein Wunderheiler präsentierte.
Er trägt in der Öffentlichkeit ein Abzeichen dass mich stutzig machte.
Misstrauisch geworden machte ich mich auf der Suche nach der Bedeutung.
Wenn jemand ein Abzeichen, wie einen Orden trägt, will er etwas zeigen.
Und siehe da…. Bill Gates trägt das selbe Abzeichen !
Nun wird es interessant.
Auf Google stieß in dann auf die Goalkeeper Fondation, die dieses Abzeichen zu ihrem Erkennungszeichen machte.


In den folgenden Bildern leicht zuerkennen.
Gründungsmitglied dieser ,, äußerst wohltätigen Stiftung ,, ist u.a. Mister
Warren Buffet! Ein Börsenmilliadaer.
Leider gehört auch Dustin Trudeau zu den Unterstützern dieser Stiftung.
Bill und Belinda Gates, Warren Buffet und inzwischen vielen anderen geht es weder um das Wohl der Menschheit noch um deren Gesundheit.
Diese Menschen sind existierender Teil einer Weltregierung

Je mehr ich mich mit der angeblichen Pandemie befasse, um so mehr komme ich zu der Überzeugung, dass Covid 19 von langer Hand geplant ist. Fledermaus-Suppe, vereunreinigtes Schneidebrett durch importierten Lachs. Na ja, wer es glaubt?!

LG aus Quebec Heinz

NB. Dieser Dr. Arruda warnt immerzu vor der zweiten Welle und wartet auf den Wunderimpfstoff der da kommen soll/wird.

       

 

21.08.2018 – 21:29

Bill & Melinda Gates Foundation

Bill und Melinda Gates veranstalten zweites jährliches Goalkeepers-Event mit Fokus auf die Stärke der Jugend, um die weltweite Entwicklung voranzubringen!

> https://www.presseportal.de/pm/16536/4040624 !

> https://swr-aktuell-app.swr.de/news/84692/Kretschmanns+Facebook-Seite+vom+Netz+genommen/20200627190650 !

> https://www.neuepresse.de/Nachrichten/Niedersachsen/Maskenpflicht-auf-vier-Strassen-auf-Norderney !

> https://m.focus.de/regional/hamburg/vier-richtige-und-zusatzzahl-hamburger-klinik-chef-corona-infektionsrisiko-ist-so-gross-wie-ein-gewinn-im-lotto_id_12148294.html !

Johannes Knobloch, Leiter der Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE). dpa/Axel Heimken/dpa/Pool/dpabild

> https://www.welt.de/regionales/hamburg/article210191753/Heringe-Stoere-Aale-raetselhaftes-Fischsterben-an-der-Nordseekueste.html?wtrid=socialmedia.socialflow….socialflow_facebook !

An der Nordseeküste von Schleswig-Holstein und Niedersachsen sind in den vergangenen Tagen an mehreren Orten Hunderte tote Fische angeschwemmt worden Foto: Rainer Schulz/Schutzstation Wattenmeer
Quelle: dpa
 

> https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-in-nrw-drosten-warnt-vor-zweiter-welle-a-7d13c6e9-7906-4f30-9cfb-ab401bf2f099?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE !

Weitere Informationen werden laufend noch in diesen Beitrag eingestellt.

Dirk Altpeter, Heinz-J. Kaltenbach und Manni Engelhardt

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WeMove.EU teilt mit: „Wir werden keine Sparmaßnahmen 2.0 hinnehmen, und wir werden dies kurz vor dem nächsten EU-Gipfel am 17. Juli deutlich machen – damit alle europäischen Regierungen einem großen Wiederaufbaufonds zustimmen. Es ist Zeit hinab in den Keller zu steigen!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) haben wir seitens WeMove.EU (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=wemove.eu) eine wichtige Mitteilung erhalten.
 
Darin äusserst sich die Organisation wie folgt:
 
„Wir werden keine Sparmaßnahmen 2.0 hinnehmen, und wir werden dies kurz vor dem nächsten EU-Gipfel am 17. Juli deutlich machen – damit alle europäischen Regierungen einem großen Wiederaufbaufonds zustimmen. Es ist Zeit hinab in den Keller zu steigen!“
 
Wir haben die komplette Mitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet.
 
Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-
 

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WeMove.EU informiert:

 

Europa hat auch ein Problem mit Rassismus und Ungerechtigkeit. Wir können das ändern – wenn wir ehrlich sind und Solidarität zeigen.
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Hallo Manni Engelhardt,

als ich am Montag Radio hörte, gingen mir diese Worte richtig unter die Haut: “Unser Land ist wie ein sehr altes Haus. Ich liebe alte Häuser. Aber alte Häuser brauchen viel Arbeit. Und die Arbeit hört nie auf. Genau so ist es bei unserem Land. Vielleicht wollen Sie lieber nicht in den Keller gehen, aber wenn Sie es nicht tun, kann das gefährlich werden.” [1]

Die Worte kommen von Isabel Wilkerson, einer US-amerikanischen Journalistin und Pulitzer-Preisträgerin. Sie sprach darüber, dass wir die Geschichte (in diesem Fall die Sklaverei und ihre Folgen) kennen und verstehen müssen, um die Gegenwart zu begreifen – nämlich Rassismus und Polizeigewalt. Als ich das hörte, dachte ich: Was erwartet uns im Keller Europas? Und sind wir bereit, uns das anzuschauen?

Rassismus ist auch in Europa ein großes Problem. Auch wir haben eine schwierige Geschichte, und wir müssen in den Keller steigen und uns an die Arbeit machen. Gerade jetzt ist das wichtig. Davon möchte ich Ihnen heute erzählen.

Jede Region und jedes Land hat eine eigene Geschichte und eigene Keller. Und es gibt auch einen großen gemeinsamen europäischen Keller. Den größten Platz darin nehmen die beiden Weltkriege ein, die in Europa begannen – und unsere Geschichte des Kolonialismus. Was die Kriege betrifft, ist schon einiges an Aufarbeitung geleistet worden. Aber es ist viel schwieriger, Beispiele für eine angemessene Auseinandersetzung mit unserer kolonialen Vergangenheit zu finden. Europa scheut den Weg in diesen Keller.

Vor einem Monat wurden die Kellertüren in den USA und anderswo weit aufgesprengt – ausgelöst durch den Mord an George Floyd. Zum ersten Mal seit langer Zeit sind wir gezwungen, uns den hässlichsten Seiten unserer Geschichte, unserer Geschichten, unserer nationalen Identitäten zu stellen. In den USA werden Symbole des historischen Rassismus aus dem öffentlichen Raum entfernt, dasselbe geschieht in Europa – insbesondere in Bezug auf unsere Kolonialgeschichte.

Zum Beispiel Belgien: Als ich 2001 hierher kam, konnte ich nicht nachvollziehen, warum König Leopold II., der eine Industrie des Mordens und Verstümmelns von buchstäblich Millionen Kongolesen organisierte, immer noch überall im Land mit Statuen geehrt wurde. Als direkte Antwort auf die Konfrontation, die wir jetzt mit unserer Geschichte erleben, wird der Raum, den wir diesen Statuen geben, in Belgien, Italien, Großbritannien und anderswo in Frage gestellt. Indem wir uns in den Keller und in die Konfrontation mit dem wagen, was dort ist, versöhnen wir unsere Gesellschaften und sind ehrlicher zu uns selbst.

Diese Statue von Leopold II. in Antwerpen wurde vor einigen Wochen entfernt, nachdem sie beschädigt und in Brand gesteckt worden war. Das passiert gerade auch mit anderen Statuen von Leopold II. in ganz Belgien.

Diese Statue von Leopold II. in Antwerpen wurde vor einigen Wochen entfernt, nachdem sie beschädigt und in Brand gesteckt worden war. Das passiert gerade auch mit anderen Statuen von Leopold II. in ganz Belgien.Es braucht viel Mut, um in diesen Keller zu steigen – um sich für die Menschen, Gerechtigkeit und Versöhnung einzusetzen. Und zum Schutz des Planeten. Viele verschließen lieber die Augen davor, dass wir unseren Planeten kaputt machen. Es ist schwer sich einzugestehen, dass wir uns vor gar nicht langer Zeit für ein sehr riskantes System entschieden haben, das Konsum und endloses Wirtschaftswachstum feiert und dafür Zerstörung in Kauf nimmt – mit weiter steigenden Treibhausgas-Emissionen, Artensterben und einer immer größeren Wahrscheinlichkeit des planetarischen Zusammenbruchs.

Und unser kapitalistisches Wirtschaftsmodell ist ohne den Kolonialismus nicht zu denken – so viel von unserem Reichtum wurde mit kolonialer Brutalität aufgebaut und finanziert. Diese Systeme haben unseren Planeten jahrzehntelang verwüstet – und wurden innerhalb weniger Wochen während der COVID-19-Krise fast vollständig lahmgelegt. Deshalb ist es jetzt so wichtig, dass Europas Konjunktur- und Aufbaupläne grün und nachhaltig sind: um Unrecht und Missstände zu korrigieren und für eine bessere Zukunft zu sorgen. Wir müssen jetzt unser altes Haus reparieren und in den Keller steigen und anpacken.

Auf EU-Ebene stellen einige Politiker/innen mutige Fragen, die an unserem bisherigen Wirtschaftsmodell rütteln. Unsere Regierungschefs verhandeln gerade darüber, wie Europa am besten aus der COVID-19-Krise kommt. Ihr Plan für einen grünen und gerechten Wiederaufbau ist die größte Chance seit Langem, eine ganz neue Wirtschaft zu errichten. Eine Wirtschaft, die den Menschen zugute kommt, indem sie kleine Unternehmen unterstützt, für neue Jobs sorgt, die öffentlichen Verkehrsmittel und energieeffiziente Wohnungen fördert – und die Emissionen drastisch reduziert.

Letzte Woche trafen sich die EU-Chefs bei einer Videokonferenz, um über die Finanzierung des Konjunkturprogramms zu beraten. Aber die sogenannten „Sparsamen“ – Österreich, die Niederlande, Schweden und Dänemark – sprachen sich bei dem Treffen gegen Solidarität aus.

Xavier Bettel, Premierminister von Luxemburg, twitterte über das jüngste Treffen der EU-Chefs zur Finanzierung des Wiederaufbauplans.

Xavier Bettel, Premierminister von Luxemburg, twitterte über das jüngste Treffen der EU-Chefs zur Finanzierung des Wiederaufbauplans.Wir werden deshalb in den kommenden Monaten freundlich aber entschieden Druck auf die Sparsamen ausüben müssen. Wenn sie sich weiterhin gegen Solidarität entscheiden, werden diejenigen, die von der COVID-Krise am härtesten betroffen sind – die Beschäftigten des Gesundheitswesens, diejenigen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben oder davon bedroht sind – nicht die Mittel haben, sich von dem größten wirtschaftlichen Schock zu erholen, den Europa in den letzten Jahrzehnten erlebt hat.

Wir werden keine Sparmaßnahmen 2.0 hinnehmen, und wir werden dies kurz vor dem nächsten EU-Gipfel am 17. Juli deutlich machen – damit alle europäischen Regierungen einem großen Wiederaufbaufonds zustimmen.

Wir müssen jetzt die Türen zu unserem Keller aufstoßen. Das gilt für Europa genauso wie für die Welt. Wenn wir uns Fehler und Versagen der Vergangenheit ehrlich eingestehen, ist das unsere beste Chance auf Versöhnung und Vorsorge für die Zukunft. Isabel Wilkerson sagte auch: „Was auch immer Sie ignorieren, es wird nicht verschwinden. Es wird so lange da sein, bis Sie sich damit auseinandersetzen. Und ich denke, das ist es, was wir genau jetzt zu tun haben.“ [2] Weise Worte. Folgen wir ihnen.

Laura, Geschäftsführerin, WeMove Europe

Referenzen
[1, 2] https://onbeing.org/programs/isabel-wilkerson-this-history-is-long-this-history-is-deep/

WeMove Europe ist eine unabhängige und wertebasierte Organisation, die Macht von unten aufbauen will, um Europa zu verändern, für uns alle, für künftige Generationen und für den Planeten. Wenn Sie sich aus unserem Verteiler austragen möchten, klicken Sie bitte hier.

WeMove.EU finanziert sich aus Spenden unserer Unterstützer aus ganz Europa. Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere unabhängige Arbeit finanzieren helfen. Spenden

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Zu Zeiten der CORONA-HYSTERIE ruft die GEWANTIFA wie folgt auf: „In Göttingen und anderswo: Die unter dem Vorwand von ´Corona´ betrie­bene rassistische Hetze und Polizeistaatsgewalt bekämpfen!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
soeben haben wir als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) einen Beitrag der GEWANTIFA [http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=gewantifa] erhalten.
 
Der darin enthaltene Flyer weist deutlich aus, dass die CORONA-HYSTERIE (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=corona) auch als Vorwand rassistischer Hetze betrieben wird und bekämpft werden muss.
 
Ferner weist die Organisation auf neue Plakate und Stellungnahmen zu Toten durch rassistische Polizeigewalt seit 1990 hin!
 
Wir haben die komplette Mitteilung nachstehend zu Eurer gefälligen Kenntnisnahme auf unsere Homepage gepostet und in der Kategorie „ANTIFA“ (http://www.ak-gewerkschafter.de/category/antifa/) archiviert.
 

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-


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Die GEWANTIFA informiert:

Liebe Freundinnen und Genossinnen,

wir schicken euch Links zu drei neue Veröffentlichungen von uns:

1)     Flyer Nr. 56 „In Göttingen und anderswo: Die unter dem Vorwand von „Corona“ betrie­bene rassistische Hetze und Polizeistaatsgewalt bekämpfen“

http://gewantifa.blogsport.eu/die-unter-dem-vorwand-von-corona-betriebene-rassistische-hetze-und-polizeistaatsgewalt-bekaempfen/

2)     Plakat zu „George Floyd am 25.5.2020 von rassistischer Polizei ermordet! – Gegen ras­sistische Morde durch Polizei und Nazis sind militante Massenkämpfe auch in Deutsch­land die richtige Antwort! http://gewantifa.blogsport.eu/george-floyd-am-25-5-2020-von-rassistischer-polizei-ermordet/

3)      Plakat „Tote durch rassistische Polizeigewalt seit 1990″

http://gewantifa.blogsport.eu/tote-durch-rassistische-polizeigewalt-seit-1990/

Dieses beruht auf der ausgezeichneten Recherche der Initiative von death in custody.

Wenn ihr mehr von den Publikationen wollt oder Adressen kennt, wohin wir diese auch noch schicken sollten, so teilt uns das bitte über Email-Adresse mit. Alle Veröffentlichungen von uns findet ihr auch auf unserer Homepage zum download.

Wenn ihr Kritiken an Veröffentlichungen von uns oder Vorschläge habt, so teilt uns diese bitte auch mit.

Solidarische Grüße

Mert, Gewantifa

Homepage:   http://gewantifa.blogsport.eu

Twitter:         https://twitter.com/gewantifa1

Facebook:     https://www.facebook.com/pages/Gewantifa

Mail:             gewantifa@gmail.com

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36 Stellen sollen in Kürze bei DALLI abgebaut werden! Wenn dagegen der solidarische Kampf nicht aufgenommen wird, könnte es der Anfang vom Ende werden!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
in den Fokus unseres Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreises (AK) war auch in der Vergangenheit die Firma DALLI aus Stolberg gerückt, wie Ihr es unschwer durch den Klick auf den nachstehenden Link aufrufen und nachlesen könnt.
 
 
Wie den Aachener Zeitungen vom 26. Juni 2020 zu entnehmen ist, will DALLI in näherer Zukunft 36 M;itarbeiter aus der Unternehmensverwaltung entlassen.
 

AZ Freitag, 26. Juni 2020 Nummer 146       WIRTSCHAFT

Dalli streicht 36 Stellen am Standort Stolberg

STOLBERG Der Drogerieartikel-Produzent Dalli aus Stolberg entlässt in der näheren Zukunft 36 Mitarbeiter aus der Unternehmensverwaltung. Das hat die Geschäftsleitung auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt. Hintergrund sei, dass das Familienunternehmen auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben wolle. Zwar hat der Konzern 2018 noch Überschüsse in zweistelliger Millionenhöhe erwirtschaften können, doch seien die Gewinne geringer als in der Vergangenheit. In den sogenannten „Fit for Future“-Prozess sei auch die Belegschaft miteinbezogen worden, erklärte das Management. Die zuständige Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) hofft, von den besagten Arbeitsplätzen noch einige retten zu können und setzt auf Verhandlungen im Juli. Dalli beschäftigt konzernweit rund 1800 Mitarbeiter. Am Standort Stolberg sind es insgesamt etwa 850 Beschäftigte, davon arbeiten 550 in der Verwaltung. (red)

Unsere AK-Meinung dazu lautet: Die IGBCE scheint hier wieder auf das SOZIALPARTNERSCHAFTSPRINZIP (http://www.ak-gewerkschafter.de/?s=sozialpartnerschaft) zu setzen. Sie setzt auf  „Verhandlungen“, um einige Arbeitsplätze retten zu können. Damit wird sie scheitern, denn wenn der Kampf in Solidarität um den Erhalt aller Arbeitsplätze nicht aufgenommen wird, folgen nach den 36 Stellen noch weitere!

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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Unsere Prognose ist eingetroffen! Bei HUTCHINSON in Aachen gab es 231 Kündigungen im Vorbeigehen! „KLAPPE ZU – AFFE TOT!“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
als Gewerkschafter/Innen-Arbeitskreis (AK) hatten wir über die Probleme der arbeitenden Menschen bei HUTCHINSON in Aachen berichtet, wie Ihr es durch den Klick auf den nachstehenden Link aufrufen und nachlesen könnt.
 
 
Wie schrieben wir es im Beitrag vom 10. Dezember 2019:
 

Bei HUTCHINSON in Aachen bleckt der ausschließlich am Profit orientierte Kapitalismus seine Zähne! Die Beschäftigten sollen auf der Strecke bleiben! Gegenwehr und Solidarität sind hier das Gebot der Stunde (http://www.ak-gewerkschafter.de/2019/12/10/bei-hutchinson-in-aachen-bleckt-der-ausschliesslich-am-profit-orientierte-kapitalismus-seine-zaehne-die-beschaeftigten-sollen-auf-der-strecke-bleiben-gegenwehr-und-solidaritaet-sind-hier-das-gebot-d/)!

Und wieder ist unsere Prognose eingetroffen. 231 Kündigungen wurden jüngst ausgesprochen. Interessensausgleich und Sozialplan sind gescheitert!

Die AACHENER ZEITUNGEN berichteten am Freitag, den 26. Juni 2020, darüber.

AZ Freitag, 26. Juni 2020 Nummer 146       WIRTSCHAFT

231 Kündigungen im Vorbeigehen

Interessensausgleich und Sozialplan gescheitert! Mitarbeiter im Aachener Hutchinson-Werk rüde auf die Straße gesetzt.

Im Dezember gab es noch Proteste, im Januar war dann klar: Für Hutchinson in Aachen ist es aus. ARCHIVFOTO: KRÖMER

Der Klick auf den nachstehenden Link führt Euch direkt auf den Bezaghlartikel der Aachener Zeitungen zum Thema.

> https://www.aachener-nachrichten.de/wirtschaft/231-kuendigungen-im-vorbeigehen_aid-51856005 !

Da hilft kein NACHKARTEN und /oder JAMMERN, der Kampf wurde nicht aufgenommen und deswegen gilt nach unserer Meinung der nachstehende Spruch des Bertolt Brecht

Mit anderen Worten und salopp formuliert:

                       

(Karikatur aus http://www.scharf-links.de/ )    

Für den AK Manni Engelhardt -Koordinator-

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